Stromspeicher für Solaranlagen im Test

15.06.2021 | 08:25

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Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) hat 20 Solarstromspeicher von 15 Herstellern untersucht. Das Ergebnis: Die Stromspeichersysteme für Solaranlagen werden immer effizienter.

Die 20 mit dem System Performance Index (SPI) bewerteten Stromspeichersysteme sind in den Leistungsklassen 5 Kilowatt peak (kWp) und 10 kWp gegeneinander angetreten. Die besten Werte bei einer Leistung von 5 kWp erreichte der Hybridwechselrichter Fronius Primo GEN24 6.0 Plus gemeinsam mit der BYD Battery-Box Premium HVS 7.7.

In der größeren Leistungsklasse (10 kWp) setzte sich das Gerät Power Storage DC 10.0 von RCT Power mit einem SPI (10 kWp) von 95,1 Prozent durch und stellte damit einen neuen Effizienzrekord auf. Fronius, Kaco und Kostal schnitten ebenfalls mit einem hervorragenden SPI (10 kWp) ab.

„Insgesamt konnten wir 13 Stromspeichersystemen eine sehr gute Systemeffizienz bescheinigen“, resümiert Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Studie.

Solaranlage möglichst groß auslegen

In einem weiteren Schwerpunkt der Studie gehen die Forschenden häufig gestellten Fragen zur Auslegung von Photovoltaik-Speichersystemen nach. Wer ein Eigenheim mit einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto besitzt, sollte eine möglichst große Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von mindestens 10 kWp errichten. Denn eine 10-kWp-Photovoltaik-Anlage, die etwa 50 bis 60 Quadratmeter des Hausdachs belegt, kann jährlich vier bis fünf Tonnen CO2 vermeiden.

„Je mehr Solarstrom auf dem Dach produziert wird, desto größer ist auch der eigene Beitrag zum Klimaschutz“, ergänzt Prof. Quaschning. Daher sollten alle geeigneten Dachflächen zur Produktion von Solarstrom genutzt werden.