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PC-Arbeit: Tipps gegen überanstrengte Augen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Wer länger am PC sitzt, kann mit Reizungen der Augen zu kämpfen haben. Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass das Starren auf den Monitor die Augen krank machen kann. Es gibt aber viele Maßnahmen, mit denen man seine Augen schonen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Arbeiten am PC kann die Augen überanstrengen. Das zeigt sich an mehreren Symptomen wie tränende Augen und Lichtempfindlichkeit. Das hängt vor allem mit dem blauen Licht der Monitore zusammen.
  • Man kann die Augen aktiv durch einige Maßnahmen schonen. Dazu gehören etwa eine Reduzierung des Blaulichtanteils und eine optimierte Sitzposition.
  • Auch technische Helfer bieten Schutz für die Augen, etwa der Nachtmodus des Betriebssystems.

Augenprobleme durch PC-Arbeit

Das Arbeiten am PC ist für den Körper auf Dauer sehr anstrengend. Das betrifft beispielsweise den Rücken und ganz besonders auch die Augen. Wie stark sich das bemerkbar macht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Eine Überanstrengung der Augen macht sich über folgende Symptome bemerkbar:

  • trockene, brennende und juckende Augen (auch "Office-Eye- oder Büroaugen-Syndrom" genannt)
  • tränende Augen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel und Übelkeit

Leider kann eine Dauerreizung durch die Lichteinstrahlung über den Monitor auch zu Kurzsichtigkeit, also Sehstörungen und Augenkrankheiten führen.

Warum ist das Arbeiten am PC so anstrengend für das Auge?

Wie kommt es überhaupt dazu? Wer sich über eine längere Zeitspanne auf eine kleinere Lichtquelle konzentriert, überfordert seine Augen. Das hängt unter anderem mit der Lichtfarbe und besonders mit dem blauen Licht der Monitore zusammen. Für die Farbwahrnehmung sind die Zapfen auf der Netzhaut zuständig, die jeweils die drei Farben Rot, Grün und Blau erkennen können. Das Farbsehen funktioniert über elektrische Impulse, die aufgrund einer chemischen Reaktion hervorgerufen werden.

Sind mehrere Farben zu sehen, deren Wellenlängen unterschiedlich sind, bedeutet das Stress für das Auge. Das blaue Licht ist kurzwellig und damit energiereicher als andere Farben. Deshalb steht blaues Licht steht in Verdacht, das empfindliche System der Sehzellen zu stören und so Stoffe freizusetzen, die dem Auge schaden. Eine Studie wollen sogar belegen, dass so die Netzhaut beschädigt wird.

Gleichzeitig findet die Lidschlag beim Arbeiten am PC nicht mehr regelmäßig statt, mit dem das Auge eigentlich regelmäßig neu mit Tränenflüssigkeit überzogen werden würde. Das Auge erhält nicht genug Flüssigkeit, was zum Austrocknen führt und im schlimmsten Fall auch Verletzungen an der Hornhaut nach sich ziehen kann.

Wie kann man die Augen beim Arbeiten am Bildschirm entlasten?

Wer beruflich am Computer sitzt oder in der Freizeit häufig den Rechner anschaltet, kann aktiv gegen die Augenprobleme vorgehen. So kann man seine Augen schonen.

  • Monitor mit höherer Auslösung wählen
  • Kontrast erhöhen und Bildschirm auf eine Farbgebung im gelb-grünen Bereich einstellen
  • Blaulichtanteil reduzieren
  • Bildflackern verhindern
  • Sitzposition optimieren: 50 bis 70 Zentimeter Entfernung sollten zwischen Monitor und Auge liegen
  • Der Kopf und Blick sollten leicht nach unten geneigt sein (25 bis 30 Grad). So sind die Augen nicht komplett geöffnet und der Nacken wird entlastet.
  • Seitlich zum Fenster sitzen und andere Lichtquellen, die von hinten oder von Vorne auf die Augen treffen vermeiden
  • Auf Luftfeuchtigkeit achten
  • Regelmäßig Pausen machen
  • Bewusst blinzeln und öfter in die Ferne schauen
  • Bei entzündeten Augen können Tropfen für Abhilfe sorgen (ärztliche Empfehlung einholen)

Augen schonen mit technischen Helfern

Neben den zuvor genannten Tipps gibt es auch PC-Programme, die dabei helfen sollen, die Augen beim Arbeiten am Rechner zu schonen. Ein Beispiel ist das kostenlose Tool LightBulb. Dabei handelt es sich um ein Open-Source-Programm, das im Hintergrund arbeitet und die Einstellungen des Bildschirmes automatisch anpasst. Dazu zieht das Programm beispielsweise Daten zu Sonnenauf- und Untergang heran und bestimmt so die Helligkeitseinstellung.

Wer mit dem Betriebssystem Windows 10 arbeitet, kann einen vorinstallierten Blaulichtfilter nutzen. Das Programm - genannt Nachtmodus – findet sich in den Einstellungen unter System - Anzeige - Licht. Hier können Zeiten festgelegt werden, in denen sich der Nachtmodus regelmäßig einschaltet. Auch die Stärke kann festgelegt werden. Tipp: Wer sofort auf den Nachtmodus umschaltet, kann die neue Beleuchtung als äußert gewöhnungsbedürftig empfinden. Hier sollte man am besten mit einer geringen Stärke einsteigen und sich allmählich vorantasten.

Auch das blaue Licht, das von den Smartphone-Bildschirmen in unsere Augen flackert, kann den Augen schaden. Deshalb bieten die Hersteller auch hier allerhand Modi an, die man besser auch nutzen sollte.