Photovoltaik-Förderung: Alle Möglichkeiten auf einen Blick

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wer eine Solaranlage auf seinem Dach installieren will, kann verschiedene Förderungen nutzen.
  • Der Bund unterstützt die heimische Erzeugung von Sonnenstrom über die Einspeisevergütung.
  • Aber auch Städte, Gemeinden und Energieversorger legen Förderprogramme auf.

Einspeisevergütung nach dem EEG

Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Betreiber von Photovoltaik-Anlagen eine feste Vergütung für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Wie hoch diese ausfällt, richtet sich zum einen nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Darüber hinaus sind die Vergütungssätze abhängig von der Anlagengröße und der Art der Aufstellung (Dachanlage, Freiflächenanlagen, PV-Anlagen auf versiegelten und Konversionsflächen). Generell lässt sich sagen: Die Vergütung je Kilowattstunde ist umso höher, je früher eine Anlage in Betrieb ging und je kleiner die Anlage konzipiert ist. Die jeweils gültige Einspeisevergütung wird für das Jahr der Inbetriebnahme und im Anschluss 20 weitere Jahre garantiert. Welche Vergütungssätze unter welchen Voraussetzungen gezahlt werden, erfahren Interessierte auf der Solarstrom ins öffentliche Netz sorgt für eine sichere Rendite. Wegen der sinkenden Vergütung und den steigenden Strompreisen wird jedoch auch der Eigenverbrauch immer attraktiver. Ein möglichst hoher Eigenverbrauch gelingt mit Stromspeichersystemen. Wer also nur seinen Strom-Überschuss in Netz einspeist, kann doppelt profitieren.

Förderkredit der KfW-Bank

Speziell zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen hat die Einspeisevergütung und den Eigenbedarf als Einnahmen verbuchen und darauf Steuern zahlen.

Betreiber, deren jährliche Einnahmen die Grenze von 17.500 Euro nicht übersteigen, haben die Wahl: Sie können von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen und sich so von der Zahlung der Umsatzsteuer befreien lassen. Aktuelle Steuertipps für Betreiber von Photovoltaikanlagen hat der Bund der Energieverbraucher zusammengestellt.

EEG-Förderung wurde umgekrempelt

Die Bundesregierung hat die EEG-Förderung 2017 umgestellt – weg von festen Vergütungssätzen hin zu mehr Wettbewerb. Wer seither eine Förderung für seinen Wind- oder Solarpark erhalten will, muss gegen andere Betreiber von Ökostromanlagen antreten. Den Zuschlag bzw. die Förderung erhält derjenige, der seine Anlage am wirtschaftlichsten betreibt und die geringste Förderung benötigt. ABER: Kleine und mittlere Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von bis 750 kW sind von dieser Regelung ausgenommen und werden weiter nach festen Vergütungssätzen gefördert.