So geht Carsharing

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Carsharing: Mehr als nur ein Trend
  3. Was ist Carsharing?
  4. Für wen lohnt sich Carsharing?
  5. Carsharing oder eigenes Auto?
  6. Wie funktioniert Carsharing?
  7. Welche Carsharing Anbieter gibt es?
  8. Das wichtigste zu Versicherung, Parkplatz und Tanken
  9. Was kostet Carsharing?
  10. Wie umweltfreundlich ist Carsharing?
  11. Vor- und Nachteile im Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Während bei der stationären Variante die Carsharing-Fahrzeuge an einer bestimmten Station abgeholt und wieder abgestellt werden müssen, kannst das Auto beim Free Floating Carsharing dort geparkt werden, wo man möchte.
  • Die Fahrtkosten werden entweder pro Minute berechnet oder setzen sich aus einer Stunden- und Kilometerpauschale zusammen.
  • Eine Vollkasko- und Haftpflichtversicherung ist bei allen Carsharing-Anbietern bereits enthalten. Der Selbstbehalt bei Unfällen fällt jedoch sehr unterschiedlich aus!

Carsharing: Mehr als nur ein Trend

In den letzten Jahren ist Carsharing nicht nur immer bekannter, sondern auch immer beliebter geworden. Vor allem in Städten hat sich Carsharing inzwischen etabliert und wird dort insbesondere von jungen Leuten genutzt, die kein eigenes Auto besitzen (möchten) und auf Nachhaltigkeit setzen. Das Grundprinzip von Carsharing ist ganz einfach: Sie teilen sich mit anderen Leuten ein Auto. Klingt wie die klassische Autovermietung? Ist es aber nicht – denn beim Carsharing haben Sie die Möglichkeit, ganz spontan ein Auto zu mieten und dieses auch nur stunden- oder minutenweise zu nutzen. Die hohe Flexibilität ist aber nur ein Grund dafür, weshalb Carsharing in Deutschland eine immer größere Rolle spielt. Die niedrigen Tarife und fehlenden Fixkosten führen dazu, dass Carsharing sogar preisgünstiger sein kann, als ein eigenes Auto zu besitzen. Insbesondere für Gelegenheitsfahrer stellt Carsharing eine gute Möglichkeit dar, um schnell und günstig von A nach B zu kommen. Übrigens: Carsharing boomt nicht nur hier. Prognosen zufolge soll es bis zum Jahr 2020 über 15 Millionen Carsharing-Nutzer in ganz Europa geben.

Statt ein eigenes Auto zu besitzen, einfach mit anderen Leuten ein Auto teilen – Carsharing wird immer beliebter. Den Grundstein für Carsharing in Deutschland legte das Projekt stadt-Auto im Jahr 1988 in Berlin, aus dem sich Deutschlands erste Carsharing Firma StattAuto entwickelte. Mittlerweile werden Car Share Dienste deutschlandweit in über 600 Orten angeboten, wobei auch die Anzahl der Nutzer in den letzten Jahren rasant angestiegen ist. Anfang des Jahres 2017 waren bereits über 1,7 Millionen Menschen bei Carsharing-Anbietern registriert, womit die Anzahl der Teilnehmer zum Vorjahr um ganze 36 % zugenommen hat. Und die Nachfrage nach Carsharing wird immer größer – denn Carsharing bietet viele Vorteile, die den Besitz eines eigenen Autos immer mehr in Frage stellen.

Was ist Carsharing?

Der Bundesverband CarSharing e. V. definiert Carsharing als die „organisierte, gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen“. Anstatt also mit dem eigenen Auto zu fahren, nutzt man eines der Carsharing-Fahrzeuge, die von den verschiedenen Carsharing-Anbietern in ihrem jeweiligen Geschäftsgebiet zur Verfügung gestellt werden. Der Unterschied zu einem Mietauto, zum Beispiel von Sixt oder Avis, ist dabei die hohe Flexibilität. Zum einen ist man nicht an die Öffnungszeiten der Autovermietung gebunden und kann somit relativ spontan ein Carsharing-Auto buchen. Zum anderen kann ein Carsharing-Fahrzeug auch nur für einige Stunden oder Minuten ausgeliehen werden. Somit zahlt man für das Auto nur, solange es auch genutzt wird. Ist ein Wagen verfügbar, bucht man dieses gewöhnlich per Smartphone-App, Internet oder Hotline und fährt damit zu einem bestimmten Kilometer- bzw. Minutenpreis. In diesem Preis sind in der Regel bereits die Tankkosten sowie eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung enthalten.

