Immer mehr Menschen möchten mit dem Rauchen aufhören. Schließlich wissen in der heutigen Zeit alle, dass Zigaretten schlecht für die Gesundheit sind. Wer sich für einen Rauchstopp entscheidet, spart auf lange Sicht außerdem eine Menge Geld. Einen „heiligen Gral“ für die Raucherentwöhnung gibt es jedoch nicht. Denn der Rauchentzug ist ein individueller Prozess und das Ziel lässt sich auf verschiedenen Wegen erreichen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Verschiedene Methoden
  3. So lange dauert der Entzug
  4. Unterstützung von der Krankenkasse
  5. Die vielversprechendsten Methoden
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Gesetzliche Krankenversicherungen im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer ohne fremde Hilfe mit dem Rauchen aufhören möchte, der kann dies entweder mit einem abrupten Stopp (Schlusspunktmethode) oder in kleinen Schritten (Reduktionsmethode) erreichen.
  • Es existieren sowohl nichtmedikamentöse als auch medikamentöse Verfahren, die bei der Raucherentwöhnung unterstützen können.
  • Während die körperliche Abhängigkeit für gewöhnlich nach zehn Tagen vorüber ist, dauert die psychische Abhängigkeit häufig noch mehrere Monate an.
  • Um ihre Mitglieder beim Verzicht auf Zigaretten zu unterstützen, bieten viele Krankenkassen spezielle Raucherentwöhnungskurse an.

Welche Methoden der Raucherentwöhnung gibt es?

Entscheidet sich jemand dazu, fortan rauchfrei zu leben, kann er dies entweder mithilfe der Schlusspunktmethode oder mithilfe der Reduktionsmethode erreichen. Im ersten Fall verzichtet der Raucher von einem Moment auf den anderen komplett auf Zigaretten. Für diese Methode benötigt man also zwingend einen Stichtag, an dem man mit dem kompletten Nikotinentzug beginnt. Bei der Reduktionsmethode raucht die Person schrittweise immer weniger, bis sie schließlich vollständig auf Zigaretten verzichtet. Die meisten Menschen besiegen ihre Abhängigkeit allerdings, indem sie von jetzt auf gleich mit dem Rauchen aufhören.

Wenn ein Konsument aufhören möchte zu rauchen, benötigt er einen starken Willen. Allerdings kann er verschiedene Verfahren nutzen, um Unterstützung auf dem Weg in ein Leben ohne Zigaretten zu erhalten. Prinzipiell lassen sich in diesem Zusammenhang nichtmedikamentöse und medikamentöse Methoden unterscheiden. Zu den Behandlungsansätzen, die ohne Medikamente auskommen, gehören vor allem:

Allerdings gibt es nicht für jedes der genannten Verfahren einen wissenschaftlichen Nachweis seiner Wirksamkeit. Solch ein Nachweis fehlt beispielsweise für die Raucherentwöhnung durch Hypnose oder autogenes Training. Ebenso wenig gibt es zum aktuellen Zeitpunkt aussagekräftige Studien darüber, ob Akupunktur zuverlässig gegen das Rauchen hilft. Kräuter-Zigaretten sind hingegen mit Gewissheit keine sinnvolle Alternative für Personen, die mit dem Rauchen aufhören möchten. Denn schließlich inhalieren Nutzer auch bei der Verwendung von Kräuter-Zigaretten ähnlich wie bei einer nikotinhaltigen Zigarette toxische Verbrennungsprodukte.

Mit Rauchen aufhören: Welche Medikamente helfen?

Bei der Raucherentwöhnung kommt häufig die sogenannte Nikotinersatztherapie (NET) zum Einsatz. Bei diesem Verfahren erhält die Person ein Präparat, das dem Körper Nikotin zuführt. Dabei kann es sich um Nikotinpflaster, Nikotintabletten oder Nikotinkaugummis handeln.

