Viele Deutsche wissen zu wenig über digitale Technologien

19.02.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Smart Home, Tablets, intelligente Sprachassistenten wie Alexa & Co: Die Digitalisierung hat schon längst den Alltag der Bundesbürger erreicht. Doch laut der repräsentativen Studie „Fähigkeiten für die digitale Welt“ des Stifterverbands für die Deutsche Wirtschaft und des infas Instituts sind mehr als zwei Drittel der Deutschen (70 Prozent) unsicher im Umgang mit digitalen Technologien.

Programmieren lernen wollen nur wenige Bundesbürger

Mehr als zwei Drittel der Befragten wollen sich andererseits aber mehr allgemeine Kompetenzen aneignen: Dazu gehört etwa die Recherche im Internet. Geht es aber ins Detail, sieht die Lernbereitschaft schon anders aus. Zum Lernen von Spezialfähigkeiten wie Programmieren oder Datenanalyse zeigte sich lediglich knapp ein Drittel (32 Prozent) der Studienteilnehmer bereit. 64 Prozent der Lernbereiten würden zu Hause auf eigene Faust mit Hilfe von Lernvideos oder Büchern ihre Digitalkompetenzen erweitern.

Schulen können Vermittlung von Digitalkompetenz nicht allein stemmen

Eine Mehrheit der Deutschen sieht die Qualität der an Kindergärten und Grundschulen vermittelten Digitalkompetenz dagegen als unzureichend an. „Die Vermittlung wichtiger digitaler Fähigkeiten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die von Schulen allein nicht gestemmt werden kann. Mehr denn je braucht es auch eine engagierte Zivilgesellschaft und Wirtschaft“, erklärt Digitalstaatsministerin Dorothee Bär.

Neue Förderrunde der Initiative „digital.engagiert“

Lernangebote von Vereinen und Non-Profit-Organisationen nutzen bislang aber nur 29 Prozent der Befragten. Die gemeinsame Initiative „digital.engagiert“ von Stifterverband und Amazon hatte bereits 2018 Digitalisierungsprojekte aus der Zivilgesellschaft unterstützt. In diesem Jahr soll eine neue Förderrunde gestartet werden. Bewerbungen von jungen Teams, die mit ihrem Projekt die digitalen Fähigkeiten stärken wollen, sind noch bis zum 1. April 2020 möglich. Die zwölf besten Projekte sollen von einer Jury ausgewählt werden. Unter anderem winken mindestens 10.000 Euro Förderung und Coaching.