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Finanziell abgesichert – auch im Ernstfall

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige

Berufsunfähigkeit

Haben Sie schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
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  • Bis zu 433 € sparen

    Berechnungsgrundlage - Jahresersparnis
    Alter: 25 Jahre / Rente: 1.000 Euro / Absicherung bis 67 / Beruf: Industriekaufmann/-frau / Ausbildung: Bachelor / Bürotätigkeit: 100% Bürotätigkeit / Nichtraucher

    Günstigster Jahresbeitrag
    Versicherer: Signal Iduna, Tarif: SI WorkLife EXKLUSIV, Monatliche Zahlung: 29,39 Euro (Jahresbeitrag: 352,68 Euro)

    Teuerster Jahresbeitrag
    Versicherer: Universa, Tarif: SBU, monatliche Zahlung: 65,48 Euro (Jahresbeitrag: 785,76 Euro)

    abgerufen 03/2025, aktuelle Tarife können abweichen

  • Beratung durch BU-Experten – kostenlos & unverbindlich

  • Über 8 Mio. Kunden seit 1998

Verivox-Kunden: 95 Prozent positive Bewertungen auf Trustpilot

4,8 von 5 möglichen Sternen. Damit erzielt Verivox auf dem Kundenbewertungsportal Trustpilot das Prädikat "Hervorragend" im so genannten Trust Score. Fast 50.000 Kunden haben hier schon die Services von Verivox bewertet und ihre Erfahrungen geschildert – 95 Prozent davon positiv. Dabei stammen fast alle Bewertungen von Kunden, die über Verivox ihren Anbieter gewechselt haben und von Verivox eine entsprechende Einladung zur Abgabe einer Bewertung erhalten haben. Die restlichen Bewertungen stammen aus so genannten organischen Bewertungen, die jeder hinterlassen kann, oder aus Weiterleitungen zu Trustpilot von unserer Homepage.

Zu den Auszeichnungen

eKomi-Kundenauszeichnung: 97 Prozent Zufriedenheit

Die eKomi-Kundenauszeichnung ist eine externe, neutrale Bewertungsplattform. Mehr als eine Viertelmillion Verbraucher beurteilten dort bislang den Service von Verivox – und rund 97 Prozent sind zufrieden. Dabei stammen 100% aller Bewertungen von Kunden, welche über Verivox ihren Anbieter gewechselt haben, denn eine Bewertung kann ausschließlich auf Einladung von Verivox abgegeben werden und diese Einladung erhalten nur Kunden, die Verivox tatsächlich für einen Wechsel genutzt haben. Das eKomi-Siegel nimmt tagesaktuell neue Kundenmeinungen auf und fordert so von Unternehmen stetig neue Top-Leistungen ein.

Zu den Auszeichnungen

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Berechnungsgrundlage - Jahresersparnis
Alter: 25 Jahre / Rente: 1.000 Euro / Absicherung bis 67 / Beruf: Industriekaufmann/-frau / Ausbildung: Bachelor / Bürotätigkeit: 100% Bürotätigkeit / Nichtraucher

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Versicherer: Signal Iduna, Tarif: SI WorkLife EXKLUSIV, Monatliche Zahlung: 29,39 Euro (Jahresbeitrag: 352,68 Euro)

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Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige: kurz & knapp

  • Kaum staatliche Absicherung: Selbstständige haben im Ernstfall keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung, Krankengeld oder Erwerbsminderungsrente. Eine private BU ist deshalb unverzichtbar.
  • Was die BU leistet: Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf krankheitsbedingt zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können, voraussichtlich für mindestens sechs Monate.
  • Vertrag: Die Umorganisationsklausel kann dazu führen, dass der Versicherer trotz Berufsunfähigkeit nicht zahlt. Auf ihre Formulierung kommt es an.
  • Kosten: Der Beitrag ist individuell – Berufsgruppe, Alter und Gesundheitszustand spielen die größte Rolle.
  • Steuer: BU-Beiträge sind grundsätzlich absetzbar – der Höchstbetrag ist bei vielen Selbstständigen aber bereits ausgeschöpft.

Inhalt dieser Seite
  1. Warum ist die BU für Selbstständige wichtig?
  2. Was kostet die BU?
  3. Umorganisationsklausel
  4. Leistungen der BU
  5. BU-Beitrag & Steuer
  6. Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung
  7. Häufig gestellte Fragen

Warum ist eine BU für Selbstständige besonders wichtig?

AdobeStock_458956446_Frau mit Laptop und KopfhoererFür Selbstständige oder Freiberufler ist die Arbeitskraft das wichtigste Kapital – und gleichzeitig das größte Risiko. Denn wer dauerhaft nicht mehr arbeiten kann, verdient nichts.

Statistisch gesehen wird jeder Vierte im Laufe seines Arbeitslebens einmal berufsunfähig. Häufige Ursachen sind psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depression sowie Erkrankungen des Bewegungsapparats. Berufsunfähigkeit trifft also jeden Berufsbereich: Handwerker ebenso wie IT-Freelancer.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist ein finanzieller Schutzschirm in einer solchen Situation. Sie zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. So sichern Sie Ihren Lebensstandard – und bekommen den Kopf frei, um wieder gesund zu werden.

Wie sind Selbstständige ohne BU abgesichert?

Kurze Antwort: kaum.

Was Angestellten im Ernstfall hilft – etwa Lohnfortzahlung, Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), gesetzliche Erwerbsminderungsrente (EMR) – steht den meisten Selbstständigen nicht zur Verfügung:

Absicherung
Angestellte
Selbstständige
Lohnfortzahlung (6 Wochen) ✔️
Krankengeld (GKV) ✔️
(in der Regel nicht)
Gesetzliche EMR ✔️
(meist kein Anspruch)

Wer nicht in die Deutsche Rentenversicherung (DRV) einzahlt, hat keinen Anspruch auf die EMR. Davon abgesehen ist die Erwerbsminderungsrente kein Ersatz für ein Erwerbseinkommen. Die durchschnittliche Auszahlung lag laut DRV 2024 bei rund 1.041 Euro monatlich. Das reicht für die meisten nicht aus, um die Lebenshaltung und andere laufende Kosten zu bezahlen.

Ausnahme

Manche Selbstständige zahlen pflichtmäßig in die DRV oder ein Versorgungswerk ein, zum Beispiel Künstler über die Künstlersozialkasse, Handwerker oder Hebammen. Sie haben dann Anspruch auf die EMR. Angesichts der geringen Leistungshöhe ist eine Absicherung über eine private BU trotzdem empfehlenswert.

Was ist eine BU und was leistet sie?

Eine BU-Versicherung zahlt eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr schaffen. Das ist der Fall, wenn Sie weniger als 50 Prozent Ihrer bisherigen Tätigkeit leisten können und dieser Zustand voraussichtlich mindestens sechs Monate anhält.

Ohne BU und ohne EMR-Anspruch bleiben im schlimmsten Fall nur das eigene Vermögen oder am Ende die staatliche Grundsicherung.

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Die passende BU für Selbstständige zu finden, ist eine Frage der richtigen Klauseln. Unsere Versicherungsexperten von Verivox kennen den Markt und finden den Tarif, der optimal zu Ihrer Lebenssituation passt.

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Was kostet die Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige?

Was Sie für die BU zahlen, hängt von mehreren individuellen Faktoren ab. Diese sieben Kriterien bestimmen die Beitragshöhe:

  1. Berufsgruppe: Berufe mit höherem Unfallrisiko oder körperlicher Belastung führen zu höheren Beiträgen als etwa Büroberufe.
  2. Alter: Je älter Sie bei Vertragsabschluss sind, desto höher sind die BU-Kosten. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Berufsunfähigkeit.
  3. Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen führen und den Beitrag erhöhen. Je gesünder Sie sind, desto günstiger wird die BU.
  4. Rentenhöhe: Eine hohe BU-Rente im Versicherungsfall zieht einen höheren Beitrag nach sich.
  5. Vertragslaufzeit: Eine Vertragslaufzeit bis 67 Jahre macht die BU zwar etwas teurer, aber Sie erhalten einen Schutz bis zum gesetzlichen Renteneintritt.
  6. Raucherstatus: Raucher zahlen meist mehr für die BU, da Rauchen das Risiko schwerer Erkrankungen erhöht.
  7. Hobbys: Risikoreiche Sportarten wie Paragliding, Fallschirmspringen oder Tiefseetauchen können einen Kostenaufschlag bedeuten.

Vergleichen lohnt sich

Jeder Versicherer bewertet Risikofaktoren wie Hobbys oder Vorerkrankungen unterschiedlich. Ein Vergleich mehrerer Angebote lohnt sich daher. Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt Ihnen vorab, zu welchen Konditionen Sie versicherbar sind. Sprechen Sie dazu einfach mit unseren Versicherungsexperten bei Verivox – dann ist Ihre Arbeitskraftabsicherung in kurzer Zeit erfolgreich erledigt.

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Wie hoch sollte die BU-Rente sein?

Diese Frage ist für Selbstständige oft schwieriger zu beantworten als für Angestellte, denn ihr Einkommen schwankt.

