Corona-Schutz im Herbst und Winter: So lüftet man richtig

18.09.2020 | 07:00

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Die Bundesregierung rät vor der kälteren Jahreszeit dringend zu ausreichendem Lüften von Räumen, um das Risiko von Corona-Infektionen zu mindern. Gut gelüftet werden sollten demnach alle Innenräume, in denen sich mehrere Personen nicht nur kurzfristig aufhalten, wie es in einer am Donnerstag in Berlin vom Arbeitsministerium veröffentlichen Empfehlung heißt. Empfohlen wird intensives und regelmäßiges Lüften über Fenster und Türen.

Bei Klimaanlagen empfiehlt die Regierung unter anderem eine Erhöhung der Außenluftzufuhr. «Mehr Frischluftzufuhr, weniger Umluft», so Arbeitsstaatssekretär Björn Böhning. Bei Anlagen mit ausschließlichem Umluft- oder Mischluftbetrieb könne demnach der Einbau zusätzlicher Filter gut sein, da Viren durch zurückgeführte Luft im Raum verteilt werden können. Geeignet sein könnte auch ein zusätzliches Abtöten von Viren etwa durch UVC-Bestrahlung, also Ultraviolettstrahlung. Ob und wie eine Nachrüstung mit Filtern oder Desinfektionsstufen funktioniere, müsse aber im Einzelfall geprüft werden.

Wichtig sei zudem, die Funktionsfähigkeit der Anlagen zu prüfen, nötige Reparaturen zu erledigen und Filter auszutauschen. Die Empfehlungen der Regierung erstrecken sich auf raumlufttechnische Anlagen insgesamt, also etwa auch andere Lüftungsanlagen.

Zusätzlich zum Lüften sollte laut Regierung die Belegung von Räumen auf das notwendige Minimum begrenzt werden. Abstandsregeln sollten beachtet, geeignete Abtrennungen angebracht und Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden.

Allgemein gelte: Je kleiner die Frischluftmenge - desto höher die Zahl der Viren in der Luft. Desto geringer sollte dann auch die Aufenthaltsdauer in geschlossenen Räumen sein, so die Regierung.