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Viele Haushalte schätzen Heizkosten falsch

11.01.2021 | 13:33

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Laut einer Umfrage des Energiedienstleisters Techem wird der Anteil der Heizkosten an den Wohnnebenkosten in Deutschland mehrheitlich falsch eingeschätzt. Das wirke sich auf das Heizverhalten aus.

Einschätzung der Heizkosten sehr unterschiedlich

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Einschätzung der Heizkosten in vielen Fällen an die eigene Wohnsituation gekoppelt ist. So fühlen sich Mieter in höherem Maße durch Heizkosten belastet (71 Prozent empfinden die Belastung als mittel bis sehr hoch) als Eigentümer (59 Prozent). Und auch das Alter spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle: Personen zwischen 18 und 29 Jahren fühlen sich weniger stark belastet als ältere Jahrgänge.

Anteil der Heizkosten an Nebenkosten ist hoch

Die Heizkosten werden zwar insgesamt als finanzielle Belastung gesehen, doch ein Großteil schätzt ihren tatsächlichen Anteil an den Nebenkosten falsch ein. Dass der reale Heizkostenanteil an den Nebenkosten in einer Wohnung bei 40 bis 60 Prozent liegt, wissen nur 13 Prozent der Befragten. Knapp die Hälfte (47 Prozent) geht von einem geringeren Anteil aus, und 35 Prozent können dazu gar keine Schätzung abgeben.

Wenige wollen Heizverhalten ändern

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass für viele Befragte kein Bedarf oder Anlass besteht, ihr Heizverhalten zu ändern (42 Prozent). Als Gründe werden hier das individuelle Wohlempfinden sowie die eigene Bequemlichkeit genannt. Zu einer Verhaltensänderung motivieren lassen würden sich die Befragten insbesondere durch mögliche Kostenersparnisse (51 Prozent) oder einen positiven Beitrag zum Umweltschutz (16 Prozent).

„Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland ist es entscheidend, dass wir alle verstehen, welche enorme Rolle der Wärmebereich beim Energieverbrauch spielt. Und auch, dass effizientes Heizen die Umwelt und den Geldbeutel schont“, sagt Nicolai Kuß, Geschäftsführer bei Techem. „Die Studie zeigt deutlich, dass hier noch Nachholbedarf besteht. Bewohner müssen über ihren Verbrauch informiert sein – nur dann können sie ihn auch verändern. So bedeuten 15 Prozent Energieeinsparung bei einer durchschnittlichen Heizkostenabrechnung rund 100 Euro mehr im Geldbeutel.“