3 verschiedenen Arten von Carsharing

  • Stationsgebundes Carsharing: Das stationsgebundene Carsharing kommt der klassischen Autovermietung am nächsten. Auch hier wird das Fahrzeug an einer Station abgeholt und muss genauso wieder an dieser abgestellt werden. Allerdings kann das gewünschte Fahrzeug deutlich spontaner ausgeliehen werden. Bei dieser Variante setzen sich die Fahrtkosten meist aus einer Minuten- bzw. Kilometerpauschale zusammen. Zu den größten stationsbasierten Anbietern gehören Flinkster und Cambio.
  • Free Floating Carsharing: Bei der stationsunabhängigen Variante, die auch Free Floating Carsharing genannt wird, kann das gemietete Auto so gut wie überall im Geschäftsgebiet geparkt werden. Das gleiche gilt für das Mieten: Über Internet oder App kann überprüft werden, welche Autos in der Nähe verfügbar sind und spontan gebucht werden. Hier wird im Allgemeinen pro Minute abgerechnet. DriveNow und Car2go stellen zwei der wichtigsten Carsharing-Anbieter dar.
  • Privates Carsharing: Wie der Name bereits sagt, erfolgt die Autovermietung hier zwischen Privatpersonen. Konkret bedeutet dies, dass ein Auto privat gemietet werden kann sowie der eigene Wagen als privates Mietauto zur Verfügung gestellt wird. Die An- und Vermietung erfolgt über Anbieter wie SnappCar oder Drivy, die in der Regel eine Vermittlungsgebühr für diesen Service verlangen.

Für wen lohnt sich Carsharing?

Carsharing ist zuerst einmal für diejenigen interessant, die kein eigenes Auto besitzen. Wenn überwiegend mit Bus und Bahn gefahren wird, dann stellt das Carsharing eine praktische Lösung dar, um kostengünstig an ein Fahrzeug zu kommen, wenn doch einmal ein Auto benötigt wird. Steht zum Beispiel ein Großeinkauf an oder es muss ein großes Möbelstück transportiert werden, dann kann dafür ein Carsharing-Fahrzeug genutzt werden. Bei einigen Anbietern können sogar Transporter gemietet werden, sodass eine teure Lieferung umgangen wird, indem die Ware einfach selbst transportiert wird. Allerdings muss man beachten, dass Carsharing abseits von Städten bis jetzt kaum ein Thema ist. Wenn man also auf dem Land lebt, dann wird es nur wenige oder vielleicht sogar gar keine Carsharing-Anbieter in der Nähe geben.

Carsharing oder eigenes Auto?

Doch was lohnt sich mehr: Carsharing oder ein eigenes Auto? Die Antwort hängt von der individuellen Situation ab. Generell lohnt sich Carsharing dann, wenn man Gelegenheitsfahrer ist. Genauere Zahlen liefert Stiftung Warentest: Wer unter 10.000 Kilometer im Jahr fährt, der spart durch die Nutzung von Carsharing-Angeboten gegenüber dem eigenen Auto. Die Kosten für das Carsharing schwanken jedoch stark und sind unter anderem vom gewählten Anbieter und Fahrzeugtyp abhängig. Zudem kommt für als Carsharing-Nutzer gewöhnlich auch noch ein Monatsticket für öffentliche Verkehrsmittel dazu, das bei einem eigenen Auto in der Regel wegfällt. Auf der anderen Seite muss man bedenken, dass bei einem Privatauto mit der Versicherung oder Kfz-Steuer viele Kosten auf einen zu kommen, die beim Carsharing wiederum nicht anfallen. Zudem musst man sich weder um die Wartung noch die Reparatur des Carsharing-Fahrzeugs kümmern und sparst dadurch nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

