Strom sparen in Küche, Bad, Wohnzimmer und Garten

Mit diesen Stromspartipps den Stromverbrauch senken

Gewiss ist: Die Strompreise steigen seit Jahren und werden durch den zunehmenden Stromnetzausbau und -umbau so schnell nicht wieder sinken. Was viele jedoch nicht wissen: Strom sparen im Haushalt ist einfach und schont gleichzeitig die Umwelt. Dafür müssen Sie nicht mal auf den gewohnten Komfort verzichten – es gilt nur, ein paar wenige alltägliche Dinge zu beachten. Stromspar-Gadgets wie beispielsweise Funksteckdosen oder Mähroboter sind bequem und helfen zusätzlich, Energie und Kosten zu sparen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie zu Haus Strom sparen mit Tipps, Technik und einem Stromvergleich.

Inhalt dieser Seite
  1. Stromverbrauch im Haushalt
  2. Stromspartipps für die Küche
  3. Strom sparen im Badezimmer
  4. Stromspartipps fürs Wohnzimmer
  5. im Arbeitszimmer
  6. Beleuchtung
  7. Energieverbrauch mit Smarthome reduzieren
  8. Wasser- und Heizkosten senken
  9. Strom im Garten
  10. Strom selbst erzeugen
  11. Stromtarif wechseln

Strom sparen leicht gemacht – Schlau mit V

Mit diesen Expertentipps sparen Sie richtig

Im Video verrät Ihnen unser Experte, wie Sie Stromfresser dingfest machen und mit ein paar Tipps ordentlich Geld sparen können.

Stromverbrauch im Haushalt

Um zu wissen, wie Sie im Haushalt Strom sparen können, lohnt es sich, zu schauen, wo Sie am meisten Strom verbrauchen und ob es vermeintliche „Stromfresser“ gibt, die Sie kurz- oder mittelfristig austauschen sollten. Die folgende Grafik zeigt, wofür durchschnittlich am meisten Strom im Haushalt verbraucht wird.

Stromverbrauch deutscher Haushalte

Die Grafik zeigt, dass mehr als die Hälfte des im Haushalt verbrauchten Stroms zum Kochen und Kühlen verwendet wird, dazu kommt ein weiteres Viertel für Kommunikations- und Unterhaltungselektronik. Das ist viel, aber alle drei Bereiche bieten – neben weiteren – gute Möglichkeiten, Strom einzusparen.

Strom sparen im Haushalt

Für jedes Budget und für jeden Haushaltstyp – ob Wohnung, Einfamilienhaus oder Anwesen – gibt es Möglichkeiten, Strom zu sparen. Unter den folgenden Räumen und Rubriken finden Sie Anregungen und Ideen, die von praktischen Alltagstipps bis hin zu Empfehlungen für Neuanschaffungen reichen.

Eigenen Stromverbrauch berechnen

Vorab lohnt es sich, einmal den eigenen Stromverbrauch und den Anteil der Elektrogeräte am Gesamtverbrauch in Ihrem Haushalt näher anzuschauen. Dazu können Sie Strommessgeräte nutzen und so den Stromverbrauch einzelner Geräte bestimmen. Diese können Sie in Verbraucherzentralen, Energieberatungsstellen in Ihrer Nähe oder auch vom Stromanbieter selbst kostenfrei ausleihen und für ein paar Tage den Verbrauch von Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher und Co. genauer ansehen. Alternativ können Sie den Stromverbrauch berechnen – für einzelne Geräte oder insgesamt.

Stromspartipps für die Küche

In der Küche sind tägliche viele Elektrogeräte im Einsatz, einige davon müssen sogar durchgängig laufen beziehungsweise lassen Sie sich nur mühselig vom Strom trennen, da sie fest eingebaut sind wie Backofen oder Mikrowelle. Deswegen lohnt es sich, hier einige Energiespartipps zu berücksichtigen.

Achten Sie schon bei der Anordnung der Geräte auf den Energiebedarf: Backofen und Herd möglichst nicht neben oder gegenüber dem Kühlschrank stellen. Dieser benötigt neben Heizung oder einem sonnenzugewandten Fenster ebenfalls mehr Strom.

Kühlschrank

Der Kühlschrank ist neben dem Herd das zentrale Element in der Küche und sehr beliebt: Mehrmals täglich wird er geöffnet, wobei jedes Mal warme Luft eindringt, sodass nachgekühlt werden muss – das kostet Strom. Besser ist es, den Kühlschrank seltener und möglichst kurz zu öffnen.

