Telekom und Vodafone wollen die LTE-Versorgung verbessern

17.02.2020

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Die Deutsche Telekom und Vodafone kündigten an, beim LTE-Ausbau zu kooperieren. Künftig wollen sich die Wettbewerber Antennenstandorte teilen. Die beiden Netzbetreiber wollen damit die LTE-Versorgung in ländlichen Regionen und entlang von Verkehrswegen verbessern.

Kooperation gegen "graue Flecken"

Die Kooperation nimmt die sogenannten "grauen Flecken" ins Visier, also Standorte, an denen bislang nur einer der Provider LTE anbot. Künftig will jedes Unternehmen dem anderen eine gleiche Anzahl an Mobilfunkstandorten zur LTE-Versorgung zur Verfügung stellen.

Die Provider wollen damit den LTE-Empfang auf dem Land und entlang von Hauptverkehrswegen verbessern. Nach ersten Analysen sind etwa 4.000 Standorte für das Network-Sharing im Gespräch. Die Kooperation für eine bessere Netzabdeckung soll 2020 beginnen. Unabhängig davon investieren beide Provider weiterhin in den Ausbau ihrer eigenen Mobilfunknetze.

Geteiltes Netz – bessere Netzabdeckung

Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner bezeichnete die Kooperation als wichtigen Beitrag zu einer besseren und unterbrechungsfreien LTE-Versorgung in Deutschland. Kunden beider Anbieter sollen vom erweiterten LTE-Netz profitieren.

Bereits im November 2019 hatten die Telekom, Vodafone und Telefonica angekündigt, gemeinsam gegen "weiße Flecken" auf der Landkarte vorzugehen – also gegen Funklöcher ohne Handyempfang. Eine Beteiligung von Telefonica an der geplanten Kooperation zum Network-Sharing ist bislang jedoch nicht bekannt. Grundsätzlich sei es der Telekom und Vodafone aber möglich, auch mit anderen Anbietern ähnliche Vereinbarungen zu treffen.