Tipp: Carsharing ist übrigens auch möglich, wenn Sie sich noch in der Probezeit befinden. Allerdings nicht bei jedem Anbieter! In einigen Fällen muss der Führerschein mindestens seit 1 oder 2 Jahre vorhanden sein, damit man sich bei dem Carsharing-Anbieter registrieren kann. Daneben setzen manche Anbieter ein bestimmtes Mindestalter voraus. Bei car2go beträgt dieses beispielsweise 18 Jahre, bei DriveNow 21 Jahre. Wenn es keine Voraussetzungen in Bezug auf das Mindestalter oder den Führerschein gibt, dann muss man dennoch häufig mit zusätzlichen Kosten rechnen, wenn man sich noch in der Probezeit befindest. Oft wird verlangt, dass ein sogenanntes Sicherheitspaket abgeschlossen wird, das die Kosten für die Selbstbeteiligung im Fall eines Unfalls reduziert. Prüfen Sie am besten vorher, welche Voraussetzungen die Carsharing-Anbieter in Ihrer Region in Bezug auf Alter und Führerschein gelten.

Wie funktioniert Carsharing?

Um Carsharing nutzen zu können, muss man sich als erstes bei dem gewünschten Anbieter registrieren. Am einfachsten geht dies direkt auf der Internetseite des Anbieters. Nachdem die Angaben zur eigenen Person gemacht und eine Zahlungsart gewählt wurden, kanns bei den stationsbasierten Angeboten meist aus verschiedenen Tarifen gewählt werden. Danach musst der Account normalerweise noch validiert werden, bevor man endgültig registriert ist. In diesem Schritt wird zum Beispiel überprüft, ob ein gültiger Führerschein vorliegt. Wie die Validierung genau abläuft, ist bei jedem Carsharing-Anbieter anders. Möglich sind eine Online-Validierung des Führerscheins oder auch eine Validierung über das Postident-Verfahren. Natürlich kann man auch persönlich bei einer Geschäftsstelle vorbeigehen und den Führerschein direkt vor Ort prüfen lassen. Für die Bezahlung der Fahrten gibt es meist die Möglichkeit, aus verschiedenen Zahlarten zu wählen, z. B. eine Abrechnung per SEPA-Lastschriftmandat oder Kreditkarte. Wichtig bei der Anmeldung: Wie bei jedem Vertragsabschluss sollte auch beim Carsharing nicht vergessen werden, alle Vertragsdetails zu überprüfen und die AGB genau durchzulesen.

Welche Carsharing Anbieter gibt es?

Zurzeit wird Carsharing deutschlandweit in etwa 600 Orten angeboten. Während Anfang 2017 mehr als 1,3 Millionen Leute bei stationsunabhängigen Anbietern angemeldet waren, zählten die stationsbasierten Anbieter etwa 450.000 Nutzer. Laut dem Bundesverband Carsharing e. V. waren demnach insgesamt über 1,7 Millionen Leute bei Carsharing-Diensten registriert. Aber nicht nur die Anzahl der Nutzer, sondern auch die Zahl der Anbieter ist vom Carsharing-Modell abhängig. Die meisten Anbieter arbeiten stationsbasiert, wobei die beiden größten Carsharing Dienste Flinkster, cambio und stadtmobil sind. Dagegen bieten nur wenige Anbieter ausschließlich Free Floating Carsharing an und setzen dafür auf ein kombiniertes Angebot aus stationsabhängigem und stationsunabhängigem Carsharing. Bei den Free Floating Anbietern sind Car2Go und DriveNow ganz vorne mit dabei. Interessant dabei: Hinter den verschiedenen Anbietern verstecken sich große Unternehmen wie BMW (Drive Now), Daimler (Car2go) oder die Deutsche Bahn (Flinkster). Welche Carsharing-Anbieter an Ihrem Ort zur Verfügung stehen, sollten Sie individuell für sich prüfen.

Tipp: Wie genau Carsharing bei den verschiedenen Anbietern abläuft, unterscheidet sich gewaltig. Um den passenden Anbieter zu finden, sollten die Carsharing-Angebote deshalb auf jeden Fall genau verglichen werden. Zunächst einmal steht die Überlegung an, ob stationsabhängiges Carsharing oder stationsunabhängiges Carsharing genutzt werden soll. Danach muss noch geprüft werden, welche Anbieter Carsharing-Autos am eigenen Wohnort zur Verfügung stehen. Sind Sie an einem stationsgebundenen Modell interessiert, ist es empfehlenswert, auch nachzuschauen, wo genau die Abholstationen liegen. Denn womöglich befindet sich keine Abholstation in der Nähe Ihrer Wohnung. Vor allem dann ist ein Free Floating Angebot sehr wahrscheinlich die bessere Wahl. In einem letzten Schritt sollte auf jeden Fall einen Carsharing-Vergleich der Anbieter am eigenen Wohnort gemacht werden. Denn nicht nur die Fahrpreise unterscheiden sind je nach Anbieter, sondern beispielsweise auch die Kosten für die Selbstbeteiligung bei Unfällen!