Generell sind Kühlschränke am energieeffizientesten, wenn sie gut gefüllt sind. Deshalb sollte die Größe auch an den Haushaltsbedarf angepasst werden. Für einen Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt reichen meist kleine Geräte mit 100 bis 150 Liter Fassungsvermögen aus. Auch die Verteilung der Lebensmittel im Kühlschrank sollte entsprechend der unterschiedlichen Kältezonen erfolgen, um eine optimale Luftzirkulation und Kühlung zu gewährleisten. Am kältesten ist es an der Rückwand und auf der untersten Glasplatte sowie im Nullgradfach, hier fühlen sich Fleisch, Wurst und Fisch wohl. In den Türfächern und im Gemüsefach ist es wärmer, hier lagern Obst, Gemüse sowie Soßen, Butter und Getränke am besten. Generell reicht im restlichen Kühlschrank eine Temperatur von sieben Grad aus – kältere Temperaturen bedeuten einen höheren Stromverbrauch; im Gefrierschrank sollten circa minus 18 Grad herrschen. Wenn Sie den Kühl- und Gefrierschrank regelmäßig abtauen, können Sie den Stromverbrauch noch weiter senken.

Urlaub für den Kühlschrank

Sie wissen gar nicht, wann Sie den Kühl- und Gefrierschrank mal abtauen sollen? Im Urlaub! Nutzen sie längere Urlaube und nehmen Sie den Kühlschrank vom Netz. Vorher leeren, abtauen, alles sauber wischen und dem Kühlschrank während des Urlaubs eine Betriebspause gönnen. Lassen Sie dabei unbedingt die Kühlschranktür auf, um Schimmel zu vermeiden.

Herd und Backofen

Beim Kochen und Backen können Sie durch das Nutzen von Restwärme Strom sparen. Ist die Backtemperatur erreicht, sollte das Gerät frühzeitig ausgeschaltet werden. Bei Backzeiten über 40 Minuten kann der Ofen in der Regel 10 Minuten früher abgestellt werden. Außerdem spart es Strom, wenn auf das Vorheizen verzichtet wird. Umluft-Programme sind zudem energiesparender als Ober- und Unterhitze. Auch nach dem Kochen kann man die schon genutzte Energie clever nutzen: Wer das Essen nach dem Kochen eine Weile warmhalten möchte, nutzt die Restwärme der Herdplatte und lässt den Topf mit Deckel einfach darauf stehen.

Beim Kochen spielt auch das verwendete Zubehör eine Rolle. Der Durchmesser des Topfes sollte möglichst der Größe der Herdplatte entsprechen. Ist der Topf zu groß für die Herdplatte, dauert das Erwärmen lange und verbraucht mehr Strom als notwendig. Ist der Topf hingegen zu klein, ist dies ebenso ungünstig: Wer die größte Herdplatte anschaltet und nur einen kleinen Soßentopf darauf stellt, verschwendet unnötig Energie.

Wer Wasser auf dem Herd zum Kochen bringen möchte, kann es vorher im Wasserkocher erhitzen. Umso schneller kocht das Wasser anschließend im Topf. Dieses Vorgehen spart nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die Energieeffizienz beim Kochen deutlich.

Kleine Küchengeräte

Die Kaffeemaschine, der Standmixer für den Smoothie und der Toaster stehen schon bereit und warten im Stand-by-Modus auf ihren Einsatz per Knopfdruck. Da viele Verbraucher besonders am Morgen Zeit sparen möchten, sind viele Kleingeräte in der Küche direkt einsatzbereit. Schon eine Stromleiste mit Kippschalter kann helfen, um alles zu aktivieren und dennoch den restlichen Tag Strom zu sparen. Denn häufig ziehen Geräte im Stand-by-Modus auch dann Energie, wenn sie nicht in Betrieb sind – sei es nur für eine Uhrzeitanzeige.

Besonders große Kaffeemaschinen, die die Bohlen gleich mahlen oder die Milch aufschäumen, brauchen auch im Ruhemodus einiges an Energie. Eine regelmäßige Reinigung und Wartung helfen, Kalk und Schmutz zu reduzieren, damit das Aufbrühen des Wassers nicht so viel Strom kostet. Alternativ kann man mit einer French Press mit integrierter Isolierkanne gleich den Nachmittagskaffee mitkochen, warmhalten und Strom sparen.

