Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen
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Bis zu 433 € sparen
Berechnungsgrundlage - Jahresersparnis
Alter: 25 Jahre / Rente: 1.000 Euro / Absicherung bis 67 / Beruf: Industriekaufmann/-frau / Ausbildung: Bachelor / Bürotätigkeit: 100% Bürotätigkeit / Nichtraucher
Günstigster Jahresbeitrag
Versicherer: Signal Iduna, Tarif: SI WorkLife EXKLUSIV, Monatliche Zahlung: 29,39 Euro (Jahresbeitrag: 352,68 Euro)
Teuerster Jahresbeitrag
Versicherer: Universa, Tarif: SBU, monatliche Zahlung: 65,48 Euro (Jahresbeitrag: 785,76 Euro)
abgerufen 03/2025, aktuelle Tarife können abweichen -
Kein Risiko: Unverbindlich
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Berechnungsgrundlage - Jahresersparnis
Alter: 25 Jahre / Rente: 1.000 Euro / Absicherung bis 67 / Beruf: Industriekaufmann/-frau / Ausbildung: Bachelor / Bürotätigkeit: 100% Bürotätigkeit / Nichtraucher
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Teuerster Jahresbeitrag
Versicherer: Universa, Tarif: SBU, monatliche Zahlung: 65,48 Euro (Jahresbeitrag: 785,76 Euro)
abgerufen 03/2025, aktuelle Tarife können abweichen
Das Wichtigste in Kürze
- Gesundheitsprüfung: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen gibt es regulär nicht.
- Vereinfachte Tarife: Einige Versicherer bieten Tarife mit wenigen Gesundheitsfragen an – oft für bestimmte Berufsgruppen oder junge Menschen bis 35.
- Betriebliche BU: Große Unternehmen bieten Kollektivverträge mit stark vereinfachter Gesundheitsprüfung. Diese sind jedoch weniger flexibel.
- Vorerkrankungen: Diese führen nicht automatisch zur Ablehnung. Versicherer können Verträge mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen anbieten.
- Risikovoranfrage: Mit einer anonymen Voranfrage können Sie unverbindlich prüfen lassen, ob und zu welchen Konditionen eine BU für Sie möglich ist.
- Gibt es eine BU ohne Gesundheitsfragen?
- Vereinfachte Gesundheitsfragen
- Kann man trotz Vorerkrankung eine BU abschließen?
- BU-Chancen prüfen – ohne Risiko
- Welche Vorerkrankungen sind relevant?
- Beruf und Hobbys als BU-Risiko
- Tipps für den erfolgreichen BU-Antrag
- Häufig gestellte Fragen
Gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ohne Gesundheitsfragen gibt es in Deutschland bislang nicht. Die Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss ist bei allen BU-Versicherern eine Voraussetzung.
Warum brauchen Versicherer die Gesundheitsfragen?
Mit den Fragen ermittelt der Versicherer, wie hoch das Risiko ist, dass Sie als Versicherungsnehmer berufsunfähig werden. Dabei geht es nicht nur um Krankheiten in der Vergangenheit, sondern auch um individuelle Faktoren wie
- Größe und Gewicht
- Lebensstil wie Raucherstatus und risikoreiche Hobbys
- bestehende Vorerkrankungen
Gesundheitliche Vorbelastungen können zu Preisaufschlägen oder mitunter auch zu Leistungsausschlüssen führen.
Ohne Gesundheitsfragen und die damit verbundene Risikoeinschätzung müssten alle Versicherten deutlich mehr für die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen.
Gibt es Ausnahmen oder Sonderfälle?
Außerdem gibt es auf dem Versicherungsmarkt bei einzelnen Anbietern Tarife mit einer abgespeckten BU. Diese ist eher als Vorsorgeschutz für Verträge und nicht als Einkommensabsicherung gedacht. Die Tarife sichern nicht die volle BU-Rente ab. Sie übernehmen im Leistungsfall lediglich die Beiträge für Ihre Altersvorsorge oder andere Verträge. Für diese Form der BU sind beim Abschluss keine Gesundheitsfragen nötig, allerdings gilt häufig eine Wartezeit von drei Jahren.
