Auslandsgespräch

Ob mobil mit dem Handy oder über Festnetz: Telefongespräche ins Ausland sind oft immer noch teuer. Doch es gibt ein paar Tricks, mit deren Hilfe man Auslandsgespräche zu günstigen Konditionen führen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • 2017 wurde für die 28 Staaten der europäischen Union sowie Island, Liechtenstein und Norwegen die Roaming-Gebühren abgeschafft.
  • Befinden Sie sich in einem der EU-Länder ist das Telefonieren mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden.
  • Informieren Sie sich vor jeder Reise über eventuell anfallende Kosten bei mobiler Internet-Nutzung und ob sich das jeweilige Land in der Roaming-Zone befindet.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Handygespräche und SMS
  3. Mobiles Internet im Ausland
  4. Festnetzgespräche und Call-by-Call
  5. Außerhalb der EU telefonieren
  6. Verwandte Themen
  7. Jetzt Handytarife vergleichen

Handygespräche und SMS

Bei Mobilfunkgesprächen im Ausland zahlt man sogenannte Roaming-Gebühren. Diese Gebühren werden fällig, da Anrufer und Angerufener unterschiedliche Mobilfunknetze nutzen. Deshalb hat die EU-Kommission reagiert und Preisobergrenzen für das Roaming innerhalb der EU festgelegt, die nach und nach sinken. Die Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, einen Tarif ("EU-Tarif") anzubieten, der diesen Vorgaben genügt und nur niedrige Aufschläge auf den genutzten Inlandstarif erhebt.

Demnach darf im EU-Tarif das Telefonieren seit dem 30. April im EU-Ausland maximal 6 Cent pro Minute inklusive Mehrwertsteuer zusätzlich kosten. Wer im EU-Ausland angerufen wird, zahlt maximal 1,2 Cent drauf. Das Versenden einer SMS darf im EU-Tarif maximal 2 Cent mehr kosten. Die Summe aus Inlandspreis und EU-Aufschlag darf nicht mehr betragen als die bisherigen Höchstpreise: 23 Cent pro Minute für abgehende Anrufe und 7 Cent pro SMS.

Hierbei sollte man jedoch beachten, dass diese Regelung nur für EU-Länder gilt. Beliebte Reiseziele wie die Schweiz oder die Türkei sind nur bei wenigen Tarifen inbegriffen.

Inzwischen wurde beschlossen, dass die Gebühren ab dem Juni 2017 abgeschafft werden. Smartphone-Nutzer sollen dann innerhalb der EU ohne zusätzliche Kosten telefonieren können.

Ziele außerhalb Europas dürften jedoch weiterhin recht teuer bleiben. Vor einer Auslandsreise lohnt es sich deshalb, einen Blick auf die Homepage des Anbieters zu werfen. Denn oft gibt es die Möglichkeit, eine Auslandsoption für eine begrenzte Zeit zu buchen, die sämtliche Telefonate abdeckt.

Mobiles Internet im Ausland

Wer im Ausland mit dem Smartphone ins Internet möchte, sollte besonders vorsichtig sein. Vor dem Urlaub gilt es herauszufinden, wie teuer ein übertragenes Megabyte (MB) Daten im Urlaubsland ist und ob der Mobilfunkanbieter vielleicht spezielle Datenpakete fürs Ausland im Programm hat.

Seit 30. April 2016 dürfen beim Surfen nur 6 Cent pro Megabyte Datenvolumen verlangt werden - zusätzlich zu den Gebühren des Inlandstarifs. Dabei gilt eine Obergrenze: Die Summe aus Inlandspreis und EU-Aufschlag darf nicht mehr betragen als die bisherigen Höchstpreise: 24 Cent je MB Daten. Zudem gibt es in EU-Ländern eine voreingestellte Kostengrenze für Daten-Roaming, die bei knapp 60 Euro im Monat liegt. Danach wird die Verbindung gekappt. Seit 2012 muss dieser Schutzmechanismus laut EU-Verordnung sogar weltweit greifen.

Grundsätzlich sollte man im Ausland das Daten-Roaming aber abschalten. Denn viele Smartphone-Apps verbinden sich laufend automatisch mit dem Internet. So können in kurzer Zeit unbemerkt große Datenmengen übertragen werden und mitunter enorme Kosten entstehen. Am besten aktiviert man die Datenverbindung nur dann, wenn man sie wirklich braucht. Günstiger und sicherer ist es aber in den meisten Fällen, sich im Urlaubsort einen kostenlosen WLAN-Hotspot zu suchen. Urlauber, die oft in das gleiche Land reisen, können auch prüfen, ob sich die Anschaffung einer lokalen Prepaid-Karte mit Datenoption lohnt. Ganz ohne Handy kann man auch surfen - zum Beispiel ganz klassisch in Internetcafés.

Festnetzgespräche und Call-by-Call

Wer von Deutschland aus über das Festnetz ins Ausland telefoniert, wird dafür ebenfalls zur Kasse gebeten. Denn Auslandsgespräche werden – wie auch Sonderrufnummern - zumindest außerhalb gängiger EU-Ziele meist nicht von einer Festnetzflatrate abgedeckt. Gleichwohl ist es sinnvoll, bei seinem Telefonanbieter nach einer entsprechenden Flatrate zu fragen, wenn man regelmäßig ins Ausland telefoniert. Solche Angebote können immer häufiger zu dem bestehenden Vertrag hinzugebucht werden und schützen vor hohen Rechnungen.

Noch einfacher geht’s mit Call-by-Call: Dabei gibt man vor der eigentlichen Rufnummer eine Sparvorwahl ein, die es erlaubt, für wenige Cent pro Minute ein Auslandgespräch zu führen. Um Call-by-Call nutzen zu können, muss man allerdings Kunde der Deutschen Telekom sein. Ist man bei einem anderen Provider unter Vertrag, bietet sich das sogenannte Callthrough an. Das Callthrough-Verfahren funktioniert fast genauso wie Call-by-Call: Man wählt zuerst eine Einwahlnummer des Anbieters. Dann bekommt man eine freie Leitung gestellt und kann die gewünschte Rufnummer eingeben, woraufhin man sogleich verbunden wird.

Außerhalb der EU telefonieren

In Nicht-EU-Ländern sind Minutenpreise von zwei oder drei Euro keine Seltenheit - nicht nur für abgehende, sondern auch für eingehende Anrufe, was viele Urlauber schnell vergessen. Der Blick in die Preisliste des Providers vor der Abfahrt ist deshalb Pflicht.

Wer in Länder außerhalb der EU verreist, sollte auf jeden Fall seine Mailbox abschalten. Denn dort kann die gefürchtete Kostenfalle der doppelten Umleitung nach wie vor lauern: Man zahlt zum einen für die Weiterleitung des Gesprächs ins Urlaubsland und dann noch einmal für die Rückleitung auf die deutsche Mailbox.

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