Die klassische Mopedversicherung lässt sich am sogenannten Versicherungskennzeichen erkennen. Dieses Kennzeichen unterscheidet sich von den schwarz-weißen Kennzeichen und gibt Auskunft darüber, dass es sich um ein versicherungspflichtiges, aber steuerfreies Fahrzeug handelt. Die Mopedversicherung weist aber auch noch andere Eigenarten auf.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Mopedversicherung: Mindestalter
  3. Beginn des Versicherungsjahrs
  4. Farbwechsel beim Kennzeichen
  5. Kennzeichen anbringen
  6. Richtige Mopedversicherung wählen
  7. Mopedversicherung übertragen
  8. Welche Fahrzeuge benötigen ein Versicherungskennzeichen?
  9. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Steuerfreie Fahrzeuge mit limitierter Motorleistung müssen ein Versicherungskennzeichen aufweisen.
  • Für die Mopedversicherung gelten als Obergrenze 45 km/h und 50 Kubikzentimeter.
  • Das Versicherungsjahr dauert vom 1. März bis zum letzten Februartag des Folgejahres.

Mopedversicherung: Mindestalter

Mopeds mit einer Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h und einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern dürfen in Deutschland ab einem Alter von 16 Jahren gefahren werden. Voraussetzung ist, dass der Halter den Führerschein der Klasse AM vorweisen kann. Ab dem Alter von 16 Jahren kann er dann auch eine Mopedversicherung abschließen. Der Erwerb des Führerscheins setzt bei Minderjährigen allerdings die Zustimmung der Eltern voraus.

Beginn des Versicherungsjahrs für die Mopedversicherung

Im Gegensatz zur Autoversicherung, die als einheitliches Beginndatum den 1. Januar vorsieht, startet die Mopedversicherung am 1. März und dauert bis zum 28. oder 29. Februar des Folgejahres.

Versicherungsschutz endet automatisch

Der Versicherungsvertrag wird immer nur auf ein Jahr abgeschlossen und endet automatisch am letzten Tag des Februars im Folgejahr. Schließt der Versicherungsnehmer den Vertrag beispielsweise erst im Mai oder August, mindert sich die Prämie entsprechend.

Farbwechsel beim Versicherungskennzeichen

Durch die jährlich wechselnden Farben des Kennzeichens ist sofort ersichtlich, ob das Moped ordnungsgemäß versichert ist oder nicht. Wer ein Moped mit abgelaufenem Versicherungskennzeichen im Straßenverkehr einsetzt, macht sich zum einen strafbar, muss zum anderen im Fall eines Unfalls für alle Kosten selbst aufkommen.

Wo muss ich das Kennzeichen anbringen?

Zur Anbringung des Versicherungskennzeichens gibt es im Rahmen der Fahrzeug-Zulassungsverordnung im Abschnitt 5, Paragraf 27, Abs. 3 klare Vorschriften:

„Das Versicherungskennzeichen ist an der Rückseite des Kraftfahrzeugs möglichst unter der Schlussleuchte fest anzubringen. Das Versicherungskennzeichen darf bis zu einem Vertikalwinkel von 30 Grad in Fahrtrichtung geneigt sein. Der untere Rand des Versicherungskennzeichens darf nicht weniger als 200 mm über der Fahrbahn liegen. Versicherungskennzeichen müssen hinter dem Kraftfahrzeug in einem Winkelbereich von je 45 Grad beiderseits der Fahrzeuglängsachse auf eine Entfernung von mindestens 15 m lesbar sein.“

Richtige Mopedversicherung wählen

Im Gegensatz zu einer Auto- oder Motorradversicherung beinhaltet die Mopedversicherung nur eine Haftpflichtversicherung und auf Wunsch eine Teilkaskoversicherung. Vollkaskoversicherungsschutz ist nicht möglich.

