Coronavirus verändert Kaufverhalten: Diese Produkte sind gefragt

23.03.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Der Alltag in Deutschland hat sich durch das Coronavirus innerhalb kurzer Zeit drastisch geändert. Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken haben zwar weiterhin geöffnet, doch etliche Bundesbürger bestellen derzeit online. So mancher Verbraucher wählt diesen Weg wohl nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern auch aus Angst vor Ansteckung in den Läden vor Ort. Wie das Kaufverhalten der Deutschen durch das Coronavirus beeinflusst wird, hat jetzt das Shopping- und Vergleichsportal idealo auf Basis seiner Nutzerdaten analysiert.

Nachfrage nach Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel geht wieder zurück

Ende Februar hätte der Ansturm auf Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken seinen Höhepunkt erreicht. Im Vergleich zu Januar sei die Nachfrage nach Arbeitsschutzprodukten wie Atemschutzmasken um 1.699 Prozent gestiegen. Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln stieg gar um 17.327 Prozent. Allerdings verzeichnete idealo in der dritten Märzwoche gegenüber Ende Februar eine um 88 Prozent gesunkene Nachfrage nach Desinfektionsmitteln, bei Arbeitsschutzprodukten sei die Nachfrage in dem Zeitraum um 80 Prozent zurückgegangen. Die ersten Panikkäufe haben sich somit wieder etwas gelegt. Toilettenpapier und Nudeln sind jedoch weiterhin stark gefragt. In der dritten Märzwoche gab es gegenüber Ende Januar einen Anstieg der Nachfrage um 8.770 bzw. 671 Prozent.

Hanteln, Telefon-Headsets und Spiele stärker gefragt

Da viele Bundesbürger im Home Office arbeiten, geraten verstärkt auch andere Produkte in den Fokus. Zubehör für das Arbeiten im Home Office sei begehrt. Um 911 Prozent öfter nachgefragt als noch Ende Januar seien etwa Telefon-Headsets gewesen.

Fitnessstudios sind geschlossen, die Deutschen wollen sich aber auch in den eigenen vier Wänden fit halten: Bei Hanteln wurde ein Nachfrageanstieg um 2.740 Prozent verzeichnet. Aber auch klassische Gesellschaftsspiele erleben einen Aufschwung: Die Nachfrage stieg um 108 Prozent. Digitale Spiele per Nintendo Switch seien um 374 Prozent öfter nachgefragt worden als noch Ende Januar.

Gesundheitsprodukte bleiben wichtig für die Bundesbürger

Die Gesundheit bleibt aber immer im Blick. Die Nachfrage nach Erkältungsmitteln sei um 203 Prozent angestiegen. Auffallend zudem: In der dritten Märzwoche ermittelte idealo einen Anstieg nach Fieberthermometern um 2.968 Prozent.