Unternehmen verbünden sich zu großer Klima-Allianz

17.07.2020

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München - Um den Klimaschutz schneller voranzutreiben, haben sich zwei große Klimainitiativen aus der Wirtschaft verbündet. Der vom US-Konzern Amazon mitgegründete «Climate Pledge» und die in Washington ansässige Klimapartnerschaft «We Mean Business» mit ihren 1200 Mitgliedsunternehmen wollen die Ziele des Pariser Klimaabkommens zehn Jahre früher zu erreichen und bereits im Jahr 2040 klimaneutral zu sein, wie Amazon am Freitag mitteilte. «Kein Unternehmen kann dieses Problem im Alleingang lösen», sagte Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Privatwirtschaft mobilisiert ihre Kräfte für den Klimaschutz

Die Partnerschaft soll demnach die bisher größte Anstrengung zur Mobilisierung des privaten Sektors in Sachen Klimaschutz darstellen. Gründungsmitglied bei «We Mean Business» ist unter anderem die Ikea-Stiftung, zu den Mitgliedern zählen viele asiatische und europäische Unternehmen, darunter Adidas und BMW. Der Börsenwert der Mitgliedsfirmen beläuft sich auf knapp 25 Billionen Dollar.

Bis 2040 klimaneutral wirtschaften

Ein Schwerpunkt der Initiative ist die Selbstverpflichtung der teilnehmenden Unternehmen zur Reduzierung der Schadstoffemissionen und zur Umstellung auf erneuerbare Energieversorgung. Darüber hinaus sollen die teilnehmenden Unternehmen Einfluss auf ihre Zulieferer nehmen, damit diese ebenfalls klimafreundlich wirtschaften. «Mit der Verpflichtung zu Zusammenarbeit und Innovation können die Vorreiter bis 2040 CO2-neutral sein», sagte María Mendiluce, Vorstand von «We Mean Business». Amazon-Chef Bezos hatte den «Climate Pledge» vor einem Jahr gemeinsam mit der Initiative «Global Optimism» ins Leben gerufen. So will Amazon bis 2030 zum Warentransport 100 000 elektrische Lieferautos nutzen.