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Inhalt dieser Seite
  1. Was ist eine Solaranlage?
  2. Welche Vorteile bieten Solaranlagen?
  3. Welche Solaranlage brauche ich?
  4. Wie groß muss die Solaranlage sein?
  5. Was kostet eine Solaranlage?
  6. Alternativen zum Solaranlagen-Kauf
  7. Förderung für Solaranlagen
  8. Wann lohnt sich die Errichtung?

Was ist eine Solaranlage?

Eine Solaranlage bezeichnet eine Vorrichtung, die Sonnenenergie in Strom oder Wärme umwandelt. Für Privathaushalte gibt es relativ große Solaranlagen, die das gesamte Haus mit Strom versorgen, die Heizung unterstützen oder die Wärme für die Warmwasserbereitung liefern. Kleinere Anlagen dienen beispielsweise für die Heizung des Pools, für die Stromversorgung eines Wohnmobils oder Gartenhauses. Kleine, tragbare Solaranlagen sind für Camper und auf Trekkingtouren nützlich.

Eine Solaranlage besteht aus Solarzellen, die die Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandeln. Dieser Strom kann entweder direkt verbraucht, gespeichert oder in das öffentliche Netz eingespeist werden. Wer selber erzeugten Strom in das Stromnetz einspeist, erhält dafür über 20 Jahre eine Einspeisevergütung. Deren Höhe ist von dem Errichtungsjahr der Solaranlage abhängig. Eine Solaranlage zur Wärmegewinnung, auch Solarthermie-Anlage genannt, besteht aus Sonnenkollektoren, die Sonnenwärme speichern und an eine Flüssigkeit abgeben. Diese wird in das Haus gepumpt und gibt die aufgenommene Wärme an die Heizungsanlage oder einen Warmwassertank ab.

Welche Vorteile bieten Solaranlagen?

Solaranlagen erzeugen umweltfreundlichen Strom oder Wärme. Der „Brennstoff“ wird von der Natur kostenlos geliefert. Der Nutzer muss also nur einmalig die Anlagenkosten tragen. Mit Dach-Solaranlagen, die der Stromerzeugung dienen, kann der Besitzer sogar langfristig Geld verdienen. Bei der Wärmeerzeugung durch Solarenergie spart der Nutzer ungefähr die Hälfte der Heizkosten ein.

Welche Solaranlage brauche ich?

Es muss eine entsprechende, hinreichend große Fläche zur Verfügung stehen. Solarzellen werden in Solarpaneelen zusammengefasst, die meist auf dem Dach montiert werden. Für ein Flachdach wird eine Unterkonstruktion benötigt, die die Paneele im richtigen Winkel anordnet. Da der von der Solaranlage erzeugte Strom Gleichstrom ist, die meisten technischen Geräte aber für Wechselstrom ausgelegt sind, wird ein Wechselrichter benötigt, der die Stromumwandlung vornimmt. Eine Speicherbatterie sorgt dafür, dass auch nachts oder bei bedecktem Himmel Strom zur Verfügung steht. Für die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz ist ein Zähler erforderlich. Natürlich müssen die Einzelteile miteinander verkabelt werden.

Wie groß muss die Solaranlage sein?

Die Größe der Solaranlage hängt davon ab, wozu sie dienen soll:

  • Versorgung eines Einfamilienhauses mit Strom
  • Stromerzeugung für ein Wohnmobil oder für das Zelt auf dem Campingplatz
  • Erzeugung des Stroms für einen Campingkocher auf einer Trekkingtour

Auch der Standort hat einen Einfluss auf die benötigte Anlagengröße. Günstig sind Stellwinkel der Paneele zwischen 30 und 50° und eine Ausrichtung, die nicht nach Norden geht. Verschattungen durch hohe Häuser oder Bäume senken den Wirkungsgrad, dann muss die Anlage größer sein als unter optimalen Bedingungen. Ebenso hat das Material der Solarzellen einen Einfluss auf die Menge des gewonnenen Stromes. Um ein Kilowatt Strom zu erzeugen, werden zwischen 7 und 15 Quadratmetern Fläche benötigt.

Was kostet eine Solaranlage?

