Gebrauchte Smartphones kaufen: Tipps für den Secondhand-Markt

Bildquelle: ©Adobe Stock/Text: Verivox

Wer ein neues Smartphone kauft, muss oft tief in den Geldbeutel greifen. Gerade Spitzenhersteller wie Apple oder Samsung verlangen mehrere hundert Euro für ein Gerät der neuesten Generation. Inzwischen haben jedoch viele Verbraucher eine günstige Alternative für sich entdeckt: Statt auf teure Neu-Smartphones zu setzen, wählen sie günstige gebrauchte Geräte. Verivox hat die wichtigsten Tipps für den Kauf eines gebrauchten Smartphones zusammengestellt – damit das Schnäppchen nicht zur bösen Überraschung wird.

Private Händler und Tauschbörsen: Nicht ohne Risiko

Viele Privatpersonen verkaufen ihre gebrauchten Smartphones über eBay, Amazon oder Tauschbörsen. Wer hier als Käufer nicht genau die Details der Bestellung prüft oder Rücksprache mit dem Verkäufer hält, kann schnell Opfer von unseriösen Angeboten werden. Denn die Freude am Geldsparen vergeht, wenn etwa das Ladekabel fehlt oder das Display bereits Risse hat. Reklamationen erweisen sich in diesen Fällen als schwierig, denn Gerätegarantie und Rückgaberecht müssen von privaten Verkäufern nicht gewährleistet werden.

Achten Sie außerdem darauf, keine veralteten Geräte zu kaufen, bei denen die Software nicht mehr unterstützt wird. Bei Android sollte das Gerät nicht älter als zwei Jahre sein, bei einem Apple-Smartphone beträgt der Support bis zu vier Jahre.

Wer sich jedoch vor dem Kauf genau informiert und über genügend technisches Know-How verfügt, kann auf dem Gebrauchtmarkt günstige Schnäppchen machen.

Online-Händler: Zertifizierte Geräte

Suchen Sie hingegen technisch überprüfte Geräte mit Gewährleistung, sind Sie bei Gebrauchthändlern besser beraten. Hier hat sich vor allem der Online-Markt in den letzten Jahren deutlich professionalisiert. Die Händler bieten ausreichend Schutz vor unvollständigen Lieferungen und Geräteschäden. Gebrauchte Smartphones müssen vor dem Wiederverkauf in strengen Qualitätskontrollen geprüft werden. Die Geräte können zwar kleinere Gebrauchsspuren aufweisen, sind aber ansonsten neuwertig und voll funktionsfähig. Viele gewerbliche Verkäufer wie Asgoodasnew oder Rebuy bieten den Kunden außerdem Gewährleistung und Rückgaberecht.

Die Qualitätskontrolle macht sich jedoch häufig auch am Preis bemerkbar. Zwar sind die geprüften Geräte immer noch günstiger als Neuware, die größeren Schnäppchen warten jedoch eher auf dem privaten Gebrauchtmarkt. Wer beim Kauf eines gebrauchten Smartphones vor allem Wert auf Sicherheit legt, sollte gebrauchte Geräte bei TÜV-geprüften Spezialisten für Gebrauchselektronik kaufen.

Direkt vom Anbieter: Smartphones in gutem Zustand

Die meisten Mobilfunkanbieter wie beispielsweise Vodafone oder Base führen nur Neugeräte im Angebot. Einige Provider haben den Trend zum Gebrauchtgerät jedoch bereits erkannt. T-Mobile verkauft Smartphones aus den Retouren-Beständen. Diese Geräte sind von einer Fachwerkstatt überprüft und daher in Top-Zustand. Käufer erhalten eine einjährige Gewährleistung und haben wie bei Neuware ein zweiwöchiges Rückgaberecht. Auch Congstar bietet preisbewussten Kunden einen Online-Handyshop für gebrauchte Geräte mit originalem Lieferumfang.

Auf einen Blick: Tipps für den Secondhand-Kauf

Ob Sie von einem Bekannten, auf einer Online-Verkaufsplattform oder direkt beim Smartphone-Anbieter kaufen, grundsätzlich sollten Sie

  • Preise vergleichen
  • Produkt und Händler prüfen
  • auf Garantien achten
  • Kundenbewertungen lesen
  • Reparaturen und Software-Updates in Betracht ziehen

Übrigens: Wer sein altes Smartphone nicht verkaufen, sondern entsorgen möchte, sollte es niemals einfach wegwerfen, sondern fachgerecht recyceln. Das ist nicht nur über Abfallsammelstellen möglich, sondern auch bei den Mobilfunk-Netzbetreibern.