Videostreaming: Tipps fürs Fernsehen aus dem Netz

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Die DVD-Sammlung ist Vergangenheit: Klassiker und die neuesten Blockbuster kommen heute direkt aus dem Netz. Neben Video-Streaming-Diensten wie Amazon Prime, Netflix oder Maxdome werden auch TV-Streaming-Angebote von Magine, Waipu oder Zattoo immer beliebter.

Tipp: Ob Video oder TV – so wird Streaming zum günstigen und flexiblen Fernsehersatz

1. Die Kosten: Nur 8 bis 10 Euro im Monat

Für unbegrenzte Film- und Serienstreams zahlen Kunden in der Regel etwa 8 bis 10 Euro pro Monat. Extras wie etwa eine Offline-Option oder die Nutzung auf mehreren Geräten können kostenpflichtig dazu gebucht werden. Deutlich günstiger wird es nur, wenn man sich bei Amazon Prime zu einer Jahresmitgliedschaft verpflichtet. Manche Streamingdienste bieten neben der Flatrate auch Filme und Serien zum gebührenpflichtigen Einzelabruf an.

Bei TV-Streaming-Sendern ist Fernsehen zum Teil kostenlos empfangbar. Für zusätzliche Privat- oder HD-Sender sowie die Option auf Werbefreiheit oder zeitversetztes Fernsehen werden je nach Umfang zwischen 6,99 Euro (Magine) oder 14,99 Euro (Waipu) im Monat fällig.

2. Sortiment und Sender: Was läuft wo?

Den einen Streaming-Anbieter mit allen Serien und Filmen gibt es nicht. Manche Filmklassiker und Serien-Hits sind zwar fast überall vorrätig, andere Inhalte dafür nur bei einem Anbieter. Kein Wunder: Firmen wie Amazon und Netflix sind inzwischen nicht mehr nur Streaming-Anbieter, sondern produzieren auch eigene Serien – und bieten diese exklusiv an. Deshalb sollten sich Kunden vor einem Abschluss zunächst einen Überblick über das Sortiment der Dienste verschaffen.

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Die Fernseh-Streams bieten in der Kostenlos-Version meist nur die ersten Programme und kleinere Sender an. Für die großen Privatsender werden Gebühren fällig. Dann ist die Auswahl an Sendern und HD-Inhalten aber riesig.

3. Der richtige Internetanschluss: Filmvergnügen ohne Ruckeln

Spaß macht das Kino oder Fernsehen aus dem Netz nur mit der richtigen Bildqualität und ohne Unterbrechungen. 16 Megabit pro Sekunde sollten es für eine flüssige Vorführung mindestens sein: Ein Film in guter Qualität benötigt fast die gesamte Bandbreite eines 16-Mbits-Anschlusses.

Mehr Bandbreite brauchen vor allem Familien oder Wohngemeinschaften, in denen mehrere Nutzer gleichzeitig aufs Internet zugreifen. Denn wenn parallel etwas heruntergeladen wird, kann das die Bildqualität erheblich verschlechtern. Außerdem wichtig: Nicht immer kommt die vom Anbieter versprochene Surfgeschwindigkeit auch in vollem Umfang zu Hause an. Streaming-Nutzer sollten einen gewissen Geschwindigkeitsverlust einplanen und einen entsprechend schnellen Anschluss buchen.

4. Streaming unterwegs: ein Datenfresser

Theoretisch kann man die Dienste unterwegs, im Zug, als Mitfahrer im Auto oder anderswo nutzen. In der Praxis gibt es jedoch einiges zu beachten. Während Streaming im WLAN gut funktioniert, sind über das Mobilfunknetz eine gute Netzabdeckung, ein LTE-Tarif und -Handy sowie eine recht üppige Flatrate Voraussetzung.

Die üblichen 500 Megabyte sind schnell in einer halben Stunde gesprengt. Für einen Film in SD-Qualität werden allein 1 bis 2 GB benötigt, HD-Filme verschlingen noch mehr Volumen. Wer unterwegs regelmäßig Filme und Serien anschauen will, kann sich für einen Anbieter mit Offline-Modus entscheiden, mit dem sich im Heimnetz Filme zum Anschauen unterwegs herunterladen lassen.

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5. Streaming auf jedem Gerät

Über den Browser lassen sich Streaming-Dienstleister auf jedem Computer ansteuern. Dazu kommen spezielle Apps für Tablet und Smartphone, Smart-TVs, Spielkonsolen (z. B. Xbox) sowie Mediaplayer und -sticks. Die Apps lassen sich über die App-Stores laden und starten.

6. Gratis ausprobieren, unkompliziert kündigen

Ein kostenloser Testmonat ist bei den Streamingdiensten Standard. So können potenzielle Kunden in Ruhe ausprobieren, ob Angebot und Apps zu ihnen passen. Ist der Monat vorbei, wird das Gratisangebot zwar automatisch kostenpflichtig. Die Dienste lassen sich aber in der Regel monatlich und unkompliziert kündigen. Vergessliche Tester landen also nicht in der Kostenfalle.