Vor Fasching noch gegen Grippe impfen lassen

24.01.2020

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In Deutschland erkranken jährlich zwischen zwei und vierzehn Millionen Menschen an einer Grippe (Influenza). Noch ist die Grippesaison nicht vorbei – und eine Impfung gerade vor Fastnacht noch sinnvoll.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont: "Die echte Virusgrippe ist keine harmlose Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Besonders Senioren, Schwangere und chronisch Kranke haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher sollten sie sich unbedingt jährlich impfen lassen. Nach der Impfung dauert es rund 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz gegen die Grippeviren aufgebaut hat. Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich noch rechtzeitig gegen Grippe impfen zu lassen, um beispielsweise in der Karnevals- bzw. Faschingszeit geschützt zu sein."

Besonders Risikogruppen sollten sich impfen lassen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Impfung gegen Influenza allen Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken und Schwangeren sowie medizinischem Personal. Außerdem sollten sich alle schützen, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder Personen im nahen Umfeld anstecken und gefährden könnten. Dazu zählt Pflegepersonal, Busfahrerinnen und Busfahrer, Lehrkräfte oder Personen in Pflegeheimen.

Die jährliche Impfung ist wichtig, da sich Grippeviren ständig verändern. Nach einer überstandenen Grippe ist man daher nicht vor weiteren Infektionen geschützt. Die Impfung sollte vorzugsweise im Oktober oder November erfolgen. Aber auch später kann sie noch sinnvoll sein.

Auch Händewaschen schützt

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, reichen schon einfache Hygieneregeln, beispielsweise gründliches Händewaschen mit Seife. Auch ausreichend Abstand zu Erkrankten kann vor einer Übertragung schützen. Die Influenzaviren können über Tröpfcheninfektion, beim Husten oder Niesen, aber auch über Hände und Oberflächen übertragen werden.