Die BU-Rente sollte nicht nur den Lebensunterhalt decken, sondern auch laufende finanzielle Verpflichtungen absichern, etwa

  • Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung,
  • Altersvorsorgebeiträge,
  • eventuelle Kredittilgungen und
  • mögliche Mehrkosten im Krankheitsfall.

Mann mit Laptop auf dem Schoß in MotorradwerkstattViele Experten empfehlen, eine monatliche BU-Rente von etwa 60 Prozent des durchschnittlichen Gewinns vor Steuern zu versichern – also des Betrags nach Abzug aller Betriebsausgaben, aber vor Steuern und Sozialabgaben.

Versicherer bemessen die maximale Rentenhöhe am nachgewiesenen Durchschnittsgewinn der letzten drei Jahre.

Existenzgründer, die noch keine drei Jahre selbstständig sind, können diesen Nachweis nicht vollständig erbringen – und sind deshalb oft auf eine geringere maximale BU-Rente beschränkt.

Kostenbeispiele: Was zahlen Selbstständige für eine BU?

Selbstständiger IT-Berater
Selbstständiger Maler und Tapezierer
BU-Rente 2.000 € 2.000 €
Alter bei Vertragsabschluss 30 Jahre 30 Jahre
Monatlicher Beitrag 57,54 € 207,86 €
Versicherer Condor Versicherung HDI

Berechnungsgrundlage: jeweils Nichtraucher, keine relevanten Vorerkrankungen oder risikorelevanten Hobbys, Versicherungsschutz bis zum 67. Lebensjahr. Quelle: Verivox-Vergleich, Stand 04/2026.

Vertragsdetail: Die Umorganisationsklausel

Wer als Angestellter berufsunfähig wird, bekommt seine Rente – Punkt. Für Selbstständige gilt hingegen noch eine besondere Regel: die Umorganisationsklausel.

Sie besagt: Wer seinen Betrieb so umstrukturieren könnte, dass er trotz gesundheitlicher Einschränkungen weiterarbeiten kann, gilt unter Umständen nicht als berufsunfähig. Die Folge: Keine BU-Rente, obwohl die Gesundheit es eigentlich erfordern würde.

Warum gibt es diese Regelung überhaupt?

Selbstständige haben im Gegensatz zu Angestellten die Möglichkeit, ihre Arbeit selbst zu gestalten. Ein Handwerksmeister mit Rückenproblemen könnte theoretisch die körperliche Arbeit an Mitarbeitende delegieren und selbst nur noch organisatorisch tätig sein. In diesem Fall, so die Logik des Versicherers, liegt keine vollständige Berufsunfähigkeit vor.

Eine Umorganisation gilt als unzumutbar, wenn:

  • sie einen erheblichen Kapitaleinsatz erfordert
  • das Einkommen dadurch um mehr als 20 Prozent sinkt (gemessen am Dreijahresdurchschnitt)
  • kein sinnvolles Tätigkeitsfeld verbleibt – eine bloße Beschäftigung auf dem Papier reicht nicht
  • die neue Tätigkeit gesundheitlich ebenfalls nicht zumutbar ist

Worauf sollten Sie beim Abschluss achten?

Die Qualität der Formulierung entscheidet darüber, wie viel Spielraum der Versicherer im Leistungsfall hat. Achten Sie auf folgende Punkte:

Konkrete Grenzwerte statt schwammiger Formulierungen: Gute Tarife definieren klar, ab wann eine Umorganisation unzumutbar ist, etwa durch eine festgelegte Einkommensgrenze von maximal 20 Prozent Verlust. Formulierungen wie "erhebliche Einkommenseinbußen" ohne konkreten Wert lassen zu viel Interpretationsspielraum.

Verzicht bei kleinen Betrieben: Viele Versicherer verzichten bei Betrieben mit weniger als fünf Mitarbeitern auf die Prüfung der Umorganisation. Manche gehen bis zu zehn Mitarbeitern. Prüfen Sie, welche Grenze für Ihren Tarif gilt.

Verzicht bei Akademikern mit Bürotätigkeit: Hat die versicherte Person einen akademischen Abschluss und übt zu mindestens 90 Prozent kaufmännische, planerische oder leitende Tätigkeiten aus, verzichten einige Versicherer ebenfalls auf die Prüfung.

Umorganisationshilfe als Puffer: Manche Tarife bieten eine einmalige Kapitalzahlung, wenn eine Umorganisation tatsächlich als zumutbar gilt – häufig in Höhe von sechs Monatsrenten.

Urteil stärkt selbstständige Handwerker

Bei Selbstständigen kommt es nicht allein darauf an, wie viele Arbeitsstunden sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leisten können. Entscheidend ist, welche Aufgaben den Kern ihres Berufs bilden und den wirtschaftlichen Erfolg ihres Betriebs maßgeblich sind.

Das bestätigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 18. September 2025 (Az. 11 U 97/23): Ein selbstständiger Hufschmied konnte weiterhin Büroarbeiten erledigen, Kunden kontaktieren und zu Terminen fahren. Pferde beschlagen konnte er wegen seiner Rückenbeschwerden jedoch nicht mehr. Damit fiel genau die Tätigkeit aus, mit der er sein Geld verdiente. Ein neues Gutachten bestätigte, dass er seinen Beruf in der bisherigen Form nicht mehr ausüben konnte. Das Gericht entschied daraufhin, dass der Versicherer Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen muss.

Auch der Hinweis auf eine mögliche Umorganisation oder den Einsatz einer Hilfskraft überzeugte die Richter nicht. Für den Ein-Mann-Betrieb war eine solche Umorganisation wirtschaftlich nicht zumutbar.

Hinweis

Die Umorganisationsklausel lässt sich in der Regel nicht aus dem Vertrag streichen. Entscheidend ist, wie sie formuliert ist. Je konkreter die Bedingungen, desto besser für Sie. Ein Tarifvergleich allein reicht hier nicht – das Kleingedruckte zählt.

Unsere Versicherungsexperten von Verivox zeigen Ihnen die Fallstricke auf, erklären Ihnen die Unterschiede zwischen den Tarifen und begleiten Sie bis zur Entscheidung. So wissen Sie genau, was in Ihrem Vertrag steht, bevor Sie unterschreiben.

Beratung anfordern

Was eine gute BU für Selbstständige leisten sollte

Nicht jede Berufsunfähigkeitsversicherung ist gleich gut. Die Unterschiede stecken in den Vertragsdetails.

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Der Versicherer darf Sie bei einem Verzicht auf die abstrakte Verweisung nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten. Eine gute Police zahlt, wenn Sie Ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können – unabhängig davon, ob Sie anderweitig tätig sein könnten.

Faire Umorganisationsklausel

Die Klausel sollte konkrete Grenzwerte enthalten – etwa eine maximale Einkommensminderung von 20 Prozent. Bei kleinen Betrieben sollte der Versicherer ganz auf eine Prüfung verzichten – mehr dazu im vorigen Abschnitt.

Rückwirkende Rentenzahlung

Berufsunfähigkeit wird oft erst Monate nach ihrem tatsächlichen Beginn offiziell festgestellt. Gute Tarife zahlen die Rente rückwirkend ab dem ersten Tag der Berufsunfähigkeit, also ab Beginn des Sechs-Monats-Zeitraums, nicht erst ab dem Zeitpunkt der Anerkennung oder Antragstellung. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass Ihr Vertrag diese Regelung ausdrücklich enthält.

Laufzeit bis 67 Jahre

Der Vertrag sollte mindestens bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter laufen. Endet er früher, entsteht eine Versorgungslücke genau dann, wenn das Risiko am höchsten ist.

Nachversicherungsgarantie

Einkommen und Betrieb entwickeln sich – die Absicherung sollte mithalten. Mit einer Nachversicherungsgarantie lässt sich die vereinbarte Rente bei bestimmten Lebensereignissen erhöhen, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird. Relevante Anlässe sind etwa Heirat, Geburt, Immobilienerwerb oder ein deutlicher Einkommenssprung.

Beitragsdynamik

Eine jährliche Anpassung der Beiträge und der Rentenleistung schützt vor dem schleichenden Wertverlust durch Inflation. So behält die Absicherung auch nach Jahren noch ihre Kaufkraft.

Arbeitsunfähigkeitsklausel

Die Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel) leistet bereits bei längerer Krankschreibung, also noch vor der offiziellen Feststellung einer Berufsunfähigkeit. Besonders relevant ist diese Option, wenn Sie keine private Krankentagegeldversicherung haben.

Orientierung bei der Anbieterwahl

Unabhängige Ratingagenturen wie Franke & Bornberg und Morgen & Morgen bewerten BU-Tarife regelmäßig nach Qualität der Bedingungen und Leistungspraxis. Dies gibt Ihren eine erste Orientierung über die Leistung der Versicherer. Für einen vollständigen Marktüberblick und eine persönliche Einschätzung stehen Ihnen die Versicherungsexperten von Verivox gern zur Seite.

Können Selbstständige die Berufsunfähigkeitsversicherung steuerlich absetzen?

Grundsätzlich schon. Aber ob sich das in der Praxis tatsächlich auswirkt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.

BU-Beiträge zählen steuerlich zu den "sonstigen Vorsorgeaufwendungen" und können als Sonderausgabe in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Für Selbstständige gilt dabei ein jährlicher Höchstbetrag von 2.800 Euro. Zum Vergleich: Angestellte können nur bis zu 1.900 Euro absetzen.

Der Haken in der Praxis

Dieser Höchstbetrag ist bei vielen Selbstständigen bereits durch die Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft. Steuerlich absetzbar sind die BU-Beiträge dann nur noch, wenn der Höchstbetrag noch nicht vollständig erreicht ist.

Kosten als Betriebsausgabe absetzen?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich nur in Ausnahmefällen als Betriebsausgabe absetzen. Das ist möglich, wenn der Vertrag ausschließlich ein berufsspezifisches Risiko absichert. Sobald die Police auch bei allgemeinen Ursachen wie Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall leistet, ist das in der Regel nicht mehr möglich. Weil die steuerliche Abgrenzung im Einzelfall schwierig sein kann, ist eine Rücksprache mit einem Steuerberater sinnvoll.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die BU ist und bleibt die umfassendste Absicherung der Arbeitskraft. Kein anderes Produkt auf dem deutschen Versicherungsmarkt bietet vergleichbaren Schutz. Dennoch gibt es Situationen, in denen sie nicht infrage kommt: Vorerkrankungen können die Beiträge in die Höhe treiben, zu Leistungsausschlüssen führen oder eine Ablehnung durch den Versicherer bedeuten. Manchmal ist es auch schlicht eine Frage des Budgets.

Für Selbstständige gilt dabei besonders: Irgendeine Form der Absicherung ist besser als keine. Denn staatliche Leistungen sind, wie wir weiter oben gesehen haben, kaum zu erwarten. Wer keine BU abschließen kann oder möchte, hat folgende Alternativen:

  • Private Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Sie ist oft günstiger als die BU. Aber die Bedingungen für eine Leistung sind streng: Sie zahlt erst, wenn Sie weniger als drei Stunden täglich irgendeiner Tätigkeit nachgehen können.
  • Private Unfallversicherung: Sie sichert bleibende Schäden durch Unfälle ab, zu einem meist günstigeren Beitrag. Krankheiten sind nicht abgedeckt. Diese zählen aber zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit.
  • Grundfähigkeitsversicherung: Sie versichert grundlegende Fähigkeiten wie Sehen, Hören oder das Heben schwerer Gegenstände. Die Beiträge sind günstiger als bei der BU, dafür ist der Leistungsrahmen deutlich enger definiert.

Einen ausführlichen Überblick aller Möglichkeiten finden Sie in unserem Ratgeber zu den Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzversicherung

Eine BU lässt sich auch als Ergänzung zu einer Risikolebens- oder Rentenversicherung abschließen. Das kann je nach Produkt steuerliche Vorteile bieten, bringt aber auch Einschränkungen beim Leistungsspektrum und bei der späteren Auszahlung mit sich.

Für die meisten Unternehmer und Freelancer empfiehlt sich die BU als selbständige Police, um maximale Flexibilität zu behalten.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Selbstständige können über die Berufsunfähigkeitsversicherung die Einkommenseinbußen auffangen, die sie bei Berufsunfähigkeit erleiden würden. So kann im schlimmsten Fall eine Insolvenz abgewendet werden.

Ob angestellt oder selbstständig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Sie für den Fall ab, dass Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Sie ist für nahezu alle Berufsgruppen eine sinnvolle Basis-Absicherung.

Berufsunfähigkeit tritt ein, wenn ein bestimmter Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Bei einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung ist es unerheblich, ob die Ausübung eines anderen Berufs möglich wäre. Sie zahlt die vertraglich vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente bestenfalls rückwirkend ab dem ersten Tag der Berufsunfähigkeit.

In der Regel können sich die monatlichen Kosten auf 50 bis 150 Euro belaufen, je nach Angaben.

Die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung können grundsätzlich steuerlich geltend gemacht werden. Sie werden in der Steuererklärung in der Anlage „Vorsorgeaufwand“ eingetragen. Allerdings kann für diese Anlage nur eine jährliche Höchstgrenze steuerlich geltend gemacht werden, welche meistens bereits durch die Zahlungen für die Kranken- und Pflegeversicherung erreicht ist.

Jenny Gebel

Geschrieben von:
Jenny Gebel, Content Manager Insurance

Geprüft von:
Janis Bartels, Director Sales Insurance

Stand: 28.07.2026