Berufsunfähigkeitsversicherung über den Arbeitgeber
In Konzernen und großen Unternehmen gibt es mitunter sogenannte Kollektivverträge oder Dienstobliegenheitserklärungen der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dabei werden alle Beschäftigten gemeinsam versichert.
Auch bei dieser BU-Variante ist die Gesundheitsprüfung stark vereinfacht. Meist handelt es sich um wenige Fragen, die die Mitarbeiter leicht mit "Nein" beantworten können.
Mögliche Nachteile einer betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung:
- Wenig flexibel: Versicherer, Laufzeit, Leistungsdynamik und weitere Vertragsdetails legt der Arbeitgeber fest.
- An das Arbeitsverhältnis gebunden: Beim Jobwechsel lässt sich der Vertrag oft nicht privat fortführen, der Schutz entfällt.
- Spätere eigene BU wird teurer: Höheres Einstiegsalter und eventuell ein schlechterer Gesundheitszustand können zu deutlich höheren Beiträgen führen.
Was sind vereinfachte Gesundheitsfragen?
Bei dieser verkürzten Gesundheitsprüfung verzichten Versicherer auf eine umfangreiche Abfrage Ihrer Krankengeschichte. Statt vieler Detailfragen zu Behandlungen, Medikamenten oder Operationen werden nur wenige, allgemein gehaltene Fragen gestellt, zum Beispiel:
- "Sind Sie aktuell arbeitsunfähig?"
- "Beziehen Sie eine Erwerbsminderungsrente?"
Der Vorteil: Der Antrag ist schnell ausgefüllt, und auch mit leichten Vorerkrankungen bestehen oft bessere Chancen auf Versicherungsschutz.
Der Nachteil: Häufig sind Leistungen eingeschränkt, etwa durch geringere Berufsunfähigkeitsrente, kürzere Laufzeit oder fehlende Nachversicherungsmöglichkeiten.
Kann man trotz Vorerkrankung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?
Wer etwas verschweigt, riskiert seinen Versicherungsschutz und geht schlimmstenfalls bei eintretender Berufsunfähigkeit komplett leer aus. Vorerkrankungen spielen hierbei eine kleinere Rolle, als viele BU-Interessenten denken.
Was passiert, wenn Sie die Gesundheitsfragen falsch beantworten?
Verschweigen Sie Erkrankungen oder machen Sie falsche Angaben, riskieren Sie Ihren Versicherungsschutz und gehen im Leistungsfall womöglich leer aus. Der Versicherer kann sich auf die sogenannte vorvertragliche Anzeigenpflicht aus dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) berufen. Dies gibt ihm das Recht, die Auszahlung der BU-Rente zu verweigern und vom Vertrag zurückzutreten.
Oft sind Vorerkrankungen aber weniger problematisch, als viele BU-Interessenten vermuten.
BU-Chancen prüfen – ohne Risiko
Haben Sie Bedenken, dass Sie wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können? Mit einer anonymen Risikovoranfrage finden Sie unverbindlich heraus, ob und zu welchen Konditionen Sie Versicherungsschutz bekommen.
Unsere Verivox-Versicherungsexperten kümmern sich gern darum und helfen Ihnen gern bei der Tarifauswahl.
Welche Vorerkrankungen sind relevant?
Bei der BU-Antragstellung müssen Sie folgendes angeben:
- alle ärztlich behandelten Erkrankungen der letzten fünf Jahre
- stationäre Behandlungen und Operationen der letzten zehn Jahre
Zudem führen Vorerkrankungen, die so gut wie jeder im Leben erleidet, nicht automatisch dazu, dass der Versicherer den Antrag ablehnt.
Es gibt vier Möglichkeiten, wie der Versicherer auf Vorerkrankungen reagieren kann:
- Annahme des Antrages ohne Einschränkungen – bei leichten oder üblichen Erkrankungen, keine Erhöhung des Beitrags.
- Annahme mit Risikozuschlag – höherer Beitrag, Erkrankung ist aber mitversichert.
- Annahme mit Leistungsausschluss – bestimmte Krankheiten oder betroffene Körperregionen sind nicht in der BU abgesichert.
- Ablehnung – nur bei schweren oder stark chronischen Erkrankungen.
Die folgende Übersicht zeigt ein Beispiel, wie Versicherer typischerweise die Krankheiten einstufen können:
BU meist ohne Einschränkungen
|
BU mit Zuschlag oder Leistungsausschluss
|
BU meist abgelehnt
|
---|---|---|
Leichte Migräne | Bandscheibenvorfall | Multiple Sklerose |
Leichtes Asthma | Schilddrüsenerkrankung (z.B. Hashimoto) | Herzinfarkt |
Allergien (z.B. gegen Tierhaare) | Hörsturz | Krebserkrankung |
Zahnwurzelentzündung | Neurodermitis | HIV |
Morbus Crohn (mittelschwer) | Schwere psychische Erkrankungen | |
Bluthochdruck | Diabetes mellitus (schwere Fälle) |
Was passiert, wenn eine Erkrankung ausgeheilt ist?
Ist eine Erkrankung vollständig ausgeheilt, können Sie durch ein ärztliches Gutachten erreichen, dass ein bestehender Risikozuschlag reduziert oder eine Ausschlussklausel aufgehoben wird. Damit verbessert sich nicht nur Ihr Versicherungsschutz. Mitunter verringert sich dadurch auch die monatliche Prämie für Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung.
Typische Gesundheitsfragen der Versicherer
Folgende Themen spielen bei der Gesundheitsprüfung eine Rolle:
- Vorerkrankungen der letzten fünf Jahre (ambulant) beziehungsweise der letzten zehn Jahre (stationär)
- Größe und Gewicht (der BMI kann den Beitrag beeinflussen)
- Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout
- Risikoreiche Hobbys wie Tauchen, Reiten oder Motorsport
- Berufsrisiko (körperlich belastende Tätigkeiten, hohes Verletzungsrisiko und ähnliches)
Außerdem wird das Einkommen abgefragt, da Versicherer eine Berufsunfähigkeitsrente in der Regel bis maximal 80 Prozent des monatlichen Nettogehalts anbieten. Die Höhe der Absicherung kann sich je nach Versicherer und Tarif deutlich unterscheiden.
Tipp: Der genaue Wortlaut und Umfang der Fragen unterscheiden sich je nach Versicherer. Auch die Bewertung der Angaben ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Ein genauer Vergleich von mehreren Angeboten lohnt sich daher.
Wie wirken sich Beruf und Hobby auf die BU-Versicherung aus?
Neben Vorerkrankungen sind Beruf und Hobbys entscheidende Faktoren für die Risikoprüfung und Beitragshöhe Ihrer BU-Versicherung.
Berufsgruppen und Risikoklassen
Versicherer teilen die Berufe in verschiedene Risiko- oder Berufsgruppen (Risikogruppe 1 bis 5) beziehungsweise Gefahrenklassen (A bis E) ein.
Die Einstufung richtet sich nach dem Risiko, berufsunfähig zu werden:
- Klasse A (niedrigstes BU-Risiko): Berufe mit Bürotätigkeiten, Ärzte ohne OP-Tätigkeit, Apotheker
- Klasse B: Kaufmännische Berufe, Redakteure
- Klasse C: Lehrer, Außendienstmitarbeiter, Pflegepersonal
- Klasse D: Bauarbeiter, Dachdecker, Schreiner, Schornsteinfeger
- Klasse E (sehr hohes BU-Risiko): Sprengmeister, Profisportler
Die Einstufung variiert von Anbieter zu Anbieter.
Berufe mit erhöhtem Risiko für Berufsunfähigkeit sind nur mit Risikozuschlag versicherbar. Je höher das Risiko eingeschätzt wird, desto teurer wird die Police.
