Heizungen im Vergleich

02.11.2010 | 08:16

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Wer den alten Heizkessel durch eine effiziente Neuanlage ersetzen oder von Öl auf eine Pelletheizung umsteigen will, stellt Weichen für die nächsten zwei Jahrzehnte: Investitionen und Folgekosten müssen da gut kalkuliert sein. Der Heizsystemvergleich der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet einen anschaulichen Kostenvergleich, um die Wirtschaftlichkeit von Heizsystemen zu beurteilen.

Kostenvergleich nach individuellen Gegebenheiten

Aus 18 exemplarischen Gebäudearten – vom Einfamilien- bis zum Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten – kann ausgewählt werden, welches Gebäude der eigenen Immobilie am nächsten kommt. Ob gut, mittel oder schlecht saniert, ob viel oder eher wenig Wasser verbraucht wird – all dies lässt sich für das ausgewählte Gebäude mit Hilfe des Rechners an den tatsächlichen Energieverbrauch anpassen.

Für verschiedene Heizsysteme, wie zum Beispiel Pelletheizungen, Brennwertheizungen, Solaranlagen, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke können dann Kostenvergleiche angestellt werden. Grafisch und in Tabellenform ist abzulesen, mit welchen Kosten für Heizung und Warmwasser beim jeweiligen Heizsystem zu rechnen ist. Berücksichtigt werden dabei nicht nur Investitions- und Energiekosten, sondern auch Wartungs- und Instandsetzungskosten. Der Rechner ermöglicht es zudem, interaktiv verschiedene Szenarien durchzuspielen, indem Parameter verändert werden: zum Beispiel angenommene Energiepreissteigerungen oder Förderkonditionen.

Energieberatung ist ein Muss

Die Frage, ob im Einzelfall der Umstieg von Erdgas auf Holzpellets günstiger ist oder man langfristig mehr spart, wenn statt einer Solaranlage für Warmwasser mit einer Wärmepumpe kostenlos Umweltwärme genutzt wird, kann verlässlich nur im Rahmen einer Energieberatung beantwortet werden: Denn dazu sind eine genaue Analyse des Gebäudes und ein abgestimmter Sanierungsfahrplan erforderlich. Der Heizsystemvergleich erlaubt Sanierungswilligen aber eine erste überschlägige Schätzung, ob sich höhere Anfangsinvestitionen durch niedrige Brennstoffkosten über längere Zeit auszahlen.

Zuschüsse vom Staat berücksichtigen

Förderzuschüsse können die Wirtschaftlichkeit von Heizsystemen erheblich beeinflussen. Entsprechende Programme bieten Bundesländer und Kommunen an. Die individuellen Förderkonditionen (Zuschüsse oder Kreditzinsen) können im Heizsystemvergleich berücksichtigt werden.