Seit dem Jahr 2000 gibt es keinen gesetzlichen Anspruch mehr auf Berufsunfähigkeitsrente. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt nur bei voller oder teilweiser Erwerbsunfähigkeit. Das bedeutet für Sie konkret, dass Sie dieses Risiko nur durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abdecken können. Dabei ist es sehr wichtig, die Leistungen und Prämien der einzelnen Angebote miteinander zu vergleichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt nur unter bestimmten Bedingungen eine Berufsunfähigkeitsrente.
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung greift schon deutlich eher und zwar sobald die Erwerbsfähigkeit unter 50 Prozent sinkt.
  • Heutzutage wird jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte während seines Arbeitslebens berufsunfähig.

Was bedeutet Berufsunfähigkeit?

Berufsunfähigkeit bedeutet, dass Sie Ihren erlernten Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können, sei es durch physische oder psychische Leiden. Das kann durch einen Unfall, eine Krankheit oder durch Invalidität hervorgerufen werden. Dabei muss ein medizinisches Gutachten zweifelsfrei ergeben, dass Sie berufsunfähig sind. Möglich ist auch, dass nur eine teilweise Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Das bedeutet, dass Sie Ihren Beruf noch zum Teil ausüben können, zum Beispiel sieben Stunden am Tag.

Was ist die gesetzliche Grundlage zur Berufsunfähigkeit?

Geregelt ist die Berufsunfähigkeit im §240 Absatz 2 SGB VI. Darin ist geregelt, dass nur derjenige als berufsunfähig gilt, der seinen Beruf aus Krankheit oder Behinderung im Vergleich zu vollständig gesunden Erwerbsfähigen weniger als sechs Stunden ausüben kann. Wer eine zumutbare Tätigkeit vollschichtig ausüben kann, gilt jedoch nicht als berufsunfähig.

Welchen Schutz bietet der Staat bei verminderter Erwerbsfähigkeit?

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet seit dem Jahr 2000 nur noch finanzielle Unterstützung bei voller oder teilweiser Erwerbsminderung. Selbst diese gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht meist jedoch nicht aus, um Sie nicht in eine finanzielle Notlage geraten zu lassen. Anders als bei der Berufsunfähigkeitsrente zahlt der gesetzliche Schutz die volle Rente erst, wenn die Person auf unabsehbare Zeit weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kann. Teilweise Erwerbsfähigkeit liegt vor, wenn eine Person zwischen 3 und 6 Stunden arbeiten kann.

Kommt es in Folge eines Arbeitsunfalls zu verminderter Erwerbsfähigkeit, tritt der Berufsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung in Kraft.

Warum brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung greift schon deutlich eher und zwar sobald die Erwerbsfähigkeit unter 50 Prozent sinkt. Außerdem kann die Höhe der Rente selbst bestimmt werden und bietet somit einen bessern Schutz als die gesetzliche Variante. In der Regel zahlt der Versicherer sowohl bei Berufsunfähigkeit als auch bei Erwerbsunfähigkeit und gleicht somit den Verdienstausfall annähernd aus. Der Ausgleich ist je nach Versicherung unterschiedlich, daher sei noch einmal erwähnt, wie wichtig der Vergleich der verschiedenen Versicherer ist.

Kommt eine Berufsunfähigkeit häufig vor?

Heutzutage wird jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte während seines Arbeitslebens berufsunfähig. Natürlich ist dies ein dramatisches Ereignis im Leben der Betroffenen und die daraus resultierenden Folgen sind schwer einzuschätzen. Seit der Reform der gesetzlichen Rente durch die Agenda 2010 im Jahr 2000 kann Sie nur eine passende Berufsunfähigkeitsversicherung vor finanziellen Schwierigkeiten einer teilweisen oder vollständigen Erwerbsminderung schützen! Um das beste Angebot zu finden, lohnt sich ein Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen.