Das iPad des US-Technologieunternehmens Apple ist der meistverkaufte Tablet-Computer der Welt. Rund ein Drittel aller weltweit verkauften Tablet-Computer sind iPads. Apple ist damit deutlicher Marktführer vor Konkurrenten wie Samsung, ASUS und Amazon. Im April 2010 kam die erste Generation des Gerätes auf den Markt. Das im Oktober 2012 vorgestellte iPad mini machte vor allem den kleinen 7-Zoll-Tablets, wie Amazons Kindle Fire HD und Googles Nexus 7, Konkurrenz. Das iPad Air 2 wurde im Oktober 2014 vorgestellt: Dieses Tablet ist noch dünner, noch leichter und dank der neuen Prozessoren auch noch schneller. 2015 wurde mit dem iPad Pro eine neue Größe eingeführt: 12,9 Zoll. Die Auflösung wurde auf 2048 x 2732 Pixel erhöht, um die sehr hohe Pixeldichte beizubehalten, die neuere iPad-Modelle auszeichnet. Auf diesen sogenannten "Retina-Displays" soll das menschliche Auge die einzelnen Bildschirmpunkte nicht mehr erkennen können, was für ein gestochen scharfes Bild sorgt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bereits in den 90ern arbeitete Apple an der Entwicklung und Produktion von Tablet-ähnlichen Geräten, sogenannten PDAs.
  • Um die Jahrtausendwende begann Apple, ein neues Tablet-Konzept zu erarbeiten.
  • Das Konzept des iPad ist das gleiche wie das des iPhone: Der Touchscreen spielt die entscheidende Rolle.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Vom MessagePad zum iPad
  3. Erfolgsrezept: Design und intuitive Bedienung
  4. Kleiner, schneller, schärfer: die jüngsten Innovationen beim iPad
  5. Das iPad revolutioniert die Mediennutzung
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Mobiles Internet Vergleich

Vom MessagePad zum iPad

Bereits in den 90ern arbeitete Apple an der Entwicklung und Produktion von Tablet-ähnlichen Geräten, sogenannten PDAs. Diese wurden von Apple unter dem Namen „Newton MessagePad“ vertrieben. Die PDAs verfügten bereits über einen Touchscreen, die Bedienung erfolgte jedoch mit einem speziellen Stift. 1998 wurde das MessagePad im Rahmen einer Neustrukturierung von Apple unter Steve Jobs eingestellt.

Um die Jahrtausendwende begann Apple, ein neues Tablet-Konzept zu erarbeiten. Das Ergebnis war zunächst das iPhone, welches 2007 auf den Markt kam. Viele Beobachter bewerteten das Smartphone aufgrund seines großen Touchscreens als revolutionär. Für dessen Bedienung war ab sofort kein Stift mehr nötig, denn der Bildschirm reagiert auf Berührungen mit der menschlichen Hand.

Drei Jahre später startete das iPad seine Erfolgsgeschichte. Das Konzept des iPad ist das gleiche wie das des iPhone: Der Touchscreen spielt die entscheidende Rolle. Nur ist das iPad viel größer und nicht zum Telefonieren geeignet. Vielmehr soll der Tablet-Computer als handliches Unterhaltungsmittel auf dem Sofa oder für unterwegs dienen.

Erfolgsrezept: Design und intuitive Bedienung

Mit iPhone und iPad ist Apple ein großer Wurf gelungen. Beide Geräte entpuppten sich schnell als Verkaufsschlager. Skeptiker waren sich dabei anfangs nicht sicher, ob das iPad ein ebenso großer Erfolg wird, wie das iPhone. Kritik gab es vor allem, weil das Gerät weder über externe Schnittstellen für USB-Sticks oder Speicher-Karten, noch über eine Kamera verfügte. Das Abspielen von Flash-Inhalten ist auf dem iPad ebenfalls nicht möglich. Zudem hatten schon andere Hersteller viele Jahre vorher vergeblich versucht, Tablet-Computer am Markt zu etablieren. Warum sollte es ausgerechnet das iPad nun schaffen?

