Das ZTE Axon 7 Mini im Test: Von wegen Mini

Heidelberg – Das ZTE Axon 7 Mini fällt nur minimal kleiner aus als das ZTE Axon 7 und hat ebenfalls Alu-Unibody, Stereo-Frontlautsprecher und Fingerabdruck-Sensor zu bieten – zum weit geringeren Preis von 299 Euro statt 449 ohne Vertrag. Alle Infos und Unterschiede zum Flaggschiff Axon 7 testet unser Verivox-Experte für Sie.

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Bild: ZTE Axon 7 mini Bild: ©ZTE Deutschland GmbH / Text: Verivox

„Mini“- oder „Kompakt“-Varianten großer Flaggschiffe sind inzwischen Gang und Gäbe. Doch im Fall des ZTE Axon 7 Mini täuscht die Bezeichnung „Mini“: Denn der Touchscreen entspricht mit 5,2 Zoll respektive 132 Millimeter exakt dem Durchschnitt. Außerdem ist er in der Fläche gerade mal 9 Prozent kleiner als der des Flaggschiffs ZTE Axon 7. Selbst bei der „Mini“-Variante muss sich der Daumen in der Einhandbedienung also bereits tüchtig strecken, um das gegenüberliegende Ende des Bildschirms zu erreichen.

Lediglich leichter

Was schon beim Touchscreen auffällt, gilt auch für die Maße des Gehäuses: Die 71 × 147 × 8,2 Millimeter des Axon 7 Mini liegen nur marginal unter den 75 × 152 × 8,6 Millimetern des großen Bruders. Allein das Gewicht von 154 statt 175 Gramm macht sich klar in der Hand bemerkbar. Die hervorragende Stabilität blieb dennoch erhalten: Das Metallgehäuse aus einem Stück bewegt sich im Verwindungstest so gut wie gar nicht, auch das Mini erscheint wie ein Backstein. Und vor allen Dingen drückt sich nirgends das Deckglas auf das Panel durch, was auf Dauer Pixel beschädigen könnte – etwa, wenn man sich häufig mit dem Telefon in der Gesäßtasche hinsetzt. Die Verarbeitung steht dem Topmodell also in keiner Weise nach.

Ausreichende Auflösung

Allerdings sank die Auflösung der Mattscheibe von stolzen 1440 × 2560 auf die üblichen 1080 × 1920 Bildpunkte, wodurch die Schärfe von 449 auf 279 Pixel pro Quadratmillimeter beziehungsweise von 539 auf 424 ppi abnimmt. Aber auch damit liegt das Mini immer noch 6 Prozent über dem Durchschnitt aller in den letzten 24 Monaten getesteten Smartphones. Das Axon 7 ist zwar schärfer, doch die höhere Pixeldichte des Axon 7 dürfte im Alltag kaum bemerkbar sein und für die allermeisten vollkommen ausreichen. Dass es kaum nennenswerte Unterschiede gibt, zeigt sich auch im direkten Qualitätsabgleich der Fotos: Dieses Vergleichsbild zeigt 12-Megapixel-Fotos der Displays von Axon 7 oben und Axon 7 Mini unten bei 30 Prozent, was dem natürlichen Blick auf den Bildschirm entspricht.

Erst bei 100 Prozent, also Originalgröße der von den Mattscheiben geschossenen Fotos, werden die schärferen Kanten des Axon 7 deutlich. Die Detailtreue ist beim Flaggschiff ebenfalls besser. Aber um das Motiv in dieser Größe zu sehen, müsste sich der Betrachter dem Monitor auf rund 4 Zentimeter nähern, und auf diese Distanz kann das Auge nicht mehr scharfstellen. Man bräuchte also schon eine Lupe, um einen solchen Blick auf die Mattscheibe zu werfen.

Darüber hinaus ist das Mini derzeit ab 279 Euro zu haben, und da kann man dann im wahrsten Sinne des Wortes ein Auge zudrücken. Bei der Relation von Preis und Auflösung steht das Mini nämlich weit besser da als das Flaggschiff: