Geldverschwendung

In deutschen Haushalten versickern Milliarden in zu teuren Verträgen. Das belegen Statistiken regelmäßig: So befindet sich noch jeder dritte Haushalt im Grundversorgungsvertrag des lokalen Strom- oder Gasversorgers und zahlt Jahr für Jahr zu viel. Die entgangenen Ersparnisse summieren sich. Unsere Tarifexperten haben für acht typische Verträge rund um den Haushalt nachgerechnet: 48 Milliarden Euro verschwenden deutsche Privathaushalte pro Jahr.

Das Wichtigste in Kürze

  • 48 Mrd. Euro verschwenden private Haushalte in Deutschland jährlich durch alte Verträge rund um ihren Haushalt.
  • Die Berechnung ist eine Prognose, wie viel die Gesamtheit der Haushalte in Deutschland sparen könnte, wenn alle in Verträge mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis wechseln.
  • Viele Verbraucher fürchten, dass ein Wechsel kompliziert ist. Dabei lassen sich Verträge über Verivox mit wenigen Mausklicks optimieren. Allein über unser Portal haben mehr als 8 Millionen Kunden über 2,1 Milliarden Euro gespart, ohne auf gute Leistungen zu verzichten.

Der Geldverschwendungsreport 2018: 48 Mrd. € verschwendet

Infografik-Geldverschwendungsreport

48 Mrd. Euro im Vergleich

  • Etwa 46 Mrd. Euro stehen in der laufenden Legislaturperiode zur Verfügung, um zusätzlich in die Bereiche Familie, Bildung und Sicherheit zu investieren.
  • 41 Mrd. Euro nahm der Staat 2017 durch die Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) ein.
  • Von dem Geld hätten 56 Elbphilharmonien gebaut werden können.

Geldverschwendung bei Energietarifen: 12,1 Mrd. €

Niemand muss befürchten, bei einem Anbieterwechsel plötzlich ohne Strom oder Gas dazustehen. Im Notfall muss immer der Grundversorger einspringen. Dennoch beziehen laut Bundesnetzagentur noch viele Haushalte ihr Strom und Gas im teuren Grundversorgungstarif ihres lokalen Versorgers.

Strom: 8,6 Mrd. € verschwendet

30,6 % der deutschen Haushalte befinden sich laut Bundesnetzagentur im Grundversorgungstarif. Hinzu kommen 40,9 % mit Sonderverträgen beim lokalen Versorger. Würden diese Haushalte in einen günstigen Stromtarif wechseln, brächte das rechnerisch eine jährliche Gesamtersparnis von 8,6 Mrd. Euro.

Gas: 3,5 Mrd. € verschwendet

Laut Bundesnetzagentur sind 22 % der deutschen Haushalte noch im Grundversorgungstarif und 53 % haben Sonderverträge beim lokalen Gasversorger. Würden diese Haushalte in einen günstigen Gastarif wechseln, brächte das rechnerisch eine jährliche Gesamtersparnis von 3,5 Mrd. Euro.

Geldverschwendung bei Handytarifen: 18 Mrd. €

Knapp 2/3 aller Mobilfunkkunden sind laut VUMA bei den drei Netzbetreibern – O2, Vodafone, Telekom – unter Vertrag. Würden diese Kunden zu einem günstigeren Handyanbieter wechseln, könnten sie rein rechnerisch pro Jahr 18 Mrd. Euro einsparen. Dabei gibt es das schnelle LTE-Netz auch in etlichen Discounttarifen – nennt sich dort meist „Highspeed“.

So haben wir gerechnet: Ersparnis beim Wechsel vom Netzbetreiber- zum Discounter-Tarif im gleichen Netz (Allnet-Flat mit 2 GB Datenvolumen): 223,32 Euro jährliche Ersparnis x 80,7 Mio. Netzbetreiber-Kunden = 18,02 Mrd. Euro.

Geldverschwendung bei DSL- und Kabeltarifen: 3,1 Mrd. €

13,4 Mio. Kunden sind nach Angaben der Telekom im März 2018 beim Ex-Monopolisten. Würden zum Beispiel diese Telekom-Kunden zu einem günstigeren DSL-Anbieter wechseln, könnten sie rein rechnerisch pro Jahr 3,1 Mrd. Euro einsparen.

So haben wir gerechnet: Ersparnis beim Wechsel vom Telekom-Bestandskundentarif (16 Mbit/s, Vorwahl 030) in den günstigsten verfügbaren Tarif: 234,48 Euro jährliche Ersparnis x 13,4 Mio. Telekom-Kunden = 3,14 Mrd. Euro.

