Handy orten

In vielen Fällen kann es nötig sein, ein Handy zu orten, etwa wenn man sein Mobiltelefon verliert – was übrigens 15 Prozent der deutschen Handynutzer schon einmal passiert ist. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Handyortung ist nützlich für unterschiedliche Fälle: Bei Verlust oder Diebstahl, zur Standortangabe, Sicherstellung der Sicherheit (bei Kindern) oder im Bereich der Logistik als Tracking-Methode.
  • Smartphone-Hersteller, der Netzanbieter oder Provider bieten teilweise eigene Ortungsmöglichkeiten an.

Netzbetreiber ermöglichen Handyortung

Einige Netzbetreiber bieten mittlerweile die Handyortung als Service an. Auf der Internetseite des Providers können Kunden entsprechende Dienste buchen und sich für eine eventuell benötigte Handyortung registrieren. Wie auch für die Vorgehensweisen mit Betriebssystem und Hersteller, ist ein eingeschaltetes Handy bei der Handyortung mittels Netzbetreiber Grundvoraussetzung.

Handyortung bei O2 und Vodafone

Vodafone-Kunden können im Voraus den kostenlosen Dienst „Vodafone Protect“ buchen, um ihr Handy jederzeit online orten zu können. O2-Kunden können sich bei „Mein O2“ kostenlos anmelden, um im Fall der Fälle das Handy online orten zu können. Da die Bestätigungs-SMS auf das Handy selbst geschickt wird, ist auch bei O2 eine Registrierung im Nachhinein unmöglich.

Wer bei einem anderen Provider Kunde ist, kann sich für die Handyortung entweder beim Hersteller registrieren oder auf einen Dienst von Google, Apple oder Microsoft zurückgreifen – je nach dem, welches Betriebssystem das Handy nutzt. Auch hier kann man das Handy nicht orten, ohne sich im Voraus registriert zu haben. Einzige Ausnahme bilden Geräte, die noch unter Android 2.0 bis 2.3.7 laufen.

Handyortung nach Betriebssystem

Je nach Betriebssystem des Handys unterscheiden sich die Vorgehensweisen für eine Handyortung. Ob iOS, Android oder Windows – durch diese Einstellungen lässt sich das verlorene Handy orten:

Android-Handy orten

Android-Handys finden Sie online mit der App „Android Geräte-Manager“, die ab Android-Version 2.2 verfügbar ist. In den Einstellungen des Handys muss dafür der Standortzugriff freigegeben sein. Auch im Google-Konto müssen die Standorteinstellungen aktiviert sein. Wählen Sie von hier aus den Punkt „Sicherheit“, dann „Geräteadministrator“. Nun muss der Android Geräte-Manager aktiviert werden. Wenn Sie nun den „Android Geräte-Manager“ online aufrufen und sich mit den gleichen Daten einloggen, die Sie auch für Ihr Smartphone verwenden, können Sie Ihr Handy online orten und löschen. Ebenso können Sie einen Klingelton starten, der rund fünf Minuten dauert und auch im Lautlosmodus hörbar wird. Sperren Sie dann Ihr Handy vom Webbrowser aus.

Der Nachteil hierbei ist, dass man die App bereits vor dem Verlust installiert haben muss. Lediglich bei Android-Versionen von 2.0 bis 2.3.7 ließ sich die App „Plan B“ dank einer Sicherheitslücke per Fernzugriff installieren. Diese Lücke wurde in späteren Versionen bereits behoben, somit ist man auch hier bei der Handyortung auf die Hersteller angewiesen.

Handyortung bei iOS und Windows Phone

iOS- und Windows-Phone-Handys ermöglichen neben der Handyortung auch etwa, das Handy zu sperren, eine Nachricht für den Finder anzuzeigen oder die eigenen Daten zu löschen. Wer sich für die iCloud registriert hat, kann auf seinem iPhone die App „Mein iPhone suchen“ einrichten und online über die iCloud-Seite das Handy orten.

Auf der Windows-Phone-Seite kann man sich direkt mit der gleichen Windows Live ID anmelden, die dem Handy zugewiesen wurde, das Menü „Mein Handy“ aufrufen und den Anweisungen unter „Mein Handy finden“ folgen.

Handyortung nach Hersteller

Wer sein Handy orten möchte, kann auf die Hilfe des entsprechenden Herstellers zählen. Die in der Regel kostenlos zur Verfügung gestellten Dienste bieten Verbrauchern eine zusätzliche Variante zur Handyortung. Die eigentliche Ortung ist hierbei jedoch nur eine von mehreren Funktionen: Erweiternd kann das Gerät gesperrt oder die Inhalte des Smartphones gelöscht werden.

