Obwohl es immer mehr öffentliche Ladestationen für Elektroautos gibt, ziehen es viele Menschen vor, zu Hause zu laden. Schließlich steht das Auto meistens sowieso am Wohnort. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Batterie an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose zu laden. Zu empfehlen ist dies jedoch nicht. Wesentlich besser eignet sich eine sogenannte Wallbox.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine Wallbox?
  3. Worauf ist beim Kauf einer Wallbox zu achten?
  4. Was kostet eine Wallbox?
  5. Die Installation der Wallbox
  6. Weitere Themen zum Elektroauto
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wallbox ist eine Ladestation für Elektroautos, die auch für die eigenen vier Wände geeignet ist.
  • Beim Kauf einer Wandladestation ist insbesondere ihre Ladeleistung von Bedeutung.
  • Wer eine entsprechende Ladestation installieren lässt, profitiert gegebenenfalls von der Förderung durch die Bundesländer sowie die Energieversorger.

Was ist eine Wallbox?

Eine Wallbox ist ebenso unter den Bezeichnungen Wandladestation, Ladebox oder Wall Connector bekannt. Es handelt sich dabei um eine an der Wand angebrachte Anschlussmöglichkeit in Form einer speziellen Steckdose. Diese dient als Schnittstelle zwischen dem Stromnetz und dem E-Auto beziehungsweise dessen Akku. Anders ausgedrückt: Eine Wallbox ermöglicht das schnelle und bequeme Aufladen eines Elektroautos. Wandladestationen sind vorrangig für Innenräume oder geschützte Außenbereiche wie einen Carport konzipiert.

Um eine Wallbox zu Hause zu nutzen, ist ein 400-Volt-Starkstromanschluss vonnöten. Dieser ist in vielen Haushalten vorhanden, da auch E-Herde ihre Energie darüber beziehen.

Welche Vorteile bietet eine Wandladestation?

Eine Wallbox empfiehlt sich schon allein aus Gründen der Sicherheit. Ein Elektroauto lässt sich zwar prinzipiell über normale Haushaltssteckdosen laden, aber diese sind nicht für die hohe Dauerbelastung ausgelegt. So besteht das Risiko einer Überhitzung, infolge derer die Sicherung rausspringt. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zu einem Kabelbrand. Daher eignet sich dieses Verfahren allenfalls für E-Bikes – für Elektroautos höchstens in Notfällen.

Wer eine Wallbox als Ladestation für sein Elektroauto nutzt, ist nicht nur wesentlich besser geschützt. Die Wandladestationen bieten mit bis zu 22 Kilowatt auch eine höhere Ladeleistung als gewöhnliche Steckdosen. Damit lässt sich das Fahrzeug deutlich schneller aufladen.

Worauf ist beim Kauf einer Wallbox zu achten?

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl einer Wallbox ist ihre Ladeleistung. Diese reicht für gewöhnlich von 3,7 bis 22 Kilowatt. Sie sollte mindestens der Leistung des Elektroautos entsprechen, um eine möglichst kurze Ladezeit zu gewährleisten. Da in Zukunft mit noch höheren Laderaten zu rechnen ist, empfiehlt sich eine leistungsstarke Box mit mindestens 11 Kilowatt Leistung.

Mittlerweile besitzen sowohl Elektroautos als auch Ladesäulen und Wallboxen normierte Anschlüsse in Form eines Typ-2-Steckers. Damit gibt es keine Kompatibilitätsprobleme mehr zwischen Auto und Ladestation. Allerdings ist bei einer Wandladestation auf die Länge des Ladekabels zu achten, da der Anschluss am Auto je nach Modell an verschiedenen Positionen sitzt.

Einen entscheidenden Einfluss auf den Preis haben Zusatzfunktionen. Befindet sich die Ladestation für Elektroautos auf einem Firmenparkplatz oder in einer gemeinschaftlich genutzten Garage, empfiehlt sich beispielsweise eine Zugangsbeschränkung mittels RFID-System.

Was kostet eine Wallbox?

Die Preise für Wallboxen sinken kontinuierlich. Die Spanne reicht von 500 bis 2.500 Euro. Im Online-Handel gibt es außerdem Bausätze, die etwas günstiger sind. Wie teuer eine Wandladestation ist, hängt insbesondere von ihrer Ladeleistung ab.

Hinzu kommen die Kosten für die Montage. Je nach Anbieter und den Gegebenheiten vor Ort liegen die Installationskosten bei 100 bis 2.000 Euro. Diese große Spanne kommt durch die unterschiedlich hohen Mehrkosten zustande, also etwa die Anzahl der notwendigen Wand- und Deckendurchbrüche sowie die Wahl des geeigneten Kabels.

Förderungen für Ladestationen von Elektroautos

Die Kosten für eine Wallbox müssen Besitzer eines Elektroautos nicht zwangsläufig alleine stemmen, denn es gibt zahlreiche Fördermaßnahmen. Allerdings sind diese häufig regional begrenzt und teilweise an einen Stromvertrag bei einem bestimmten Anbieter geknüpft. Wer zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen einen nicht öffentlichen Ladepunkt einrichtet, erhält bis zu 1.000 Euro der Aufwendungen zurück. Bei einem öffentlichen Ladepunkt sind es sogar bis zu 5.000 Euro.

Die Installation der Wallbox

Vor der Anbringung einer Wandladestation gilt es, den geeigneten Ort für die Ladestation zu finden. Dabei ist einiges zu beachten: Grundsätzlich sollte der Ort der Schutzklasse der Wallbox genügen. Ist diese beispielsweise nicht wasserdicht, muss sie folglich an einem entsprechend geschützten Ort installiert werden. Ebenso sollte der Ladepunkt keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Des Weiteren muss die Wand, an der die Wallbox angebracht wird, deren Gewicht tragen können. Im Normalfall enthält die Bedienungsanleitung der Ladestation Hinweise darauf, wo sie anzubringen ist.

Ist es erlaubt, eine Wallbox in Eigenregie zu installieren?

Nein! Um eine Ladestation für Elektroautos zu betreiben, ist Starkstrom mit 400 Volt Spannung erforderlich. Daher darf sie ausschließlich ein qualifizierter Fachbetrieb montieren. Eigenbauten sind lebensgefährlich und führen im Schadenfall zu Problemen mit der Versicherung. Entsprechende Betriebe lassen sich unter anderem am Logo der Elektroinnungen erkennen.

Photovoltaikanlage und Wallbox kombinieren

Wer ein Haus mit einer Photovoltaikanlage besitzt, kann mit der Sonnenenergie selbstverständlich auch sein Auto laden. Daraus ergeben sich gleich zwei Vorteile: Einerseits schont die kostenlose Energie den Geldbeutel, andererseits entstehen keine Emissionen. Um den Strom verschiedenen Verbrauchern zuweisen zu können, ist in diesem Fall ein sogenannter Energiemanager erforderlich.

Dürfen Mieter eine Wallbox installieren?

Mieter dürfen zwar grundsätzlich eine Wandladestation installieren, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen. So muss hierzulande die Eigentümergesellschaft zustimmen, und zwar einstimmig. Im Zuge der Anschaffung einer Wallbox gilt es außerdem, weitere Fragen zu klären. Es ist beispielsweise wichtig, wie die Stromabrechnung erfolgt und was nach dem Auszug des Mieters mit der Ladestation passiert. Ein gutes Argument gegenüber dem Vermieter ist die Tatsache, dass eine Wallbox die Attraktivität der Immobilie erhöht.

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