Eigentlich versorgt die Sonne die Erde und ihre Lebewesen im Überfluss mit Energie. Doch weltweit decken wir weniger als zehn Prozent unseres Energieverbrauchs mit Sonnenlicht. Photovoltaik, insbesondere netzgekoppelte Photovoltaikanlagen eignen sich auch in Deutschland dafür, einen großen Anteil an der Stromversorgung zu übernehmen. In Photovoltaik-Anlagen wandeln Solarzellen die elektromagnetischen Strahlungen des Sonnenlichts in elektrischen Strom um.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was bedeutet Kilowatt-Peak (kWp)?
  3. Definition Kilowatt-Peak
  4. Berechnung Kilowatt-Peak
  5. Leistung einer Solarzelle am Tag
  6. Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage?
  7. Photovoltaik – ein solider Baustein im Energiemix der Zukunft

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Maßeinheit Kilowatt-Peak oder kWp bezeichnet die elektrische Leistung oder Nennleistung von Solarzellen oder Solarmodulen unter genormten Bedingungen.
  • Der angegebene kWp-Wert ist eine gute Basis, um verschiedene Solarmodule zu vergleichen und das Preis-Leistungsverhältnis zu ermitteln.
  • Pro Quadratmeter Solarzellen kann man mit einer Leistung von 100 kWh im Jahr rechnen.

Was bedeutet Kilowatt-Peak (kWp)?

kWp ist die Abkürzung für Kilowatt-Peak. Diese setzt sich aus der Maßeinheit für elektrische Leistung „Kilowatt“ und dem englischen Begriff „Peak“ für „Spitze“ zusammen.

Definition Kilowatt

In der Physik wird Leistung als Energie pro Zeit definiert. Ist die erzeugte Energie elektrischer Strom, heißt sie elektrische Leistung und wird in der Einheit Watt, abgekürzt W, gemessen. Namensgeber war James Watt, der Erfinder der Dampfmaschine. 1.000 Watt ergeben ein Kilowatt oder kW.

Definition Peak

„Peak“ bedeutet im Englischen „Gipfel“ oder „Spitze“. Der Begriff steht für einen Spitzenwert oder ein erreichtes/erreichbares Maximum.

Definition Watt-Peak oder Kilowatt-Peak

Mit der Maßeinheit Watt-Peak, gebräuchlicher Kilowatt-Peak oder kWp, wird in der Photovoltaik die elektrische Leistung oder Nennleistung von Solarzellen oder Solarmodulen unter genormten Bedingungen bezeichnet.

Die Nennleistung gibt also die maximale Leistungsfähigkeit der Einheit unter idealen Bedingungen an. 1.000 Watt Nennleistung entsprechen 1 kWp. Im Normalbetrieb liegt die tatsächliche Leistung meist niedriger als diese Spitzenleistung, da die tatsächliche Situation am endgültigen Standort häufig von den idealen Testbedingungen abweicht, wie zum Beispiel die Sonneneinstrahlung. Die Angabe eines kWp-Wertes ist trotzdem eine gute Basis, um verschiedene Solarmodule vergleichbar zu machen. Und um das Preis-Leistungsverhältnis zu ermitteln.

Berechnung Kilowatt-Peak

Die Idealbedingungen zur Berechnung des kWp, angegeben als STC = standard test conditions, basieren auf folgenden Werten:

  • 1.000 W/m² Einstrahlung
  • 25 °C Umgebungstemperatur
  • Air Mass 1,5
    Die Luftmasse, englisch: Air Mass = AM, bezeichnet den Weg, den die Sonneneinstrahlung in der Atmosphäre durchmisst, bevor sie auftrifft. Je nach Einfallwinkel wird das Licht dabei stärker oder schwächer gebrochen, absorbiert oder gestreut. 1,5 AM entspricht bereits einem schrägen Winkel, ein direkter Einfall entspräche 1 AM.

Wie viel Strom leistet eine Solarzelle am Tag?

Das Photovoltaik- oder Solarmodul, das Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt, besteht aus Solarzellen - meist auf Siliziumbasis. Alle Module oder Panels einer Photovoltaikanlage bilden den Solargenerator. Pro Quadratmeter Solarzellen kann man mit einer Leistung von 100 kWh im Jahr oder 0,27 kWh elektrischem Strom pro Tag rechnen.

Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage?

Die durchschnittliche Leistung einer Photovoltaikanlage in Deutschland liegt bei etwa 1000 kWh (Kilowattstunden) je 1 kWp installierte Photovoltaik-Leistung, das entspricht 2,7 kWh pro Tag. Im Süden Deutschlands liegt der Ertrag eventuell etwas höher, im Norden etwas niedriger. Ein deutscher Vier-Personen-Haushalt verbraucht jährlich etwa 4.000 kWh Strom, das entspricht circa 11 kWh pro Tag. Damit eine Photovoltaikanlage einen Kilowattpeak, also 1.000 Watt produziert, sind durchschnittlich zehn Quadratmeter Anlagenfläche nötig. Den Strom-Bedarf unseres Vier-Personen-Haushalts deckt also eine Solaranlage von circa 40 Quadratmetern vollständig ab.

Photovoltaik – ein solider Baustein im Energiemix der Zukunft

Photovoltaikanlagen, insbesondere die ans Netz gekoppelten, können in Deutschland ihren Beitrag zu einem Energiemix im Rahmen der Energiewende leisten. Für den Verbraucher interessant ist auch, dass photovoltaische Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert werden. Neben der Windenergie gehören die Photovoltaikanlagen zu den erneuerbaren Energietechnologien, die in Zukunft noch mehr Bedeutung für die deutsche Stromversorgung gewinnen werden, da in beiden sowohl kurz- als auch mittelfristig großes Ausbaupotenzial zu sinkenden Preisen liegt. Auch für die Energieversorgung von abgelegenen Wohnsiedlungen oder Förderpumpen abseits der Versorgungsnetze könnten die wartungsarmen Anlagen, die von der Nachlieferung von Brennstoffen unabhängig sind, in Zukunft eine wichtige Rolle übernehmen

Photovoltaik Iglu

Photovoltaik

Mit einer Solaranlage werden Sie unabhängiger vom Strommarkt. Jetzt kostenlos anfragen!

Photovoltaik