Internet zu Hause: Bei Powerline-Adaptern auf Details achten

05.09.2020 | 10:00

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Hamburg – Scheitert die WLAN-Versorgung an Wänden, Decken oder der Entfernung, kann Powerline helfen – die Technologie schickt das Internet durch die Stromleitung. Das sollten Nutzer wissen.

Immer auf den Gerätestandard achten

Nicht alle Adapter sind miteinander kompatibel, die meisten verwenden den Standard "Homeplug AV", berichtet die "Computerbild". Geräte unterschiedlicher Hersteller und Tempoklassen ließen sich zwar miteinander verbinden, jedoch bremsten dann langsamere die schnelleren Adapter aus.

Einige Powerline-Geräte nutzten bereits den neuen Standard "G.hn". Der sorgt den Experten zufolge zwar für höheres Tempo, mache die Adapter aber inkompatibel mit "Homeplug AV"-Geräten. "G.hn"- und "Homeplug AV"-Adapter ließen sich zwar parallel als zwei voneinander getrennte Netzwerke betreiben. Allerdings störten sie sich dann gegenseitig, so dass sie jeweils nicht das volle mögliche Tempo erreichten.

Wenn andere Stromverbraucher stören

Je nach Wohnsituation können aber noch weitere Faktoren die Powerline-Adapter bremsen. Ein Problem bleibt den Angaben zufolge auch bei Powerline die Distanz: Unter einer weiten Strecke, die die Daten auf der Stromleitung zurücklegen müssen, leide das Tempo. Und andere Geräte, die auf der Leitung eingesteckt sind, bremsen: In einem Test senkten etwa zwei Smartphone-Netzteile, zwei Schreibtischlampen und ein Router das Tempo um bis zu 60 Prozent.

Immerhin: Die Einrichtung der Adapter ist den Experten zufolge kinderleicht. Viele Sets seien schon ab Werk miteinander gepaart, und fanden sich nach dem Einstecken in die Steckdosen von allein – oder es war zum Koppeln nur ein kurzer Tastendruck an beiden Geräten nötig. Die Steuerung der Adapter erfolgt in aller Regel über Einstellungsseiten im Browser. Diese öffnen sich, wenn man in die Adresszeile die IP-Adresse des Adapters eingibt.

Mindestens zwei Adapter notwendig

Powerline funktioniert nach folgendem Prinzip: Ein Adapter wird immer per LAN-Kabel an den Router angeschlossen und in eine Wandsteckdose gesteckt. Beliebig viele weitere Adapter lassen sich überall dort im Haus ebenfalls in Wandsteckdosen platzieren, wo das WLAN-Signal schwächelt oder gar nicht ankommt. Sie verbinden sich mit dem Adapter am Router und tauschen die Daten über die Hausstromleitung aus. Je nach Modell haben die Adapter nur LAN-Buchsen, um das Internetsignal weiterzugeben, oft aber zusätzlich auch WLAN.