Easy & Low-Budget-Stromtipps für die Küche

  • Kühlschrank: Clever füllen, schnell schließen und optimalen Standort wählen.
  • Backofen: Bei längeren Back- und Schmorgerichten den Backofen frühzeitig abschalten und auf Vorheizen verzichten.
  • Herd: Töpfe in der passenden Größe verwenden und Restwärme nutzen.
  • Kochen: Deckel oder Überkochschutz drauf und niedrigere Temperatur wählen.
  • Kochen: Wasser mit dem Wasserkocher erhitzen, geht schneller als auf dem Herd und spart Energie.
  • Küchenhelfer an Steckerleiste mit Kippschalter anschließen, statt Stand-by-Modus.

Strom sparen im Badezimmer

Um beim Wäschewaschen Strom und Wasser zu sparen, sollten Sie die Waschmaschine immer voll beladen und das richtige Waschprogramm auswählen. Neuere Waschmaschinen unterstützen Sie beim Waschen, in dem sie die Ladung automatisch wiegen und Wasser und die Dosierung des Waschmittels entsprechend anpassen. Nutzen Sie, wenn möglich Energiesparprogramme. Diese dauern zwar länger als normale Waschprogramme, sind aber weitaus wasser- und stromsparender. Vermeiden Sie stattdessen Kurzprogramme: Da diese die Wäsche in kürzerer Zeit genauso sauber waschen sollen wie die normalen Waschprogramme, verbrauchen sie dabei mehr Strom.

Zusätzlich sollten Sie Ihre Wäsche möglichst bei niedrigen Temperaturen waschen, denn ein hoher Anteil des Stroms wird für die Erhitzung des Wassers benötigt. 30 Grad Celsius reichen meist schon aus, um die Wäsche sauber zu halten; hartnäckige Flecken können Sie vorher einweichen. Für Handtücher und Bettwäsche sind 60 Grad ausreichend, für Feinwäsche sind 20 Grad zudem wesentlich materialschonende.

Nach dem Waschen steht die nächste Entscheidung an: Den Trockner benutzen oder die Wäsche an der Luft trocknen lassen? Der Trockner trocknet die Wäsche schneller und die Wäschestücke fühlen sich weicher an. Da ein Trockner viel Strom verbraucht, empfiehlt sich dieser nur für große Familien mit Kindern beispielsweise für Bettwäsche oder Babysachen. Die Wäsche an der Luft zu trocknen, dauert zwar länger, ist aber wesentlich günstiger und umweltschonender. Wer die Wäsche vorher ausreichend schleudert, spart auch Zeit beim Trocknen. Mit dieser Vorgehensweise lässt sich übers Jahr gesehen nämlich eine erhebliche Menge Strom sparen.

Easy & Low-Budget-Tipps fürs Bad

  • Ladezeiten: Lassen Sie elektrische Zahnbürsten oder den Rasierer nicht dauerhaft laden, das kostet auch dann Strom, wenn das Gerät bereits aufgeladen ist.
  • Luft trocknen: Gilt nicht nur für die Wäsche, sondern auch die Haare. Statt zu föhnen, lassen Sie sie im Handtuch oder an der Luft trocknen – das ist auch besser für die Haarstruktur. An kalten Tagen nutzen Sie die niedrigste Stufe oder das Eco-Programm.
  • Waschen: Nur volle Ladungen bei möglichst niedrigen Temperaturen waschen.
  • Keine Startvorwahl: Auch wenn es praktisch ist, kostet es aufs Jahr hochgerechnet einiges an Geld, die Waschmaschine vorprogrammiert auf Stand-by laufen zu lassen.
  • LED-Lichter: Das richtige Licht zum Schminken und Stylen ist wichtig, setzen Sie statt Halogenlampen besser auf LED mit weißem Licht und hoher Lichtstärke.

