Kühlschrank und Gefrierfach richtig abtauen

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wer seine Kühlgeräte regelmäßig abtaut, spart viel Energie ein.
  • Zum Abtauen das Gerät entleeren und den Stecker ziehen.
  • Das ist auch eine gute Gelegenheit für eine schonende Reinigung.

Wer seinen Kühlschrank und das Gefrierfach regelmäßig abtaut, spart dadurch jede Menge Strom und damit bares Geld. Zudem bleibt mehr Platz im Eisfach, um das Gefriergut zu verstauen. Was viele nicht wissen: Bereits eine dünne Eisschicht von einem Zentimeter vergrößert den Energieverbrauch des Gefriergerätes um etwa 50 Prozent.

Eine Abtau-Aktion ist besonders praktisch, wenn gerade nicht allzu viele verderbliche Vorräte im Kühlschrank bzw. Gefrierfach liegen. Im Winter können tiefgefrorene Vorräte auch einfach auf dem Balkon oder der Terrasse zwischengelagert werden.

Bevor man das Abtauen in Angriff nimmt, sollte das Gefriergerät ausgeschaltet und wenn möglich der Netzstecker gezogen werden. Wichtig sind auch Vorkehrungen zum Auffangen des Schmelzwassers, etwa Handtücher vor dem Gerät oder Schüsseln, die das tropfende Wasser schon im Innenraum auffangen.

Abtauprozess beschleunigen

Wer den Abtauprozess beschleunigen möchte, kann Gefäße mit heißem Wasser in den Gefrierschrank oder die Kühltruhe stellen und dieses immer wieder erneuern, wenn es abgekühlt ist. Das lässt die Eislandschaft schneller schmelzen. Sobald das Eis weich wird, lässt es sich in größeren Stücken vorsichtig herauslösen. Achtung: Verwenden Sie dazu keinesfalls scharfe Gegenstände - das Kühlgerät könnte beschädigt werden.

Innenraum richtig reinigen

Damit sich Keime nicht im Kühlschrank verbreiten, sollten Verbraucher ihn regelmäßig reinigen. Also mindestens einmal im Monat den Kühlschrank putzen, rät die Initiative "Zu gut für die Tonne!" des Bundeszentrums für Ernährung in Bonn.

Dafür benötigen Verbraucher keine aggressiven Desinfektionsmittel. Warmes Wasser, ein frischer Lappen und milde Allzweckreiniger, Essig oder Spülmittel reichen nach Aussage der Experten aus, um 90 Prozent der Oberflächenkeime sowie Schmutz und Fett zu entfernen. Dabei darf man auch die Gummidichtung nicht vergessen. Diese bleibt länger haltbar, wenn man sie nach dem Reinigen mit etwas Babypuder einreibt. Danach gründlich trockenreiben. Anschließend das Gerät wieder einschalten, auf die ideale Lagertemperatur von minus 18 Grad stellen und das Gefriergut zurück räumen.

Um dem zeitaufwändigen Abtauen ein Ende zu bereiten, haben alle Hersteller inzwischen Gefriergeräte mit sogenannter No-Frost-Technologie im Programm. „Diese Technik sorgt dafür, dass das Gefriergut mit gekühlter Umluft eingefroren und die Feuchtigkeit kontinuierlich abgeführt wird. Der Gefrierschrank und die Lebensmittel bleiben dabei eis- und reiffrei“, rät Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERÄTE+ in Berlin. Viele der komfortablen No-Frost-Geräte sind in der besonders sparsamen Energieeffizienzklasse A++ erhältlich.