Sichteinlagen erlauben es, Geld sicher auf der Bank zu lagern und jederzeit über es zu verfügen. Als Sparanlage eignen sie sich allerdings weniger, weil es auf typische Sichteinlagen wie Girokonten meist keine Zinsen gibt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was sind Sichteinlagen?
  3. Termineinlagen
  4. Welche Arten von Sichteinlagen gibt es?
  5. Welche Risiken müssen bei Sichteinlagen beachtet werden?
  6. Sichteinlagen, Termineinlagen oder Spareinlagen: Was passt zu wem?
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Tagesgeldangebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Sichteinlagen ermöglichen den täglichen Zahlungsverkehr, bieten aber geringe oder keine Zinsen.
  • Die bekanntesten Formen von Sichteinlagen sind das Giro- und das Tagesgeldkonto.
  • Das Gegenteil von Sichteinlagen sind Termineinlagen.

Was sind Sichteinlagen?

Als Sichteinlagen werden Geldanlagen bezeichnet, auf deren Guthaben der Eigentümer schnell und unkompliziert zugreifen kann. Dazu gehören Konten, von denen sofortige Geldabhebungen oder Überweisungen möglich sind. Ebenso fallen darunter Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als 30 Tagen, einer monatlichen Kündigungsfrist oder der Möglichkeit der sofortigen Kontoauflösung.

Sichteinlagen bieten meist keine Zinsen

Sichteinlagen eignen sich sehr gut für den täglichen Zahlungsverkehr, weniger für die Geldeinlage, da bei ihnen keine oder nur eine geringe Verzinsung zu erwarten ist. Allerdings gibt es auch Formen der Sichteinlage, die durchaus als Sparanlagen bezeichnet werden können.

Termineinlagen

Das Gegenteil von Sichteinlagen sind Termineinlagen oder Spareinlagen, bei denen der Kunde sein Geld für einen mit der Bank vereinbarten Zeitraum befristet oder unbefristet anlegt. Bei dieser Art Einlagen kann er vor Ablauf der Frist nur mit Verlusten auf sein Geld zugreifen. Will er den finanziellen Verlust vermeiden, muss er eine Kündigungsfrist einhalten, die meist mehrere Monate beträgt.

Welche Arten von Sichteinlagen gibt es?

Die bekanntesten Arten von Sichteinlagen sind das Giro- und das Tagesgeldkonto.

Das Girokonto

Das Girokonto ist quasi das Paradebeispiel für eine Sichteinlage, da es jederzeit möglich ist, von ihm Geld abzuheben, Überweisungen vorzunehmen und Daueraufträge einzurichten. Eine Guthabenverzinsung ist bei ihm eher unüblich; bei vielen Girokonten erheben die Banken sogar monatliche Gebühren.

Das Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto ermöglicht dem Inhaber zumindest indirekt, ständig über sein Guthaben zu verfügen. Zwar muss er das Geld erst auf ein Referenzkonto (zumeist ein Girokonto) einzahlen, damit es für Zahlvorgänge zur Verfügung steht. Doch das ist sehr schnell erledigt. Tagesgeldkonten bieten außerdem meist eine Verzinsung, was sie wie Sparbücher, Festgeldkonten und Termineinlagen zu einer Spareinlage macht.

Allerdings sind die Zinsen sehr niedrig. Wegen der theoretisch ständigen Verfügbarkeit des Geldes kann die Bank nämlich schlecht mit dem Kapital planen und arbeiten. Da es aber äußerst unwahrscheinlich ist, dass alle Kunden einer Bank das gesamte Guthaben aller Tagesgeldkonten auf einmal bewegen, bleibt den Banken eine gewisse Sicherheit. Deshalb gewähren sie zumindest einen geringen Zinssatz auf das Guthaben eines Tagesgeldkontos.

Welche Risiken müssen bei Sichteinlagen beachtet werden?