Doch alle Kritiker wurden eines besseren belehrt: Das iPad verkaufte sich innerhalb von einem Monat nach Marktstart bereits eine Million Mal. Das reibungslose Zusammenspiel von Hardware und Software gilt als Erfolgsrezept des iPad. Das Design und die einfache, intuitive Bedienung kommen bei den Verbrauchern gut an. Insbesondere die große Auswahl an Spielen und Programmen, sogenannten Apps, stellt für viele Verbraucher ein entscheidendes Kaufkriterium dar. Einen großen Anteil am Erfolg hat natürlich auch die Marketingstrategie von Apple.

Apple reagierte teilweise auf die Kritik zur ersten Generation des iPad und stattete das Nachfolgemodell unter anderem mit zwei Kameras aus. Andere Hersteller reagierten auf den iPad-Erfolg und brachten ebenfalls neue Tablet-Computer auf den Markt, größtenteils mit dem Google-Betriebssystem Android. Das Galaxy Tab von Samsung verfügt über einige der fehlenden Funktionen des iPad, zum Beispiel volle Flash-Unterstützung. Trotzdem kommen die Konkurrenz-Geräte bislang nicht annähernd an die Verkaufszahlen von Apple heran.

Kleiner, schneller, schärfer: die jüngsten Innovationen beim iPad

2017 schaffte Apple die Reihe iPad Air ab: Der Nachfolger des iPad Air 2 wurde einfach unter dem Namen „iPad“ vorgestellt. Mit 478 Gramm und 7,5 Millimeter war das neue Modell allerdings auch schwerer und dicker als das iPad Air 2 (444 Gramm bzw. 6,1 Millimeter).

Im März 2016 wurde das verkleinerte iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display vorgestellt. Mit diesem Modell wurde das Apple-Tablet deutlich handlicher: Der „große Bruder“ maß zuvor noch 12,9 Zoll. Hier hatte das Retina-Display mit 2732x2048 die höchste Auflösung aller iOS-Geräte. Das kleinere iPad Pro verfügt „nur“ über 2048 x 1536 Pixel, dafür jedoch über ein Display, das sich seiner Umgebung anpasst und kaum spiegelt. Als Prozessor ist weiterhin der A9X an Bord, die Kamera wurde dagegen auf iPhone-Niveau verbessert.

Der letzte Vertreter der Mini-Reihe, das iPad mini 4, erschien September 2015 in den Läden: mit 7,9-Zoll-Display, A8-Prozessor und 8-Megapixel-Kamera, dabei noch dünner (6,1 mm) und leichter (299 Gramm) als seine handlichen Vorgänger.

Das iPad revolutioniert die Mediennutzung

Nutzer können mit dem iPad entweder per WLAN oder UMTS eine Verbindung zum Internet herstellen. Für die UMTS-Variante benötigt man ein entsprechendes iPad-Modell mit einem SIM-Karten-Einschub sowie einen Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter. Auf diese Weise können die iPad-Nutzer auch unterwegs im Web surfen oder ihre E-Mails checken.

Mehrere Umfragen haben inzwischen ergeben, dass iPad-Besitzer überwiegend zu Hause von ihrem Tablet-Computer Gebrauch machen. Am liebsten surfen die Nutzer mit dem iPad im Internet und lesen Tageszeitungen, Nachrichten oder Magazine. Auch Fotos, Spiele und der Kalender gehören zu den beliebtesten Anwendungen der iPad-Besitzer.

Weil das iPad sehr handlich und gut zu transportieren ist, haben es viele Nutzer fast rund um die Uhr in greifbarer Nähe und nehmen es auch mit auf Reisen. Es ermöglicht das bequeme Lesen von Online-Magazinen am Frühstückstisch oder in der U-Bahn. Viele Verlagshäuser reagierten mit speziellen iPad-Versionen ihrer Magazine, Zeitungen oder Nachrichtenseiten. Wie eine Studie belegt, sind die iPad-Nutzer auch zunehmend bereit, für diese Angebote zu zahlen. Dies stellt eine große Chance für die Verlagshäuser dar, denn mit den neuen digitalen Angeboten können sie Verluste im Printgeschäft relativieren.

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