Wohnzimmer unter Strom

Im Wohnzimmer befinden sich inzwischen Geräte, die in vielen Haushalten auch dann im Stand-by-Modus sind, wenn sie nicht benutzt werden. Unterhaltungs- und Kommunikationsgeräte wie PC, Laptop, Tablets, Fernseher und Spielkonsolen werden dann schnell zu Stromfressern. Hier kann eine Funksteckdose helfen: Die Geräte werden über eine Mehrfachsteckdose versorgt, die mit einer Funkfernbedienung als Hauptschalter ein- beziehungsweise ausschalten lässt, wodurch Sie Strom sparen. Einige dieser Steckdosen besitzen eine automatische Abschaltfunktion, die die Stromzufuhr unterbricht, wenn das Gerät länger nicht genutzt wird. Solche Funksteckdosen-Sets gibt es schon für zehn Euro im Baumarkt. Damit verbrauchen Sie pro Tag 10 bis 50 Watt weniger im Haushalt. Alternativ können Sie auch manuell abschaltbare Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter für den TV und die dazugehörige Anlage nutzen.

Wer sein Smartphone, Tablet oder Laptop stets am Ladegerät lässt, verbraucht auch dann Strom, wenn diese bereits aufgeladen sind. Auch das Ladegerät selbst wird warm, wenn es mit dem Strom verbunden ist – und verbraucht damit unnötig Energie.

WLAN ausschalten

Router und WLAN-Verstärker laufen bei den meisten rund um die Uhr, auch wenn sie schlafen oder nicht zu Hause sind. Auch wenn der Router nur 8 Watt benötigt, kosten die 70 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh allein 21 Euro. Es kann sich folglich lohnen, diesen nachts oder während des Urlaubs abzuschalten.

Passendes Licht wählen

Überlegen Sie sich für Ihr Wohnzimmer ein stimmiges Lichtkonzept. Wo brauchen Sie welche Lampe? Eine zum Arbeiten, eine zum Fernsehen, ein Deckenlicht oder eine Leselampe? Platzieren Sie verschiedene Lampen mit unterschiedlichen Helligkeitsstufen und Lichtfarben im Raum, die dann gezielt je nach Gebrauch und Funktion eingeschaltet werden, anstatt den gesamten Raum auszuleuchten. Dimmer und Lampen mit einstellbarer Lichtfarbe lassen bieten noch mehr Flexibilität. Verbinden Sie die Lampen mit Funksteckdosen, um das Licht nach Bedarf bequem von der Couch aus ein- und auszuschalten.

Passen Sie die Helligkeit der Bildschirme und Displays an die Lichtverhältnisse im Raum an. Oft sind Fernseher und Co. auf der hellsten Stufe eingestellt, reguliert man sie herunter, spart man Strom und schont die Augen.

Easy & Low-Budget-Tipps fürs Wohnzimmer

  • Bye bye Stand-Bye: Steckerleisten mit Kippschalter oder Funksteckdosen versorgen mit Strom nach Bedarf und sind per Fernbedienung praktisch zu handhaben.
  • Grün spielen: Spielkonsolen, 4K- und Plasma-Fernseher sorgen inzwischen für ein cineastisches Film- und Spielerlebnis – mit hohen Stromkosten. Überlegen Sie sich, welche Geräte Sie wirklich benötigen und achten Sie beim Kauf auf eine grüne Energieklasse.
  • Richtige Stimmung: Wer beim Fernsehen ein wenige Licht anlässt, muss den Bildschirm weniger hell einstellen und schont die Augen. In kühlen Tagen sorgen Kerzen für Stimmung und eine niedrigere Stromrechnung.
  • Mit Engelszunge: Das Siegel „Blauer Engel“ verweist auf energiesparende Geräte und eine klimafreundliche Herstellung mit geringer Schadstoffbelastung.

Homeoffice und Homeschooling

Wer vermehrt von zu Hause arbeitet, verbraucht mehr Strom durch die Nutzung von PC, Drucker, Scanner, WLAN, aber auch durchs häufigere (Kaffee-) Kochen. Am Schreibtisch gibt es ebenfalls Möglichkeiten, Strom zu sparen. Nutzen Sie beispielsweise das Tageslicht beim Arbeiten, um keine Schreibtischlampe einschalten zu müssen. Am besten stellen Sie dafür den Schreibtisch parallel zum Fenster und nicht direkt davor – sonst werden die Augen zusätzlich strapaziert. An dunklen Tagen sorgt eine Tageslichtlampe für eine besser Stimmung und verbraucht dank LED-Glühbirne weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne. Passen Sie die Helligkeit des Monitors entsprechend dem Licht im Raum an.

