Bild: Treibhauseffekt ©ChaotiC_PhotographY/fotolia.com

Treibhauseffekt

Ohne den natürlichen Treibhauseffekt gäbe es kein Leben auf der Erde. Durch den Treibhauseffekt wird die Wärme auf der Erde gespeichert und ein Einfrieren des Planeten verhindert. Die Durchschnittstemperatur auf der Erde liegt bei angenehmen 15 Grad Celsius. Ohne diesen Effekt müssten wir uns mit durchschnittlichen Temperaturen von um die -18 Grad Celsius arrangieren.

Der Treibhauseffekt kommt durch die natürlichen Treibhausgase der Erdatmosphäre zustande: Methan, Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid. Ein Gemisch aus diesen Gasen umgibt die Erde wie eine schützende Membran. Die kurzwellige Strahlung, die von der Sonne kommt, gelangt durch die Membran hindurch auf die Erdoberfläche. Die langwellige Strahlung, die von der Erdoberfläche zurückkommt, wird von der Membran teilweise aufgehalten. Ähnlich wie das Glasdach eines Treibhauses verhindern die Treibhausgase nämlich, dass die langwellige Strahlung durch die Membran hindurch ins All gelangt. So wird die warme Strahlung in der Erdatmosphäre gespeichert; in der Folge werden die Erdoberfläche sowie die sie umgebenden Luftschichten aufgeheizt.

Die globale Erwärmung und ihre Folgen

Schwankungen der Temperaturen von ein bis zwei Grad im Lauf der Jahrtausende sind nichts Ungewöhnliches. Doch mit der Industrialisierung und der Zunahme der CO2-Emissionen sind die Temperaturen beständig gestiegen. Denn es gilt: Je höher die Konzentration der Treibhausgase ist, desto mehr heizt sich die Erdatmosphäre auf und desto wärmer wird es.

Die Folgen des Temperaturanstiegs ließen nicht lange auf sich warten: Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen und Dürren stellen die Menschheit vor ungeahnte Herausforderungen. Mit dem fortschreitenden Schmelzen der Eismassen an Nord- und Südpol stieg der Meeresspiegel bedenklich an. Man muss mit dem Schlimmsten rechnen: In absehbarer Zeit könnten große Küstengebiete überschwemmt werden, viele Menschen ihre Heimat verlieren. Ganze Ökosysteme könnten sich verändern oder sogar zusammenbrechen. Der Lebensraum unserer Nachfahren könnte ein ganz anderer sein als der heutige, wenn der globalen Erwärmung nicht bald Einhalt geboten wird.

Der internationale Kampf gegen die globale Erwärmung

Die internationale Staatengemeinschaft hat es sich bereits 1997 zum Ziel gesetzt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Im Kyoto-Protokoll einigten sich die Unterzeichnerstaaten verbindlich auf eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um 5,2 Prozent bis 2012 im Vergleich zu 1990. Viele Staaten haben die Ziele jedoch nicht erreicht. Im Jahr 2012 wurde auf der UN-Klimakonferenz eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls (Kyoto II) bis zum Jahr 2020 beschlossen. Dennoch: Klimaexperten schätzen die aktuelle Situation als dramatisch ein. Einigen Industrienationen ist es zwar gelungen, die Emissionen ihrer klimaschädlichen Gase zu reduzieren. Aber der Energieverbrauch steigt zugleich in Schwellenländern wie China und Indien so drastisch an wie nie zuvor.

Über den Umfang und die Verteilung der künftigen Treibhausgas-Emissionen sowie die Einbindung von Schwellen- und Entwicklungsländern in die Reduktionsverpflichtungen sind sich die Vertragsstaaten der UN-Klimakonferenz auch heute noch nicht einig. Die globale Erwärmung bedeutet keine theoretische Gefahr mehr, sie ist in unserer heutigen Zeit zur Realität geworden. Der Klimawandel kann nicht mehr aufgehalten werden, man kann ihn lediglich abmildern, und zwar durch die konsequente Einsparung des Klimakillers CO2. Jeder einzelne kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, etwa durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter, durch den Verzicht aufs Autofahren und auf Flugreisen, durch die Verringerung seines Fleischkonsums oder die Reduktion des Stromverbrauchs in den eigenen vier Wänden.

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Text: Verivox
Bild: ChaotiC_PhotographY
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