Das wichtigste zu Versicherung, Parkplatz und Tanken

Versicherungen

Wenn Sie ein Auto mieten möchten, dann stellt sich gleichzeitig auch die Frage nach der Versicherung. In der Regel ist eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bei allen Carsharing-Anbietern mitinbegriffen. Kommt es jedoch tatsächlich zu einem Unfall, was sich vor allem in Städten nie ausschließen lässt, dann unterscheidet sich die Höhe der Selbstbeteiligung bei den Car Share Anbietern um einiges. Grundsätzlich beträgt die Selbstbeteiligung bei den größten Anbietern zwischen 500 und 1500 Euro. Trotzdem kann der Selbstbehalt oft von vornherein verringert werden, wenn bei der Anmeldung gleich ein Schutzpaket mitgebucht wird. Bei Cambio kann die Eigenbeteiligung zum Beispiel auf 200 Euro reduziert werden, wenn das sogenannte Sicherheitspaket für 50 Euro im Jahr gebucht wird. Sonst beträgt die Eigenbeteiligung bei Cambio maximal 1000 Euro. Wichtig ist, dass man sich die Versicherungsdetails bei jedem Carsharing-Anbieter vorher genau durchliest, bevor man sich registrierst. Außerdem darfst man im Falle eines Unfalls natürlich nicht vergessen, diesen direkt dem Carsharing-Anbieter zu melden.

Parkplatz

Egal, ob Sie mit Ihrem Privatwagen oder einem Carsharing-Auto unterwegs sind: Gerade in Städten kann die Parkplatzsuche schnell lästig werden. Einen Parkplatz zu finden bleibt auch beim Carsharing, zumindest bei der stationsunabhängigen Variante, nicht erspart. Allerdings soll das Parken von Carsharing-Fahrzeugen in Zukunft einfacher werden: Unter dem Stichwort „Nachhaltige Mobilität“ ist zum 1. September 2017 ein neues Gesetz in Kraft getreten, wodurch Städte und Kommunen in Zukunft leichter kostenlose Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge anbieten können. Zukünftig sollen also eigene Stellplätze für Carsharing-Autos zur Verfügung stehen. Zurzeit gilt bei einigen Anbietern wie car2go bereits, dass das Mietauto auch auf kostenpflichtigen Parkplätzen abgestellt werden kann – und zwar kostenlos. Die Parkkosten sind somit bereits im Fahrpreis enthalten. Ausgeschlossen ist dagegen immer noch, das Fahrzeug auf Bewohnerparkplätzen oder im Parkhaus abzustellen, wenn du die Miete beenden möchtest.

Tanken

Das Wichtigste vorab: Im Allgemeinen sind die Tankkosten beim Carsharing schon in den Mietkosten inklusive. Um das Tanken kommt man allerdings auch beim Carsharing nicht unbedingt herum. Als Faustregel gilt, dass der Tank beim stationsabhängigen Carsharing zu ¼ gefüllt sein muss, bevor das Carsharing-Auto wieder abgeben werden kann. Zum Tanken nutzt man eine Tankkarte, die im Auto gefunden wird. Die stationsunabhängigen Anbieter arbeiten mit einer ähnlichen Regel: Das Tanken wird zwar von den Mitarbeitern übernommen, jedoch kann das Auto auch selbst betankt werden, sobald der Tankstand weniger als 25 Prozent beträgt. Im Gegenzug erhält man Freiminuten, bei DriveNow beispielsweise ganze 30 Minuten. Bei vielen Carsharing-Anbietern wird der Tankstand der einzelnen Fahrzeuge angezeigt, wenn man überprüft, welche Autos in der Nähe verfügbar sind.

Was kostet Carsharing?