Generell benötigt ein Laptop weniger Strom als ein Desktop-Computer, wer kann, sollte beim Arbeitgeber nachfragen und wechseln. Beim Arbeiten selbst sollten Sie vermeiden, viele Programme und Tabs auf einmal offenzulassen, denn das benötigt mehr Rechenleistung und damit mehr Strom. Trennen Sie verbundene Drucker, Scanner oder USB-Sticks, wenn sie nicht benötigt werden, auch diese Geräte entziehen zusätzliche Energie.

Neuere Laptops müssen nicht die ganze Zeit am Strom ausgeschlossen sein; ist der Akku vollständig aufgeladen, nehmen Sie den Laptop vom Strom. Versetzen Sie den Computer in der Mittagspause oder bei kürzeren Unterbrechungen in die Ruhephase. Zum Feierabend sollte der Laptop allerdings richtig heruntergefahren und ausgeschalten werden und nicht im Stand-by-Modus verbleiben.

Beim Licht sparen

Wer noch alte Glühlampen und Halogenleuchter benutzt, sollte diese durch LED-Glühbirnen ersetzen. Denn LED-Lichter erreichen die gleiche Helligkeit einer 60-Watt-Glühbirne mit nur 10 Watt. Für Deckenlampen in Wohn- und Arbeitsräumen eignen sich auch Energiesparlampen, trotz geringem Energieverbrauch sind sie sehr hell – mit weitaus weniger Wärmeentwicklung, als dies bei „normalen“ Glühbirnen der Fall ist. Hinzu kommt, dass die Lebensdauer von Stromsparlampen etwa zehnmal so hoch ist wie die von herkömmlichen Glühbirnen. Ein Auswechseln ist demzufolge nur in großen Abständen notwendig.

Am einfachsten lässt sich Strom sparen, wenn man das Licht gar nicht erst einschaltet. Anstatt in allen Räumen gleichzeitig und viele Lampen parallel anzuschalten, nutzen Sie das Licht nur dort, wo Sie es gerade brauchen. In der Küche reicht eine gezielte Beleuchtung unter Hängeschränken, wenn nur kurz der Tee aufgegossen werden soll. In Fluren oder Abstellkammern kann ein Bewegungsmelder sinnvoll sein, der das Licht nach wenigen Minuten erlöschen lässt. Mit Zeitschaltuhren können Sie Dekorationsbeleuchtung zu Weihnachten oder draußen im Garten automatisch an- und ausschalten.

Mit Smarthome den Energieverbrauch reduzieren

Mehr Technik benötigt in der Regel mehr Strom, sie kann aber auch dabei unterstützen, Strom zu sparen. Dafür ist es nicht nötig, gleich das gesamte Haus zu vernetzen. Mithilfe von WLAN-Steckdosen und Zwischenschaltern lassen sich einzelne Geräte wie Kaffeemaschine, der Fernseher oder die Anlage mit einer App verbinden und bequem vom Bett oder der Couch aus steuern und zeitlich programmieren, ohne dass das Gerät auf dem Stand-by-Modus bleiben muss. So lässt sich das Flurlicht auch noch in der U-Bahn schnell ausschalten. Einige Funk- und WLAN-Steckdosen messen zusätzlich den Energieverbrauch des jeweiligen Geräts und zeigen ihn direkt auf dem Smartphone an. Wer nach und nach mehr Geräte anschließen oder miteinander verbinden möchte, benötigt ein Gateway – eine Art Smarthome-Zentrale.

Intelligente WLAN-Thermostate, über die sich die Heizung steuern lassen, unterstützen dabei, die Heizkosten zu senken, indem sie die Heizung an die Gegebenheiten anpassen und sich programmieren lassen.

Wer zunächst seinen Energieverbrauch ermitteln und über einen längeren Zeitraum beobachten möchte, kann mit verschiedenen Energie-Spar-Apps wie beispielsweise „EnergieCheck“ seinen Stromzählerstand scannen und auswerten. Die App „ecoGator“ hilft, ebenfalls den Stromverbrauch zu messen und beim Kauf neuer Elektrogeräte besonders stromsparende Varianten zu finden.