Samsung-Handy orten

Der Hersteller Samsung bietet einen kostenlosen Dienst („Find my Mobile“) für die Handyortung an. Nutzer legen einfach kostenlose Accounts an und können darüber ihre Handys anrufen und den Zugriff sperren. Die meisten Samsung-Galaxy-Modelle unterstützen diese Option. Der kostenlose Account hat auch weitere Funktionen: Tauscht ein Dieb etwa Ihre SIM-Karte aus, wird automatisch eine SMS mit der neuen Nummer und Handy-Kennung an die zweite Mobilfunknummer, die Sie vorher festgelegt haben, geschickt. Diese Daten können Sie an die Polizei weiterreichen.

Um das zu ermöglichen, aktivieren Sie den Fernzugriff auf Ihrem Handy: Wählen Sie „Einstellungen“, dann „Persönlich“ und „Sicherheit“. Bestätigen Sie den Versand von Warnmeldungen. Richten Sie hier oder auch auf der Website des Herstellers ein Samsung-Konto ein. Das Handy muss außerdem für WLAN aktiviert sein. Sie können nun Ihre registrierten Handys orten, indem Sie auf „Mobilgerät finden“ klicken. Sie bekommen den aktuellen Standort angezeigt und können Ihr Handy mit einer PIN sperren oder eine Gesprächsumleitung einrichten.

Sony-Handy orten

Sony bietet den Dienst „my Xperia“ für Xperia-Smartphones mit einer Android-Version 4.0 oder höher an. Damit können sie geortet, gelöscht und gesperrt werden. Außerdem kann ein Signalton ausgespielt werden – auch im Lautlosmodus. Die Anmeldung auf der Herstellerseite ist jedoch nur mit einem Google-Account möglich. Dieser wird auch als Anmeldung auf dem Xperia genutzt. Der Dienst findet das Handy automatisch, muss jedoch auf dem Handy aktiviert werden.

Handy orten mit GSM: So funktioniert‘s

Die Genauigkeit der Ortung hängt von der Methode ab. Handys kommunizieren immer mit dem nächstgelegenen Sendemast. Der Netzbetreiber kann im Zuge einer Handyortung feststellen, mit welchem Sendemast das Mobilfunkgerät gerade verbunden ist und so die entsprechende Funkzelle bestimmen. Ist diese bekannt, kann mit Hilfe eines ausgesandten Signals die Signalübertragungsdauer und damit die Entfernung des Handys zum Funkmast ermittelt werden. Die Genauigkeit der Handyortung steigt mit der Anzahl der Funkmasten in Reichweite. Dies bedeutet, dass sich in Gebieten mit hoher Masten-Dichte, wie beispielsweise Innenstadtbereiche, relativ genaue Angaben zum Verbleib des Handys machen lassen. Befindet sich hingegen nur ein einzelner Funkmast in Reichweite, so lässt sich das Handy nur grob orten.

Handyortung mit GPS: Punktgenaue Standort-Bestimmung

Dank der um die Erde kreisenden Satelliten ist es möglich eine präzise Handyortung per GPS durchzuführen und den Verbleib eines Handy bei ausreichender Satellitenabdeckung auf den Meter genau zu benennen. Hierfür ist jedoch selbstredend erforderlich ein GPS-fähiges Handy zu besitzen. Aufgrund der verbreiteten Nutzung moderner Smartphones stellt diese Voraussetzung in der Regel kein Hindernis dar. Schwieriger wird es jedoch durch die Vorgabe, die Standort-Funktion aktiviert zu haben. Viele Handy-Nutzer haben diese aus Gründen der Akkulaufzeit und Privatsphäre ausgeschaltet und könnten daher über die Handyortung mit GPS ein verlorenes Handy nicht mit GPS orten und sind auf ungenauere Alternativen angewiesen.

Ich kann also mein Handy orten – und mein Tablet?

Ein Android-Tablet finden Sie am besten über die App „Android Lost“ aus dem Google Play Store wieder. Ihr Google-Mail-Account dient der Identifizierung. Dieses kostenlose Tool erlaubt es sogar, das Tablet über die Webseite, über E-Mail oder SMS fernzusteuern. Sie können ein Foto mit der Frontkamera machen, Textnachrichten an das Gerät schicken oder das Tablet zum Dauerklingeln einrichten.

Beim iPad können Sie die App „Mein iPhone suchen“ auch für das Orten von iPads einsetzen. Sie können somit nicht nur Ihr Handy orten, sondern auch das iPad finden, löschen und sperren. Die Position Ihres Gerätes bekommen Sie auf einer Karte angezeigt, wobei es wie immer erforderlich ist, dass es eingeschaltet ist.

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