Elektromotorrad

Ein Elektromotorrad ist eine Alternative zu Modellen mit Verbrennungsmotor. Beim Blick auf die Verkaufszahlen zeigt sich jedoch, dass das E-Motorrad bisher keine ernstzunehmende Konkurrenz für Motorräder mit Verbrenner darstellt. Dabei hat sich bei Elektromotorrädern insbesondere bezüglich der Reichweite in den letzten Jahren einiges getan.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Elektromotorrad?
  3. Wie viel kostet ein Elektromotorrad?
  4. Anbieter
  5. Rechtliche Voraussetzungen
  6. Elektromotorrad für Kinder

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Elektromotorrad nutzt anders als klassische Motorräder Strom zum Antrieb.
  • Elektrische Motorräder erreichen je nach Modell eine Geschwindigkeit von bis zu 250 Kilometern pro Stunde und schaffen mit einer Akkuladung teilweise Strecken von mehr als 300 Kilometern.
  • Während sich die Preise im Einsteigerbereich nicht so stark von denen eines gewöhnlichen Motorrads unterscheiden, fallen die Anschaffungskosten für Premiummodelle deutlich höher aus.
  • Ob Sie für ein E-Motorrad einen Führerschein der Klasse A, A1 oder A2 benötigen, hängt von der Leistung der Maschine ab.

Was ist ein Elektromotorrad?

Bei einem Elektromotorrad handelt es sich um ein mit einem Elektroantrieb ausgestattetes Motorrad. Im Vergleich zu einem durch Benzin angetriebenen Bike fällt die Geräuschkulisse hier wesentlich leiser aus. Auch knallende Fehlzündungen treten bei einem E-Motorrad nicht auf. Darüber hinaus stößt ein elektrisches Motorrad keine Emissionen aus. Allerdings punkten Maschinen mit einem Verbrennungsmotor immer noch mit einer höheren Effizienz. Das zeigt sich vor allem bei der Höchstgeschwindigkeit und der Reichweite, die bei den meisten elektrischen Modellen wesentlich niedriger ausfallen als bei einem gewöhnlichen Motorrad.

Sowohl in den USA als auch in Europa tauchten die ersten Elektromotorräder und -fahrräder bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf. Zu dieser Zeit fanden sie als Schrittmachermaschinen im Bahnrennsport Verwendung, aber auch im Alltag. Seit etwa 2009 erleben die Elektrofahrzeuge jedoch eine Renaissance, die im Zusammenhang mit der Förderung der Elektromobilität steht.

Wie schnell kann ein Elektromotorrad werden?

Je nach Modell erreicht ein E-Motorrad eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 250 Kilometern pro Stunde. Einige Maschinen kommen jedoch nur auf 45, 80 oder 120 Kilometer pro Stunde. Oftmals begrenzen die Hersteller das maximale Tempo, um den Akku zu schonen.

Welche Reichweiten sind mit einer Akkuladung möglich?

Die Reichweite stellt eines der wichtigsten Kaufkriterien im Zusammenhang mit Elektromotorrädern dar. Hier lassen sich große modellspezifische Unterschiede feststellen, schließlich gehört der Akku zu den teuersten Bauteilen. Kleine wendige Stadtflitzer kommen mit einer Akkuladung häufig etwa 70 bis 100 Kilometer weit. Die größeren Premiumausführungen schaffen dagegen teilweise sogar mehr als 300 Kilometer Strecke. Ein entscheidender Einflussfaktor auf die Reichweite ist jedoch der persönliche Fahrstil.

Wie viel kostet ein Elektromotorrad?

Die Anschaffungskosten für Elektromotorräder unterscheiden sich je nach Ausführung stark. Das untere Preissegment beginnt ähnlich wie bei normalen Bikes bei 4.000 bis 5.000 Euro. Die Kosten für ein E-Motorrad der Premiumklasse liegen dagegen zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Wer eine leistungsstarke Maschine mit Elektroantrieb sein Eigen nennen möchte, muss also etwas tiefer in die Tasche greifen als für ein Bike mit Benzintank.

Welche Anbieter von Elektromotorrädern gibt es?

Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller, die Elektromotorräder anbieten, darunter sowohl etablierte als auch aufstrebende Anbieter. Zu den bekanntesten gehören unter anderem:

  • Askoll
  • BMW
  • Energica Motor Company
  • Johammer
  • KTM
  • Lightning Motorcycle
  • Saroléa
  • Zero Motorcycles

Rechtliche Voraussetzungen zum Führen eines Elektromotorrads

Aus juristischer Sicht gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu gewöhnlichen Bikes. Wer ein Elektromotorrad nutzen möchte, benötigt eine Fahrerlaubnis. Welche Führerscheinklasse im Einzelfall erforderlich ist, hängt von der Motorleistung der Maschine ab:

  • Klasse A1 (ab 16 Jahren): Der Hubraum liegt maximal bei 125 Kubikzentimetern und die Nennleistung höchstens bei 11 Kilowatt.
  • Klasse A2 (ab 18 Jahren): Der Hubraum übersteigt 125 Kubikzentimeter und die Nennleistung liegt maximal bei 35 Kilowatt.
  • Klasse A (ab 24 Jahren Direkterwerb, ab 20 Jahren mit Vorbesitz der Klasse A2): Es gibt keinerlei Beschränkungen bezüglich Leistung und Hubraum.

Was die Helmpflicht betrifft, spielt es keine Rolle, ob Sie ein E-Motorrad fahren oder eines mit Verbrennungsmotor. Laut Paragraf 21a, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung bestimmt einzig und allein die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, ob Sie einen Schutzhelm tragen müssen. Für alle Krafträder mit einem maximalen Tempo von mehr als 20 Kilometern pro Stunde gilt eine Helmpflicht.

Was ist ein Elektromotorrad für Kinder?

Bei einem elektrischen Motorrad für Kinder handelt es sich um ein Bike, das einerseits kleiner und langsamer ist als ein richtiges E-Motorrad und bei dem andererseits die Sicherheit noch stärker im Fokus steht. Allerdings empfehlen sich Kindermotorräder mit Elektroantrieb erst ab einem Alter von drei oder vier Jahren.

Es gibt unterschiedliche Ausführungen, die ans jeweilige Alter des Kindes angepasst sind. Modelle für vierjährige Kinder verfügen beispielsweise in der Regel über Stützräder und erreichen häufig lediglich ein Tempo von 4 Kilometern pro Stunde. Für ältere Kinder sind schnellere Elektromotorräder erhältlich.

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