Handys und Notebooks vor der Sommerhitze schützen

29.06.2010 | 11:19

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Die Sonne brennt, und wer kann, sucht sich ein möglichst kühles Plätzchen. Doch während die Besitzer von Handys, Notebooks, Navis &Co. im Schatten sitzen oder den Ventilator anwerfen, werden die Geräte oft vergessen. Damit das nicht passiert, gibt die Computerzeitschrift „Chip“ Tipps, wie auch Ihre elektronischen Begleiter cool bleiben – und berichtet, was passieren kann, wenn sie doch einen „Sonnenstich“ abbekommen.

Das Auto ist und bleibt die größte Hitzefalle. Wer auch noch in der prallen Sonne parkt und seine mobile Hardware im Auto liegen lässt, geht laut „Chip“ ein hohes Risiko ein. Dem ADAC zufolge steigt die Temperatur im Wageninneren dann schnell auf bis zu 60 Grad Celsius an. Handys, die auf dunklen Armaturenbrettern abgelegt werden, haben sogar mit über 70 Grad zu kämpfen. Aber auch auf der sonnigen Fensterbank im Büro, beim Picknick im Grünen oder am Strand droht der Hitzetod, denn Akkus, Prozessoren und Displays sind sensibel.

Böse Überraschungen für Hightech-Geräte

Akkus sind extrem hitzeempfindlich. Ist es warm, altert der Akku wesentlich schneller. Schon bei einem Temperaturanstieg von zehn Grad laufen laut „Chip“ die elektrochemischen Prozesse im Inneren des Akkus doppelt so schnell ab wie sonst. Die Folge: die Leistung sinkt, der Akku geht früher kaputt. Außerdem entlädt sich der Akku bei Hitze schneller.

Auch Displays und Touchscreens mögen keine Sonne. Besonders bei Handys besteht die Gefahr, dass sich der Bildschirm irgendwann verflüssigt und man vor lauter Flimmern nichts mehr erkennen kann. Hat man Glück, tritt dieses Symptom nur vorübergehend auf – hat man Pech, bleibt der Schaden.

Notebooks können schnell einmal überhitzen. Besonders empfindlich sind zum Beispiel Grafikkarte und Prozessor. Auch ärgerlich: durch die Hitze können die Laufwerke klemmen. „Chip“ warnt außerdem, dass Laptops bereits im Standby-Modus Probleme mit hohen Temperaturen bekommen können.

Falls doch etwas passiert, bleibt man in den meisten Fällen auf dem Schaden sitzen. Die Herstellergarantie greift so gut wie nie bei Hitzeschäden.

Coole Tipps für heiße Tage

Elektronische Geräte fühlen sich laut „Chip“ bei 20 Grad Celsius am wohlsten. Am besten ist es also, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und Handy, Notebook, MP3-Player und Co. an möglichst kühlen Stellen zu platzieren. Im geparkten Auto wäre das zum Beispiel der Kofferraum – dort ist es am kühlsten, und die Geräte müssen wenigstens keine direkte Sonneneinstrahlung aushalten.

Lässt sich die Sonne nicht vermeiden, sollten die Geräte wenigstens zugedeckt werden. Beim Picknick das Handy zum Beispiel lieber im Rucksack lassen oder im Freibad mit einem Badetuch oder T-Shirt abdecken. Schutzhüllen sind immer gut, „Chip“ rät zu Stoff oder Neopren. Von Plastikhüllen sollte man dagegen besser die Finger lassen, da sie bei großer Hitze schmelzen können.

Wenn man das Gerät nicht unbedingt benötig: bei hohen Temperaturen lieber ganz abschalten und auch auf den Standby-Modus verzichten.

Wenn es doch passiert ist

Hat man das Handy oder Navi trotz aller guten Vorsätze im Auto vergessen oder den Laptop auf dem Balkon stehenlassen, empfiehlt „Chip“, das Gerät erst einmal auszuschalten und bei Zimmertemperatur abkühlen zu lassen. Dabei bitte nicht übertreiben – im Kühlschrank hat Unterhaltungselektronik nichts zu suchen! Einschalten sollten Sie das Gerät erst nach dem Abkühlen wieder, Sie müssen sich also etwas gedulden bevor Sie testen können, ob noch alles funktioniert.