Die Kosten für das Carsharing variieren je nach Carsharing-Art und Anbieter. Generell setzen sich die Kosten aus einer einmaligen Anmeldegebühr sowie einer Zeit- bzw. Kilometerpauschale zusammen. Einige Anbieter, insbesondere stationsbasierte Carsharing-Anbieter, verlangen zudem eine monatliche Grundgebühr. Für manche Nutzergruppen wie Studenten fällt die Anmeldegebühr jedoch oft geringer aus oder bleibt sogar komplett weg. Der Fahrtpreis setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen und wird bei den stationären Carsharing-Anbietern meist pro Stunde und pro Kilometer berechnet. Im Gegensatz dazu rechnen die stationsunabhängigen Car Share Dienste nach Minute ab. Der Minutenpreis hängt zum einen davon ab, welches Fahrzeug man mietet; zum anderen, in welcher Stadt man sich befindet. Bei CarToGo werden in Berlin beispielsweise 0,24 Euro pro Minute für einen Smart fällig, für einen Carsharing-Wagen der A-Klasse 0,31 Euro pro Minute. Zusätzlich wird bei Mietbeginn und Mietende am Flughafen so gut wie immer eine Flughafenpauschale berechnet.

Wer Interesse an Carsharing hat, sollte bei der Wahl des Anbieters vom persönlichen Nutzerverhalten ausgehen. Allein Sie selbst können entscheiden, welches Angebot das Passende für Sie ist. So lohnt sich für längere Mieten eher ein stationsabhängiges Angebot mit einem Preis pro Stunde, während sich für kürzere Fahrten, zum Beispiel zum nächsten Supermarkt, wohl eher ein Minutenpreis rentiert. Zudem sollte beachtet werden, dass einige Carsharing-Anbieter vereinzelt Tarife für bestimmte Nutzergruppen anbieten. Der Tarif Campus von cambio ist zum Beispiel speziell für Studenten und Leute unter 25 gedacht, sodass diese zu einem vergünstigten Kilometer- und Zeitpreis fahren. Vergleichen Sie die Angebote an Ihrem Wohnort auf jeden Fall vorher, bevor Sie sich endgültig bei einem Anbieter registrieren.

Wie umweltfreundlich ist Carsharing?

Die Grundidee beim Carsharing ist simpel: Mehrere Leute teilen sich ein Auto. Dadurch liegt es auch nahe, davon auszugehen, dass Carsharing die Anzahl der genutzten Autos grundsätzlich reduziert und Verkehr und Umwelt entlastet. Der Bundesverband Carsharing e. V. spricht dabei von bis zu 20 Pkw, die durch die Nutzung eines Carsharing-Autos in der Innenstadt ersetzt werden können. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Vermutet wird zum Beispiel, dass durch die Nutzung von Carsharing-Angeboten auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad verzichtet wird, sodass am Ende noch mehr Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Ob Carsharing also umweltfreundlich ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Immerhin bestehen die Carsharing-Flotten von immer mehr Anbietern auch aus Elektroautos und Fahrzeugen mit geringem Co2-Ausstoß. Über die Beliebtheit von Elektroautos kann allerdings nur spekuliert werden. Ende Oktober 2017 musste bereits der Carsharing-Anbieter Multicity, der bislang hauptsächlich Elektroautos in Berlin zur Verfügung stellte, sein Angebot einstellen. Als Grund dafür wurde unter anderem die schwache Infrastruktur genannt, die das Aufladen von Elektroautos in den Städten nicht gerade einfach macht. Bis Elektroautos als Carsharing-Fahrzeuge also problemlos nutzbar sind, werden vermutlich noch einige Jahre vergehen.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Für Gelegenheitsfahrer (unter 10.000 km im Jahr): kostengünstiger als ein eigenes Auto Keine Garantie, dass ein (bestimmtes) Auto in der Nähe verfügbar ist
Hohe Flexibilität – nicht nur in der eigenen, sondern auch in anderen Städten Teilweise hohe Selbstbeteiligung bei Unfällen
Spontane Buchung Geringe Verfügbarkeit in ländlichen Regionen
Vor allem für kurze Strecken geeignet (Minuten- oder Stundenpreis) Free Floating für eine Miete über mehrere Tage ungeeignet
Keine Verpflichtungen und Fixkosten wie bei einem eigenen Auto Zustand des Fahrzeugs (z. B. Sauberkeit) hängt von den vorherigen Nutzern ab
Auswahl an umweltfreundlichen (Elektro-) Autos

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