Bei einer sehr starken Abhängigkeit besteht zudem die Möglichkeit, mit verschiedenen verschreibungspflichtigen Medikamenten Abhilfe zu schaffen. Diese setzen vor allem auf die Wirkstoffe Bupropion und Vareniclin. Allerdings führen beide Wirkstoffe in einigen Fällen zu starken Nebenwirkungen.

Wer mit dem Rauchen aufhören will, dem kann unter Umständen auch die sogenannte Nichtraucherspritze helfen. Die Spritze enthält meist eine homöopathische Lösung, in der sich auch Vitamine und geringe Dosen konventioneller Arzneien befinden. Die Spritze wird vom Arzt an verschiedenen Akupunkturpunkten des Ohres gesetzt.

Wie lange dauert der Rauchentzug?

Fast alle Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, klagen über Entzugserscheinungen. Allerdings unterscheiden sich die Reaktionen beim Nikotinentzug von Person zu Person. In der Regel zeigen sich körperliche Symptome insbesondere in den ersten drei Tagen des Entzugs. Bei Menschen, die mit Rauchen aufhören, können beispielsweise die folgenden Entzugserscheinungen auftreten:

  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Schlechte Laune und Frustration
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Gesteigerter Appetit
  • Schüttelfrost und/oder Schwitzen
  • Schwindelgefühle und/oder Übelkeit

Für gewöhnlich verschwinden die Begleiterscheinungen spätestens nach sieben bis zehn Tagen. Der menschliche Körper säubert sich nämlich bereits innerhalb von etwa drei Tagen von dem Nervengift. In seltenen Extremfällen dauert der körperliche Entzug bis zu 30 Tage.

Mehr Probleme bereitet den meisten Betroffenen ihre psychische Abhängigkeit. Schließlich stellt Rauchen eine oftmals über Jahre gepflegte Gewohnheit dar. Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass das Verlangen nach einer Zigarette für einen gewissen Zeitraum – häufig für Monate – bestehen bleibt. Oft greifen Menschen in bestimmten Situationen zum Glimmstängel. Typische Beispiele sind die Zigarette zum morgendlichen Kaffee oder während der Mittagspause. Hier stehen Ex-Raucher vor der Herausforderung, sich Ersatzbeschäftigungen zu suchen.

Mit dem Rauchen aufhören: Positive Körperveränderungen erfolgen sehr schnell

Wer es schafft, keine Zigaretten mehr zu qualmen, muss nicht lange auf positive Effekte warten. Nach zwei Tagen verbessern sich der Geschmacks- und Geruchssinn merklich. Drei Tage nach dem Rauchstopp erholen sich die Bronchien langsam. Innerhalb eines Zeitraums von zwei bis zwölf Wochen verbessert sich auch der Kreislauf des Ex-Rauchers.

Bei welchen Methoden leisten die Krankenkassen Unterstützung?

Grundsätzlich sind die Krankenkassen verpflichtet, ihre Mitglieder dabei zu unterstützen, wenn diese mit dem Rauchen aufhören möchten. Für gewöhnlich bieten die Krankenkassen zu diesem Zweck spezielle Kurse zur Raucherentwöhnung an, für die Versicherte einen Zuschuss (etwa 80 Prozent der Kosten) erhalten. Darüber hinaus punkten zahlreiche Krankenversicherungen mit zusätzlichen Leistungen, die sich jedoch von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.

Welche Methode gilt als vielversprechendste, um mit dem Rauchen aufzuhören?

Mit welcher Methode die größte Chance auf ein rauchfreies Leben besteht, unterscheidet sich von Person zu Person. Als erfolgversprechend gelten vor allem die Nikotinersatztherapie, Coaching-Programme sowie verhaltenstherapeutische Ansätze. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann die verschiedenen Verfahren außerdem miteinander kombinieren, um nachhaltige Erfolge zu erreichen.

Gesetzliche Krankenversicherungen im Vergleich

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