Zunächst einmal steht die Versicherungssumme für die Haftpflichtversicherung im Vordergrund. Diese sollte so hoch wie möglich ausfallen, da Personenschäden für den Verursacher in einem finanziellen Debakel enden können. Hintergrund dafür ist Paragraf 823, Abs. 1 BGB, der die Schadensersatzpflicht regelt:

„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Im Zusammenhang mit Personenschäden schließt dies auch die Kosten für medizinische Heilbehandlung des Geschädigten, Reha-Maßnahmen, Schmerzensgeld und gegebenenfalls eine lebenslange Rentenzahlung mit ein. Eine Versicherungssumme von 100 Millionen Euro ist heute Standard.

In der Haftpflicht gibt es keine Selbstbeteiligung. Diese greift aber bei den meisten Anbietern bei der Teilkasko und beläuft sich auf 150 Euro. Bei Entwendung des Mopeds erhöht sich die Selbstbeteiligung allerdings auf 300 Euro. Folgenden Versicherungsschutz sollte die Teilkasko-Mopedversicherung aufweisen:

  • Brand, Kurzschluss, Explosion
  • Diebstahl und Raub
  • Naturgewalten
  • Zusammenstoß mit Haarwild
  • Glasbruch
  • Schäden durch Marderbiss
  • Freie Werkstattwahl

Für Elektrofahrzeuge gilt die Besonderheit, dass der Akku im Rahmen der Elektrokasko mitversichert sein sollte.

Es ist nicht auszuschließen, dass der Versicherungsnehmer das Moped auch im Ausland nutzt. Dies kann gerade dann der Fall sein, wenn er in einer Grenzregion, beispielsweise Kehl und Straßburg, wohnt. Der Auslandsschutz erstreckt sich bei der Haftpflicht und der Teilkasko auf eine europaweite Geltung.

Welche Zusatzbausteine lohnen sich?

Zunächst einmal kann der Einschluss der Teilkaskoversicherung, bei einem Fahrzeug mit Elektromotor die Elektroteilkasko, nicht schaden.

Mopedfahrer sind einem überdurchschnittlichen Unfallrisiko ausgesetzt. Eine private Unfallversicherung kommt auf, wenn der Fahrer durch einen Unfall anhaltende gesundheitliche Schäden davon trägt.

Kann ich eine Mopedversicherung übertragen?

Da die Rechtsgrundlagen für eine Mopedversicherung und eine Kfz-Versicherung unterschiedlicher Natur sind, ist ein Übertrag, beispielsweise durch ein Wechselkennzeichen, nicht möglich. Es gibt aber einige Versicherer, welche die schadensfreie Zeit in der Mopedversicherung bei Erstzulassung eines Autos auf den bisherigen Mopedfahrer auf die Autoversicherung anrechnen. Betrachtet man die extrem niedrigen Prämien für eine Mopedversicherung, kann es Sinn machen, ein Moped zu versichern, auch wenn es bis zum 17. oder 18. Geburtstag nur unbenutzt in der Garage steht.

Welche Fahrzeuge benötigen ein Versicherungskennzeichen?

Abgesehen vom klassischen Moped mit einer Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einem maximalen Hubraum von 50 ccm benötigen noch andere Fahrzeuge ein Versicherungskennzeichen analog zur Mopedversicherung:

  • Mofas und Mopeds mit einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimeter und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h für Mopeds und 25 km/h für Mofas.
  • E-Roller, die eine Betriebserlaubnis benötigen und eine maximale Geschwindigkeit von 45 km/h erreichen.
  • E-Scooter, die für den Straßenverkehr zugelassen sind und einer Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h.
  • Krankenfahrstühle mit Elektromotor und einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h.
  • Elektrofahrräder mit Tretunterstützung, wenn die Geschwindigkeit 25 km/h übersteigt.
  • Elektrofahrräder mit tretunabhängiger Motorunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von höchstens 45 km/h.
  • Quads und Trikes mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 Kubikzentimeter und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.
  • Segways mit elektrischem Antrieb, die allerdings nur maximal 20 km/h schnell sind.

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