Außerdem beeinflussen noch Eintrittsalter, Laufzeit, Rentenhöhe, Versicherungsumfang und weitere Klauseln den Beitrag der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Einfluss von Sport und Hobbys
Neben dem Berufsrisiko gibt es Hobbys wie Tauchen oder Klettern, die ein hohes Verletzungsrisiko mitbringen. Auch hier kann es zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder zur Ablehnung des Antrages kommen:
Unproblematisch
|
Mit Zuschlag / Ausschluss
|
Nicht versicherbar
|
---|---|---|
Schwimmen | Gerätetauchen > 40 m | Kickboxen Wettkampf (Vollkontakt) |
Marathon | Bergsteigen > 5.000 m | Base-Jumping |
Radfahren | Fallschirmspringen | Motorsportrennen |
Fußball | Klettersteig ab Grad D |
Tipps für den erfolgreichen BU-Antrag
Mit der richtigen Vorbereitung steht einer erfolgreichen BU-Annahme nichts im Weg. Gehen Sie systematisch vor:
Unterlagen vorbereiten
- Fordern Sie vor der Antragstellung eine Versichertenauskunft bei Ihrer Krankenkasse an. Diese enthält alle Arztbesuche und verordneten Medikamente der letzten Jahre.
- Zusätzlich sollten Sie Patientenakten aller Ärzte anfordern, bei denen Sie in den abgefragten fünf Jahren in Behandlung waren.
Risiko vorab prüfen lassen
- Stellen Sie einen BU-Antrag besser nicht allein mit Ihren persönlichen Daten. Wird Ihr Antrag abgelehnt, landet dieser Eintrag in der sogenannten HIS-Datei (Hinweis- und Informationssystem). Andere Versicherer sehen dann, dass Ihr Antrag schon einmal abgelehnt wurde. Das ist ein klarer Nachteil bei weiteren Anfragen.
- Lassen Sie lieber unsere Versicherungsexperten die Arbeit machen: Sie stellen die Anfrage für Sie mit anonymisierten Daten. So erfahren Sie risikofrei, welcher Versicherer Sie zu den besten Bedingungen aufnimmt.
Experten-Beratung nutzen
- Unsere Versicherungsprofis beraten Sie persönlich beim Abschluss Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie kennen die Tarife und deren Leistungsunterschiede und wissen, welcher Versicherer bei bestimmten Gesundheitsfragen die besten Chancen auf einen Vertrag bietet.
So finden Sie schnell und direkt die BU-Versicherung, die am besten zu Ihnen passt.
Häufig gestellte Fragen
Nein, in der Regel gibt es keine BU ohne Gesundheitsprüfung. Eine Ausnahme bildet der Kollektivvertrag, den manche großen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern anbieten. Häufig sind hier die Konditionen allerdings schlechter als auf dem freien Versicherungsmarkt.
Beide Begriffe sind Teil der Risikoeinstufung, die ein Versicherer bei einem Versicherungsnehmer vornimmt. Um eine Berufsunfähigkeitversicherung abschließen zu können, beantwortet der Versicherungsnehmer Gesundheitsfragen und der Versicherer nimmt aufgrund der Antworten eine Gesundheitsprüfung vor.
Ja. Wurden Gesundheitsfragen aus Unwissen oder Fahrlässigkeit falsch beantwortet, besteht eine Verjährungsfrist von fünf Jahren. Danach kann der Versicherer den Vertrag nicht mehr anpassen oder kündigen.
Auch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung gibt es in der Regel nicht ohne Gesundheitsfragen. Außerdem bietet die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ein deutlich geringeres Leistungsspektrum als die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie ist nur als Alternative zu sehen, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung aus Kostengründen oder wegen ausgeprägten Vorerkrankungen nicht möglich ist.
Bei den Gesundheitsfragen müssen Vorerkrankungen für ärztliche Behandlungen bis fünf Jahre rückwirkend und stationale Behandlungen bis zehn Jahre rückwirkend angegeben werden. Zudem werden Fragen zu Einkommensverhältnissen, Größe, Körpergewicht und Hobbys mit erhöhtem Verletzungsrisiko gestellt.
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