Geldmenge (M0, M1, M2, M3)

Sicher hat sich jeder schon mal gefragt, wie viel Geld in Deutschland so im Umlauf ist. Einen Überblick darüber hat die Zentralbank, welche die Daten in Form der Geldmenge festhält. Was das ist, klären wir!

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist die Geldmenge?
  3. Infografik: M0, M1, M2, M3
  4. Wozu benötigt man die Geldmenge?
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Tagesgeldangebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Geldmenge ist das von einer Zentralbank nach unterschiedlichen Aspekten angestrebte Geldvolumen.
  • Sie gibt Auskunft darüber, wie viel Geld wo unterwegs ist.
  • Die Geldmenge wird je nach Verfügbarkeit in vier Klassen unterteilt: M0, M1, M2 und M3.

Was ist die Geldmenge?

Die Geldmenge bzw. das Geldvolumen trifft eine Aussage darüber, wie viel Geld in einer Volkswirtschaft unterwegs ist. Sie beinhaltet allerdings nur Geld, welches nicht im Besitz von Banken ist. Dazu zählt Bargeld und Geld auf Bankkonten von zum Beispiel Unternehmen und Privatpersonen. Sie wird durch die jeweilige Zentralbank beobachtet und gesteuert – in Deutschland ist dafür die Europäische Zentralbank zuständig.

Vier-Klassen-Unterteilung der Geldmenge: M0, M1, M2, M3

Um die Geldmenge noch einmal genauer zu definieren, nutzt man grundsätzlich vier Klassen: M0, M1, M2 und M3. Das "M" steht hierbei für den englischen Begriff "money" (Geld).

Geldmenge

Die 4 Klassen orientieren sich an der Verfügbarkeit des Geldes: Die Geldmengen M0 und M1 umfassen täglich verfügbares, M2 und M3 dagegen längerfristig gebundenes Geld.

  • Zur Geldmenge M0 werden alle Bargeldbestände gezählt, die sich nicht im Bankensystem befinden.
  • Schnell verfügbares Geld wird der Gruppe M1 zugeordnet. Sie umfasst neben dem Bargeld aus der Gruppe M0 auch Geld, welches täglich von Konten abgehoben werden kann (Sichteinlagen wie etwa Tagesgeld).
  • Die Geldmenge M2 beinhaltet die Geldmenge M1 plus Einlagen mit vereinbarter Laufzeit von bis zu zwei Jahren (Termineinlagen) sowie Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten (Spareinlagen).
  • Die Geldmenge M3 umfasst die Geldmenge M2 plus Anteile an Geldmarktfonds und andere Geldmarktpapiere sowie Pensionsgeschäfte und Schuldverschreibungen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu zwei Jahren.

Wozu benötigt man die Geldmenge?

Die Geldmenge ist ein wichtiges Instrument, um den Überblick über den Markt zu behalten. Damit kann die Zentralbank sicherstellen, dass Güter und Geld im korrekten Verhältnis zueinander stehen, und eine übermäßige Inflation vermeiden. Durch den Überblick über das verfügbare Geld kann sie gezielte Maßnahmen ergreifen, um den Euro zu stabilisieren und aufrecht zu erhalten.

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