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Was ist besser fürs Klima: Mehr- oder Einfamilienhaus?

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa/tmn

Sind Einfamilienhäuser die neuen Sündenböcke der Klimakrise? Nach dem Wirbel um Äußerungen von Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter zu dieser Wohnform stellen sich viele die Frage, ob ein eigenes Haus mit Garten in Zeiten des Klimawandels noch zeitgemäß ist.

Die Behauptung, dass ein eigenes Haus zu bewohnen im Vergleich zu einer Wohnung schädlicher für das Klima ist, stimmt - wenn es keine gravierenden Unterschiede bei der Größe der Wohnfläche und den Energiestandards gibt.

Einfamilienhaus ist die Sehnsucht vieler

Die Sehnsucht ist da: Viele Menschen wollen raus aus ihren Wohnungen in der Stadt in ein Einfamilienhaus auf dem Land ziehen, so eine Erhebung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Aus ökologischer Sicht wäre es jedoch oft sinnvoller, wenn sie in ihrer Stadtwohnung blieben. «Das liegt an der Kompaktheit», erklärt Jens Schuberth vom Fachgebiet Energieeffizienz im Umweltbundesamt (UBA). «Ein Einfamilienhaus hat in der Regel eine größere Hülle als eine ähnlich große Wohnung im Mehrfamilienhaus und verliert daher mehr Energie.» Natürlich gebe es auch Ausnahmen - wie etwa eine «ungünstige Wohnung mit vielen kalten Außenwänden».

Bereits der Bau eines jeglichen Beton-Gebäudes schadet der Umwelt. Rund acht Prozent der globalen Treibhausgasemissionen gehen nach Schätzungen auf die Produktion des für den Beton nötigen Zements zurück - mehr als auf den gesamten Flugverkehr weltweit. Bei einem Neubau kommt es auf die Fläche je Einwohner an, und das bedeutet meist: Ein Einfamilienhaus tut der Umwelt besonders weh.

Sanieren ist besser als neu bauen

Schuberths Ratschlag: «Für den Klimaschutz ist es sinnvoller, den alten Gebäudebestand zu sanieren anstatt neu zu bauen (...) Und wenn neu gebaut wird, dann mit hohen Energiestandards», ergänzt der Experte. So könne der negative Umweltaspekt beim Bauen durch Energiesparen beim Leben im Objekt etwas ausgeglichen werden. Die meisten Menschen hätten gern ein nachhaltiges Haus, sagt Dietmar Stephan vom Institut für Bauingenieurwesen der Technischen Universität Berlin. «Aber dann ist es doch so wie beim Billigfleisch: Eigentlich weiß man um die Probleme und findet das nicht gut, aber dann kauft man es doch, weil man nicht bereit ist, mehr zu bezahlen.»

Energie-, Ressourcen- und Flächenverbrauch seien bei einem Einfamilienhaus einfach immens. «Es ist vernichtend für die Ökobilanz, ein Einfamilienhaus im Grünen zu bauen», sagt Stephan. Für Mehrfamilienhäuser spreche, dass auf dem gleichen Grundstück mehr Menschen leben könnten.

Energieeffizienz: Einfamilienhäuser hinken hinterher

Eine Studie der Behörde hat Energieverbrauch und Modernisierungsstand von Wohngebäuden ausgewertet. Ergebnis: Seit 2012 verbessert sich die Energieeffizienz bei Einfamilienhäusern kaum - anders als bei Mehrfamilienhäusern. Gebäude in Deutschland verursachen im Betrieb etwa für Beleuchten, Klimatisieren und vor allem Heizen rund 30 Prozent aller in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase. «Momentan leisten sich die meisten lieber mehr Wohnfläche als ein nachhaltiges Zuhause», sagt Stephan.

Zahlen vom Statistischen Bundesamt bestätigen das: In den vergangenen Jahren stieg die Wohnfläche pro Wohnung und pro Einwohner. Ende 2019 war eine Wohnung durchschnittlich 91,9 Quadratmeter groß - ein Plus von einem Quadratmeter verglichen mit 2010. Die Wohnfläche je Einwohner betrug 47 Quadratmeter (2010: 45 Quadratmeter).

Wohnfläche nimmt stetig zu

In Deutschland würden immer größere Einheiten gebaut, heißt es auch beim UBA. Neu ausgewiesene Baugebiete seien ein «bedeutender Treiber der Flächen-Neuinanspruchnahme in Deutschland». Eine Rolle spielt dabei die Bodenversiegelung, also die luft- und wasserdichte Abdeckung: Für ein Einfamilienhaus - mit wenigen Menschen - muss in Relation mehr Boden betoniert werden als für ein Mehrfamilienhaus. Die steigende Wohnfläche pro Kopf macht zudem Fortschritte bei der Energieeffizienz im Bestand zunichte. Stephan erklärt: «Es ließen sich eine Menge Einsparungen hinbekommen allein mit kleineren Wohnungen.»

Auf weniger Platz zu leben, darauf zielt das vom Bund geförderte Projekt «LebensRäume» des Instituts für sozial-ökologische Forschung: Mehr als ein Drittel der deutschen Haushalte befanden sich im Jahr 2018 in einem ein Ein- oder Zweifamilienhaus. 60 Prozent davon wurden nur von ein oder zwei Menschen bewohnt. Etwa drei Viertel von ihnen wären nicht abgeneigt, sich räumlich zu verkleinern. Zudem gab etwa die Hälfte der Befragten im Alter ab 55 Jahren an, über ungenutzte Räume im eigenen Haus zu verfügen. «Hier besteht erhebliches Potenzial für den Klima- und Ressourcenschutz», sagt Projektleiterin Corinna Fischer.