Videostreaming: Tipps fürs Fernsehen aus dem Netz

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Streaming boomt in Deutschland: Filmklassiker, neue Blockbuster und natürlich die Lieblingsserie kommen direkt aus dem Netz. Streaming meint also das Abrufen von TV- und Videoinhalten von Internet-Plattformen, ohne sie dabei herunterladen zu müssen. Man spricht auch von Video on Demand, kurz VoD. Ein Dschungel aus Serien, Filmen und Exklusiv-Inhalten ist entstanden - quasi überall und jederzeit verfügbar. Wir geben die besten Tipps für stressfreies Streaming und geben einen Überblick über das Angebot.

1. Der Streaming-Markt im Überblick

Dominiert wird der Streaming-Markt von einigen US-Streaming-Riesen. Netflix ist Streaming-Marktführer, doch Amazon (Amon Prime Video), der Hollywood-Gigant Walt Disney (Disney+) und Apple (Apple TV) haben die Jagd auf die Streaming-Krone längst eröffnet. Hierzulande mischt der Bezahlsender Sky mit. Zuletzt haben die Mediengruppen von RTL (TV-Now) und Pro7Sat1 (Joyn) ebenfalls Plattformen veröffentlicht.

2. Die Kosten: 7 bis 16 Euro im Monat

Für unbegrenzte Film- und Serienstreams zahlen Kunden in der Regel etwa 8 bis 10 Euro pro Monat. Extras wie erweiterte Inhalte, Ultra-HD-Qualität eine Offline-Option oder die Nutzung auf mehreren Geräten können kostenpflichtig dazu gebucht werden. Deutlich günstiger kann es mit einem Jahresabonnement werden.

Beispiel Netflix: Der Preis des günstigsten Angebots, bei dem man Netflix auf nur einem Gerät und ohne HD-Qualität nutzen kann, liegt bei 7,99 Euro pro Monat. Die mittlere Tarifstufe, in der HD-Auflösung und die Nutzung auf einem weiteren Gerät dazukommen, kostet 11,99 Euro pro Monat. In der teuersten Variante, die noch bessere Ultra-HD-Qualität beim Bild sowie hochwertigeren Sound bei der gleichzeitigen Nutzung auf bis zu vier Geräten beinhaltet, werden 15,99 Euro fällig.

Beispiel Disney: Der Unterhaltungsriese Disney startete im März 2020 sein Streaming-Angebot Disney+ in Deutschland. Der monatliche Preis liegt mit 6,99 Euro zunächst unter dem Niveau der großen Konkurrenten.

3. Gratis ausprobieren, unkompliziert kündigen

Ein kostenloser Testmonat ist bei den Streamingdiensten Standard. So können potenzielle Kunden in Ruhe ausprobieren, ob Angebot und Apps zu ihnen passen. Ist der Monat vorbei, wird das Gratisangebot zwar automatisch kostenpflichtig. Die Dienste lassen sich aber in der Regel monatlich und unkompliziert kündigen. Vergessliche Tester landen also nicht in der Kostenfalle.

4. Sortiment: Was läuft wo?

Den einen Streaming-Anbieter mit allen Serien und Filmen gibt es nicht. Manche Filmklassiker und Serien-Hits sind zwar fast überall vorrätig, andere Inhalte dafür nur bei einem Anbieter. Kein Wunder: Firmen wie Amazon und Netflix sind inzwischen nicht mehr nur Streaming-Anbieter, sondern produzieren auch eigene Serien – und bieten diese exklusiv an. Disney+ zeigt u. a. die Star-Wars-Reihe, Marvel-Comic-Verfilmungen und sein breites Kinderprogramm an Disney-Filmklassikern. Deshalb sollten sich Kunden vor einem Abschluss zunächst einen Überblick über das Sortiment der Dienste verschaffen.

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5. Der richtige Internetanschluss: Filmvergnügen ohne Ruckeln

Spaß macht das Kino oder Fernsehen aus dem Netz nur mit der richtigen Bildqualität und ohne Unterbrechungen. 16 Megabit pro Sekunde sollten es für eine flüssige Vorführung mindestens sein: Ein Film in guter Qualität benötigt fast die gesamte Bandbreite eines 16-Mbits-Anschlusses. Mehr Bandbreite brauchen vor allem Familien oder Wohngemeinschaften, in denen mehrere Nutzer gleichzeitig aufs Internet zugreifen. Denn wenn parallel etwas heruntergeladen wird, kann das die Bildqualität erheblich verschlechtern. Außerdem wichtig: Nicht immer kommt die vom Anbieter versprochene Surfgeschwindigkeit auch in vollem Umfang zu Hause an. Streaming-Nutzer sollten einen gewissen Geschwindigkeitsverlust einplanen und einen entsprechend schnellen Anschluss buchen.

6. Streaming unterwegs: ein Datenfresser

Theoretisch kann man die Dienste unterwegs, im Zug, als Mitfahrer im Auto oder anderswo nutzen. In der Praxis gibt es jedoch einiges zu beachten. Während Streaming im WLAN gut funktioniert, sind über das Mobilfunknetz eine gute Netzabdeckung, ein LTE-Tarif und -Handy sowie eine recht üppige Flatrate Voraussetzung. Die üblichen 500 Megabyte sind schnell in einer halben Stunde gesprengt. Für einen Film in SD-Qualität werden allein 1 bis 2 GB benötigt, HD-Filme verschlingen noch mehr Volumen. Wer unterwegs regelmäßig Filme und Serien anschauen will, kann sich für einen Anbieter mit Offline-Modus entscheiden, mit dem sich im Heimnetz Filme zum Anschauen unterwegs herunterladen lassen.

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7. Streaming auf jedem Gerät

Über den Browser lassen sich Streaming-Dienstleister auf jedem Computer ansteuern. Dazu kommen spezielle Apps für Tablet und Smartphone, Smart-TVs, Spielkonsolen (z. B. Xbox) sowie Mediaplayer und -sticks. Die Apps lassen sich über die App-Stores laden und starten.