Geldverschwendung bei Ratenkrediten: 5,5 Mrd. €

Geschätzt 15,8 Mrd. Euro Zinsen zahlen Deutschlands Verbraucher für Ratenkredite, die sie 2017 aufgenommen haben. Top-Kreditzinsen (für alle Verbraucher) liegen 35 % unter dem Durchschnittszins. Mögliche Gesamtersparnis für alle Kreditnehmer: 5,5 Mrd. Euro.

So haben wir gerechnet: 103 Mrd. Euro betrug das Gesamtvolumen neuer Ratenkredite 2017. Der durchschnittliche Zinssatz (lt. Bundesbank) lag bei 5,77 %, die Laufzeit bei 5 Jahren (Verivox-Kunden). Das ergibt 15,8 Mrd. Euro Zinsen. 35 % von 15,8 Mrd. Euro= 5,5 Mrd. Euro

Geldverschwendung beim Girokonto: 2,4 Mrd. €

38,82 Euro kostet ein Online-Konto durchschnittlich pro Jahr. Würden alle Online-Konten auf das vergleichbar günstigste Konto umgestellt, wären die Gebühren 0 Euro. Ersparnis: 2,4 Mrd. Euro.

So haben wir gerechnet: 38,82 Euro jährlich zahlt ein Modellkunde beim Online-Banking von 108 Banken (Stiftung Warentest, 04/2018). 0 Euro kostet das Girokonto bei den günstigsten Banken. 62,8 Mio. Konten wurden 2016 als Online-Konten geführt (Bundesbank).38,82 Euro x 62,8 Mio.= 2,4 Mrd. Euro. (Wer sein Konto nicht online führt, ist meist auf das Angebot der regionalen Filialbanken angewiesen. Das Sparpotenzial ist gering. Deshalb wurden diese Konten in der Hochrechnung nicht berücksichtigt.)

Keine Angst vorm Kontowechsel

Banken unterstützen ihre Kunden heute beim Kontowechsel mit der Wechselhilfe. Die neue Bank informiert alle regelmäßigen Zahlungspartner (Geldeingänge und Abbuchungen).

Geldverschwendung bei der Kfz-Versicherung: 6 Mrd. €

Das Prämienvolumen aller privaten Pkw liegt bei etwa 20 Mrd. Euro. 29,8 % beträgt die Preisdifferenz zwischen günstigen und durchschnittlichen Tarifen. Wenn alle Autofahrer von einem Anbieter im mittleren Preissegment zu einem preiswerten Kfz-Versicherungstarif wechseln, könnten sie 6,0 Mrd. Euro sparen.

So haben wir gerechnet: 30,8 Mrd. Euro zahlten die Besitzer aller 63,2 Mio. Fahrzeuge 2016 – laut GDV. Davon sind 41,0 Mio. private Pkw = 20,0 Mrd. Euro (Hochrechnung). Die Preisdifferenz von 29,8 % stammt aus dem Verivox Kfz-Versicherungsindex. 29,8 % von 20,0 Mrd. Euro= 6,0 Mrd. Euro.

Tipps für Ihre Kfz-Versicherung

  • Wer sich günstig versichert, muss nicht auf gute Leistungen verzichten. Der Verivox-Tariftest (Autobild 10/2017) zeigt: Wichtige Leistungsstandards gibt es auch bei Tarifen mit Top-Preisen.
  • Autofahrer legen am besten den 1. Januar als Kündigungszeitpunkt in der Kfz-Versicherung fest, weil in der Wechselsaison die Preise niedriger sind.

Geldverschwendung bei der Privat-Haftpflicht: 1,3 Mrd. €

36 Euro beträgt die Preisdifferenz zwischen günstigen Tarifen und Tarifen im mittleren Preissegment bei der Haftpflichtversicherung. Würden alle Verbraucher von einem Tarif im mittleren Preissegment zu einem günstigen Tarif wechseln, würden sie 1,3 Mrd. Euro weniger zahlen.

So haben wir gerechnet: Die Preisdifferenz ist der Mittelwert von Modellfällen für eine Familie mit Kind und einen Single (nur leistungsstarke Tarife). 85% aller Haushalte besitzen eine Privathaftpflicht (laut GDV): Ergibt 34,8 Mio. 36 Euro x 34,8 Mio.= 1,3 Mrd. Euro.