Wasser mit Strom erwärmen

Je nach Bauart des Hauses oder Wohnung kann auch das Wasser für Dusche und Co. statt über die Heizung mit Strom erwärmt werden – vor allem für die dezentrale Wasserversorgung in Gästebädern oder der Küche. Dies geschieht entweder über einen Wasserspeicher auch Boiler genannt – dabei wird das Wasser gespeichert und konstant auf eine bestimmte Temperatur gehalten – oder über einen Durchlauferhitzer, der das Wasser nur erhitzt, wenn es benötigt wird. Deshalb sind Durchlauferhitzer oft stromsparender als Boiler. Denn um das Wasser konstant auf Temperatur zu halten, wird viel Energie verbraucht. Bei einem Boiler hilft es, die Temperatur generell herunter zu regeln oder ihn zwischendurch oder über Nacht auszuschalten. Mit einer Zeitschaltuhr kann warmes Wasser für die morgendliche Dusche rechtzeitig bereitgestellt werden.

Wer stattdessen Warmwasser und die Heizung über eine Wärmepumpe erzeugen möchte, sollte auf den Stromverbrauch der Wärmepumpe selbst achten. Inzwischen gibt es auch hier spezielle Wärmepumpentarife, mit denen Verbraucher Geld sparen können.

Heizungsenergie sparen

Eine elektrisch betriebene Heizung wie zum Beispiel eine Nachtspeicherheizung, Infrarotheizung oder ein Heizlüfter, benötigt viel Strom und sollte daher als Zusatzheizung für selten genutzte Räume verwendet werden. Für einen Dauerbetrieb sind diese meist ungeeignet, weil viel zu teuer. Hier kann sich ein Energiewechsel bezahlt machen. Es hilft auch schon, die Heizung über Nacht aus oder zumindest herunterzuschalten. Lassen Sie die Räume dabei nicht völlig auskühlen, ein erneutes Hochheizen würde dann wiederum viel Energie kosten.

Bei allen Heizungsarten findet sich eine Heizungspumpe, die ebenfalls Strom benötigt – und je nach Art und Alter zu viel davon. Dieses Element lässt sich meist schnell austauschen, was für einen hohen Stromspareffekt sorgt.

Heizungspumpe austauschen

Ein großer Stromfresser im Haushalt wird von vielen Verbrauchern gar nicht bemerkt: Die Heizungspumpe, die dafür sorgt, dass heißes Wasser in die Heizkörper gelangt, wird mit Strom betrieben. Ist die Heizungspumpe veraltet oder falsch eingestellt, verbraucht sie jede Menge unnötigen Strom. Wer keine brandneue Heizungsanlage besitzt, sollte daher die Heizungspumpe prüfen und bei Bedarf auswechseln.

Easy Tipps für Licht, Heizung und Warmwasser

  • Spotlight: Licht nur dann und dort einschalten, wo es gebraucht wird und LED-Lampen verwenden.
  • Smart regeln: Heizung, Klimaanlage lassen sich genauso wie Lichter bequem über Apps regeln und steuern, um Strom zu sparen. Intelligente Systeme können sich sogar selbst in einen energieeffizienten Zustand versetzen.
  • App gecheckt: Anwendungen für Smartphones und Tablets nutzen, um den Stromverbrauch im Blick zu behalten.
  • S-Boiler-Alarm: Wer mit einem Wasserboiler in Küche oder Bad vorliebnehmen muss, kann diesen per Zeitschaltuhr einstellen, um bei Bedarf Warmwasser zu haben, ohne tagsüber drauf zu zahlen.
  • Elektroheizung möglichst nur bei Bedarf und selten verwenden, ansonsten herunter regulieren.
  • Regelmäßige Kontrolle: Lassen Sie Ihre Heizungsanlage im Haus regelmäßig überprüfen, um defekte Teile oder schlecht gedämmte Stellen ausfindig zu machen.

Stromfluss im Garten

Nicht nur in der Wohnung und im Haus fließen viel Strom. Wer im Garten Rasen mäht, per Zeitschaltuhr die Pflanzen wässert oder den Abend auf der Terrasse ausklingen lässt, benötigt auch dafür Strom. Achten Sie deshalb beim Kauf von Gartengeräten auf einen möglichst geringen Stromverbrauch. Mähroboter sind beispielsweise komfortabel und gute Modelle verbrauchen nicht mehr Strom als ein Elektro- oder Benzinrasenmäher, sie sind allerdings länger unterwegs. Oder nutzen Sie manuelle Werkzeuge, diese sorgen zugleich für eine sportliche Betätigung.

Lichter, Teichpumpen oder Wasserspiele lassen sich mit Solarenergie betreiben. Achten Sie dabei auf die Leistungsfähigkeit der Solarmodule und einen guten Akku, damit die Gartenbeleuchtung auch wirklich die ganze Nacht hält. Alternativ sind eine Zeitschaltuhr oder ein Bewegungsmelder sinnvoll. Kerzen sorgen für eine schöne Stimmung.