Sichteinlagen sind nicht nur wegen ihrer Flexibilität beliebt, sondern auch wegen ihrer Sicherheit. Wer sein Geld nicht zuhause bar aufbewahrt, sondern auf einem Konto bei der Bank lagert, schützt es gegen Diebstahl und Verlust.

Auch unterliegen Sichteinlagen keinerlei Kursschwankungen, sodass man mit dem so angelegten Geld genau kalkulieren kann. Im Fall einer Bankenpleite oder -krise ist das Geld innerhalb der Europäischen Union durch die sogenannte Einlagensicherung geschützt. Sie garantiert, dass ein Betrag bis zu 100.000 Euro gesichert ist, selbst wenn das eigene Kreditinstitut nicht mehr zahlen kann. Bei Sichteinlagen, die beispielsweise von Ehepaaren gemeinsam geführt werden, verdoppelt sich dieser Betrag.

Ein Schwachpunkt besteht darin, dass Bankkunden etwaige lukrativere Geldanlagen verpassen, weil sie sich auf Zinserträge aus Sichteinlagen verlassen. Die Einnahmen aus diesen Zinsen sind aber so gering, dass sie sich kaum mit denen aus anderen Investitionsmöglichkeiten messen können.

Sichteinlagen, Termineinlagen oder Spareinlagen: Was passt zu wem?

Wer monatlich etwas Geld zur Seite legen kann oder über einen großen Geldbetrag verfügt, steht vor der Frage, welche Einlage für sein Geld die richtige ist. Ein Vergleich von Sicht-, Termin- und Spareinlage und ihren jeweiligen Vorteilen für Sparer schafft Klarheit.

Sichteinlagen: Ideal für kurzfristiges Sparen

Bei den Sichteinlagen ist vor allem das Tagesgeldkonto ideal für alle, die kurzfristig Geld anlegen möchten. Wer jederzeit auf sein Geld zugreifen möchte, um beispielsweise einen Urlaub zu bezahlen, der sollte über eine Sichteinlage nachdenken. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Inhaber des Kontos jederzeit verschieden hohe Geldbeträge einzahlen und so das Guthaben vergrößern kann.

Termineinlagen: Gut für zielgerichtetes Sparen

Bei Termineinlagen wie zum Beispiel Festgeld ist eine höhere Verzinsung als bei einer Sichteinlage zu erwarten. Allerdings ist der Zugriff auf das Geld während der Laufzeit nur schwer möglich und oft mit einem finanziellen Verlust verbunden. Deshalb sollte sich für eine Termineinlage nur entscheiden, wer weiß, dass er während des Anlagezeitraums nicht auf das Guthaben angewiesen ist. Ideal ist diese Form des Sparens für alle, die wissen, dass sie in Zukunft beispielsweise für den Hauskauf eine größere Menge Geld brauchen. Da die bei Vertragsabschluss vereinbarten Zinsen beim Festgeld zumeist für den gesamten Zeitraum von der Bank garantiert sind, ist eine genaue Kalkulation des Endbetrages möglich.

Sparanlagen: Einfaches Langzeitsparen

Das Sparbuch ist ein gutes Beispiel für diese Art der Geldanlage: Der Sparvertrag läuft unbefristet, und es ist relativ einfach, Summen bis zu einem bestimmten Betrag abzuheben. Es gibt immer eine Kündigungsfrist, die zumeist drei Monate beträgt. Dadurch kann die Bank besser abschätzen, wie lange sie mit welchem Kapital arbeiten kann, und gewährt höhere Zinsen als bei Sichteinlagen. Die Anlage eignet sich also für alle, die langfristig Geld zur Seite legen möchten, das sich obendrein unkompliziert vermehrt.

Tagesgeldangebote vergleichen

Tagesgeld
  • Mehr als 1.700 Tages- und Festgeldprodukte
  • Nur Angebote mit 100% Einlagensicherung
  • Kombinierter Tages- und Festgeldvergleich