Verbraucher-Atlas: Wohnungseinbruch

Einbrüche in Deutschland

In welchen Großstädten gibt es die meisten Wohnungseinbrüche? Welche Städte sind vergleichsweise sicher? Diese und weitere Zahlen zu Einbrüchen und Hausratversicherungen finden Sie hier.

Wohnungseinbrüche in ausgewählten Großstädten

Augsburg – die sicherste Großstadt

Unter den 82 deutschen Großstädten wird am häufigsten in Bremen, Bonn, Bremerhaven, Saarbrücken und Hamburg eingebrochen. Pro 100.000 Einwohner gab es dort zwischen 278 und 234 Einbrüche im Jahr 2019. Das zeigen die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik, die das Bundeskriminalamt veröffentlicht. Unsere Karte zeigt jeweils die 10 Großstädte, in denen am häufigsten und am seltensten eingebrochen wird.

Die sichersten Großstädte liegen in Bayern – Augsburg, Erlangen und Regensburg, wo es 26 bis 34 Wohnungseinbrüche je 100.000 Einwohner gab. Bayern ist auch das Bundesland mit der niedrigsten Einbruchquote (33 Fälle je 100.000 Einwohner). Wenige Fälle gab es ebenfalls in Thüringen (47) und Mecklenburg-Vorpommern (55).

Viele Einbrüche verzeichneten erwartungsgemäß die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin. Im Bundesländervergleich folgen danach Schleswig-Holstein (155) und Nordrhein-Westfalen (150).

Zahl der Einbrüche fast halbiert

Wohnungseinbrüche in Deutschland sind in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. 2015 hatte die Zahl mit 167.000 Fällen noch einen Höchststand in diesem Jahrtausend erreicht. 2019 waren es nur noch 87.000 Fälle und damit 48 Prozent weniger. Das war der niedrigste Stand in der Statistik des Bundeskriminalamtes seit 1987.

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Kosten für die Hausratversicherung (100 qm)

Stadt Einbrüche Fälle je 100.000 Ew. Hausratversicherung
Bremen 1582 278 61,94 Euro
Bonn 829 253 51,59 Euro
Bremerhaven 279 246 53,93 Euro
Augsburg 76 26 35,78 Euro
Erlangen 32 29 35,78 Euro
Ingolstadt 47 34 36,86 Euro

Hausratversicherung schon unter 40 Euro im Jahr

Für einen durchschnittlichen Wohnungseinbruch zahlt der Versicherer rund 3.000 Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mitteilt. Deshalb ist eine Hausratversicherung für jeden Haushalt sinnvoll. Im Vertrag sind neben den Einbruchdiebstählen in Wohnung und Keller auch Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser abgesichert.

Dieser Vertrag kostet 35 bis 65 Euro pro Jahr in den ausgewerteten Großstädten – nur in Köln und Berlin ist der Vertrag erst ab 85 Euro zu haben. Berechnet wurden die Tarife für einen 100-Quadratmeter-Haushalt mit einer Versicherungssumme von mindestens 65.000 Euro. Wer zusätzlich Fahrräder für 2.000 Euro außer Haus versichern möchte, muss mit Zusatzkosten von 30 bis 50 Euro rechnen.

Fast jeder zweite Einbruch bleibt ein Versuch

Die Polizeiliche Kriminalstatistik zählt zu den Wohnungseinbrüchen auch die Versuche, bei denen der Einbrecher daran gescheitert ist, die Tür aufzubrechen oder das Fenster aufzuhebeln. Der Anteil dieser Versuche ist kontinuierlich gestiegen. Lag er Anfang der Neunzigerjahre noch bei rund 30 Prozent, erreichte er im vergangenen Jahr 45 Prozent. Trotzdem entstehen schon beim Einbruchsversuch teilweise teure Schäden. Auch dafür zahlt die Hausratversicherung.

Grobe Fahrlässigkeit einschließen

Sind Einbrecher zum Beispiel durch ein gekipptes Fenster in die Wohnung eingestiegen, dann haben die Bewohner grob fahrlässig gehandelt. Gleiches kann bei einer nicht abgeschlossenen Haus- oder Wohnungstür gelten. Bei vielen alten Verträgen – ohne Schutz bei grober Fahrlässigkeit – muss der Versicherer den Schaden dann nicht komplett bezahlen. Neue Tarife schließen mehrheitlich diese grob fahrlässig verursachten Schäden ein, auch alle Tarife in unseren Modellrechnungen. Das heißt, dann zahlt der Versicher ohne Abzug. Neben einer guten Versicherung helfen zusätzliche Sicherungen im Haus – wie abschließbare Fenstergriffe, Rollläden, ein zweites Türschloss oder eine Alarmanlage.

Daten zu Einbrüchen hat auch das Kriminologische Institut Niedersachsen erhoben. Danach ist der Dezember Spitzenreiter bei den Einbrüchen, gefolgt von November und Oktober. Übrigens kommen Einbrecher nur selten nachts nach 22 Uhr. Über 40 Prozent der Taten passieren zwischen 16 und 22 Uhr, fast genauso viele zwischen 10 und 16 Uhr.

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