Ölverbrauch in Deutschland sinkt bis 2025 um mehr als 13 Prozent

04.07.2011 | 13:55

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Berlin - Der deutsche Ölverbrauch fällt nach Schätzungen der Industrie bis zum Jahr 2025 von derzeit 106 Millionen Tonnen pro Jahr auf nur noch 92 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Rückgang um mehr als 13 Prozent, wie es in der am Montag in Berlin veröffentlichten Prognose des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) heißt. Der Verband geht bei seiner Prognose von einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent aus.

Nach Überzeugung des MWV werden Autos und Ölheizungen immer sparsamer mit dem teuren Energieträger umgehen. Außerdem kommen immer mehr Elektroautos auf die Straße, was die Ölnachfrage weiter dämpfen werde. Vor allem beim Benzin rechnet der Verband mit 37 Prozent mit einem deutlichen Rückgang, weil viele Autofahrer auf Diesel umsteigen. Der Dieselverbrauch soll dagegen nur leicht von 33 Millionen Tonnen im Jahr 2011 auf 31,7 Millionen Tonen sinken.

Bei den heute noch sechs Millionen Ölheizungen erwartet der Verband der Ölindustrie einen weiteren Umbau hinzu sparsamen Brennwertheizungen, sowie eine immer bessere Dämmung der Gebäude. Der Absatz an leichtem Heizöl fällt von 21 Millionen Tonnen im Jahr 2010 auf 14 Millionen Tonnen 2025, wie der MWV schätzt.