Eine Solaranlage zur Stromerzeugung für ein Einfamilienhaus sollte zwischen fünf und acht Kilowatt Strom erzeugen. Je nach Lage und verwendetem Material sind dazu 40 bis 80 Quadratmeter Fläche erforderlich. Der zukünftige Anlagen-Besitzer muss mit Kosten zwischen 8.500 und 13.000 € rechnen. Soll eine Solaranlage zur Wärmeerzeugung installiert werden, liegen die Kosten zwischen 4.200 und 9.300 €. Dies hängt davon ab, ob nur die Warmwasserbereitung oder die komplette Heizung unterstützt werden soll.

Welche Alternativen gibt es zum Kauf einer Solaranlage?

Statt selber in eine Solaranlage zu investieren, kann der Hausbesitzer in vielen Orten eine solche Anlage mieten. Er stellt dann den Platz, meist auf dem Dach des Hauses, zur Verfügung und schließt einen mehrjährigen Mietvertrag für die Anlage ab. Die Kosten für die Installation, die Wartung und eventuelle Reparaturen während der Vertragslaufzeit übernimmt der Anbieter. Den von der Anlage produzierten Strom kann der Hausbesitzer selber verwenden oder in das öffentliche Netz einspeisen.

Welche Fördermöglichkeiten bestehen für Solaranlagen?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt für Solaranlagen zinsvergünstigte Kredite. Die Höhe und Laufzeit dieser Kredite ist davon abhängig, ob die Anlage in einem Neubau oder einem Altbau installiert werden soll. In manchen Regionen gibt es zusätzliche Förderprogramme von Städten, Gemeinden oder Bundesländern. Fachfirmen vor Ort können den zukünftigen Anlagenbesitzer sowohl zu diesen Förderprogrammen als auch über zu der Dimensionierung der Anlage beraten.

Wann lohnt sich die Errichtung einer Solaranlage?

Auch wenn die Einspeisevergütung für solar erzeugten Strom ständig sinkt, lohnt sich eine Solaranlage zur Stromerzeugung in den meisten Fällen. Hierzu sollte möglichst viel des erzeugten Stromes zum Eigenverbrauch genutzt werden. Der dadurch gesparte Strompreis ist in der Regel höher als die Einspeisevergütung. Hersteller garantieren die Lebensdauer einer Solaranlage für 20 Jahre.

Thermische Solaranlagen

Thermische Solaranlagen findet man meist in der Haustechnik. Sie machen die Wärme aus der Sonneneinstrahlung im kleineren Maßstab nutzbar und liefern Wärmeenergie im niedrigen Temperaturbereich hauptsächlich für die direkte Verwendung im Haushalt. Thermische Solaranlagen dienen der Wassererwärmung zum Baden, Duschen oder Spülen sowie der Erwärmung der Wohnräume. Hierzulande können mit thermischen Solaranlagen üblicherweise 50 bis 60 Prozent des Energiebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser gedeckt werden.

Eine thermische Solaranlage besteht aus einem Kollektor, der einen großen Teil der Energie des Sonnenlichts absorbiert und diese auf die so genannte Solarflüssigkeit überträgt. Die Solarflüssigkeit (auch Wärmeträgerflüssigkeit genannt) zirkuliert innerhalb des Solarkreislaufs und transportiert die Energie vom Kollektor zum Solarwärmespeicher und wieder zurück. Der Speicher ermöglicht es, die eingefangene Wärme unabhängig von der aktuellen Sonneneinstrahlung nutzen zu können.

Thermische Solarkraftwerke

Thermische Solarkraftwerke ermöglichen es ebenfalls, Wärme zu gewinnen – im Vergleich zur thermischen Solaranlage jedoch in einem größeren, industriellen Maßstab und bei weit höheren Temperaturen. Die durch die Sonnenenergie gewonnene Wärme wird dabei hauptsächlich in Strom umgewandelt.

Thermische Solarkraftwerke unterscheiden sich von thermischen Solaranlagen jedoch nicht nur durch ihre Kapazität. Denn während bei den kleineren Solaranlagen in der Regel ein flacher Absorber auch diffuses Licht ausnutzt, kommen bei Solarkraftwerken Spiegel zum Einsatz, die das direkte Sonnenlicht bündeln.

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