Wer einen Swimming- oder Whirlpool im Garten hat, muss für die Umwälzpumpe und die elektrische Poolheizung mit zusätzlichen Stromkosten rechnen. Ein Solar-Schwimmbadabsorber hilft, durch schwarze Schläuche das Wasser mithilfe der Sonne bereits vorzuwärmen, sodass weniger Energie zum Heizen aufgewandt werden muss. Generell sollen Sie Ihren Pool nachts abdecken – zum einen verhindern Sie damit, dass Tiere hineinfallen, zum anderen kühlt er langsamer aus.

Werden die Tage kälter, verzichten Sie auf Wärmestrahler oder Heizpilze; Decken, warme Kleidung oder eine Feuerschale sind stromsparende Alternativen.

Strom selbst erzeugen

Ein weiterer Weg, um Strom zu sparen, ist ihn selbst zu erzeugen. Wer in einem Einfamilienhaus lebt, kann über die Anschaffung einer Photovoltaikanlage nachdenken, die mithilfe von Sonnenenergie Strom erzeugt – für den Eigenbedarf oder zum Einspeisen in das Netz, um eine Vergütung zu erhalten. Die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen haben sich in den letzten Jahren stark reduziert, sodass sich die Anlagen oft schon nach wenigen Jahren amortisieren. Auch private Windkraftanlagen, für die kleine Windräder auf dem Dach installiert werden, sind bereits auf dem Markt erhältlich.

Wer in einer Mietwohnung wohnt, kann mit einer Solaranlage für den Balkon oder die Terrasse zumindest einen Anteil des eigenen Stromverbrauchs abdecken. Solche steckfertigen Photovoltaikanlagen werden immer günstiger, müssen allerdings vom Vermieter genehmigt und von einer Fachfirma installiert werden. Auch für unterwegs gibt es Solar-Ladegeräte, um sein Smartphone oder Tablet mithilfe von mobilen Solarmodulen aufzuladen.

Stromtarif wechseln

Eine weitere, einfache Möglichkeit, die Stromkosten erheblich zu reduzieren, ist ein Stromanbieterwechsel. Vor allem Verbraucher, die ihren Strom noch aus der Grundversorgung beziehen, können so mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Richtige Sparfüchse wechseln jährlich den Stromtarif, um neben günstigen Strompreisen auch von Neukunden- und Sofortboni zu profitieren. Mit dem Verivox Strompreisvergleich können Sie Ihren Stromtarif schnell und bequem von zu Hause aus vergleichen und direkt online wechseln.

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Mehr rund um Strom

  • 1 Kilowattstunde (kWh) Strom kostet durchschnittlich knapp 30 Cent. Das ist jedoch nur ein grober Schätzwert. Wichtig zu beachten: Die meisten Stromversorger geben einen „Arbeitspreis“ in Cent pro Kilowattstunde (kWh) an. Hinzu kommt noch ein monatlicher fester Grundpreis, der unabhängig vom Verbrauch berechnet wird.

    Wer ermitteln möchte, was 1 Kilowattstunde (kWh) bei einem Stromversorger kostet, muss diesen Grundpreis berücksichtigen. Der jährliche Stromverbrauch wird mit dem Arbeitspreis multipliziert und das Ergebnis mit dem jährlichen Grundpreis addiert. Anschließend wird das Ergebnis durch den jährlichen Stromverbrauch in kWh dividiert. Das Ergebnis sind die effektiven Kosten pro 1 Kilowattstunde (kWh) Strom.

  • Die allermeisten Stromtarife haben einen einheitlichen Preis pro Kilowattstunde, der unabhängig von der Tageszeit ist. Darauf sind auch die meisten Stromzähler ausgelegt. Es gibt Stromtarife, bei denen der nachts verbrauchte Strom zwischen 10 und 20 Prozent günstiger ist. Dafür ist ein Doppeltarifzähler notwendig. Das lohnt sich vor allem für Verbraucher mit Nachtspeicherheizungen.

  • Wer noch nie gewechselt hat, wird vom sogenannten Grundversorger beliefert. Dabei handelt es sich um das örtliche Stromversorgungsunternehmen, beispielsweise die Stadtwerke.

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