Zahnimplantate: Bei Diabetes können Komplikationen auftreten

24.01.2020 | 09:00

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Menschen mit Diabetes müssen mit einigen Einschränkungen leben. Dazu gehören auch besondere Vorsichtsmaßnahmen bei medizinischen Eingriffen. Bei Zahnimplantaten beispielsweise müssen die Zuckerwerte gut eingestellt sein. Sonst drohen Infekte.

"Erhöhte Werte können zum Beispiel die Infektanfälligkeit steigern. Dann besteht die Gefahr, dass das Implantat nicht richtig einheilt", sagt Dr. Anette Strunz, Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Implantologie, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

Laut den zahnärztlichen Fachgesellschaften sollte der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c vor Behandlungsbeginn zwischen 6,5 und 7,5 Prozent (48 bis 58 mmol/mol) liegen. Auch später gilt: Gute Zuckerwerte schützen das Implantat.

Parodontitis vor dem Eingriff behandeln

Eine mögliche Parodontitis muss vor dem Eingriff behandelt werden. Sie erhöht das Risiko, dass sich auch das Gewebe um das Zahnimplantat herum entzündet. "Zudem ist es bei Diabetes generell sinnvoll, vor der Operation ein vom behandelnden Arzt verordnetes Antibiotikum einzunehmen, um Infektionen vorzubeugen", sagt Strunz.

Auch Rauchen gefährdet das Implantat, weil dies zum Beispiel die Einheilung stören kann. Daher sollte man vorher mit dem Rauchen aufhören.