Eine Tollwutimpfung schützt Sie und Ihr Tier vor einer Ansteckung mit dem gefährlichen Virus. In Deutschland besteht für Hunden und Katzen keine Pflicht zur Tollwutimpfung. Sie wird jedoch trotzdem empfohlen, da nicht geimpfte infizierte Tiere getötet werden. Im Ausland ist die Impfung jedoch gesetzlich vorgeschrieben, weswegen Sie sich vor einem Urlaub mit Ihrem Haustier über die jeweiligen Einreisebestimmungen gut informieren sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Hunden und Katzen sollte eine Auffrischung der Tollwutimpfung alle drei Jahre erfolgen. Auch Pferde müssen laut Gesetz nicht gegen Tollwut geimpft werden.
  • Nach der Tollwutimpfung kann es bei Hunden und Katzen gelegentlich zu Nebenwirkungen oder Impfschäden in Form von Müdigkeit, Schwellungen und Schmerzempfindlichkeit an der Impfstelle kommen.
  • Für Haustiere gibt es eine lange Liste an zugelassenen Impfstoffen für die Tollwutimpfung. Welcher Impfstoff Verwendung findet, hängt vom behandelnden Tierarzt ab.

Wie oft muss die Tollwutimpfung wiederholt werden?

Bei Hunden erfolgt nach der Grundimmunisierung im Welpenalter die Auffrischung alle drei Jahre. Katzen werden in ihrem ersten Lebensjahr grundimmunisiert und danach wird die Impfung ebenfalls alle drei Jahre aufgefrischt.

Auch Pferde müssen laut Gesetz nicht gegen Tollwut geimpft werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt auch sein Pferd impfen. Allerdings sind Katze und Pferd eher Opfer als Überträger des Tollwutvirus.

Nebenwirkungen der Tollwutimpfung

Nach der Tollwutimpfung kann es bei Hunden und Katzen gelegentlich zu Nebenwirkungen oder Impfschäden kommen. Bei Hunden sind diese eher selten und sie äußern sich in Müdigkeit, Schwellungen und Schmerzempfindlichkeit an der Impfstelle. In Ausnahmefällen kommt es zu allergischen Reaktionen gegen den Impfstoff, welche sofort durch einen Tierarzt behandelt werden sollten.

Katzen hingegen können Nebenwirkungen wie Impfsarkome, also bösartige Tumore, an der Einstichstelle entwickeln. Diese müssen ebenfalls durch den Tierarzt versorgt werden.

Die Verträglichkeit der Impfung bei Menschen ist relativ gut. Allerdings können Fieber, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellungen und Schmerzen rund um die Einstichstelle und in seltenen Fällen grippeähnliche Symptome oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Impfstoffe und Kosten

Die gängigsten Impfstoffe für Menschen sind Rabipur und HDC, bestehend aus gezüchteten inaktiven Viren. Die Viren in Rabipur werden auf Hühnereiern gezüchtet und der Impfstoff ist daher sehr gut verträglich. Besteht aber eine Eiweißallergie, so sollte dieses Mittel nicht verwendet und stattdessen auf HDC zurückgegriffen werden. Die inaktiven Viren in HDC wiederum werden auf diploiden menschlichen Zellen gezüchtet (human deploid cells).

Für Haustiere hingegen gibt es eine lange Liste an zugelassenen Impfstoffen für die Tollwutimpfung. Welcher Impfstoff Verwendung findet, hängt vom behandelnden Tierarzt ab.

Die Impfung für Mensch und Tier ist nicht gratis. Die Kosten belaufen sich für Menschen auf etwa 60-70 Euro zuzüglich Beratung. Für Hund, Katze und Pferd hängen die Kosten jeweils vom Tierarzt ab. Sie setzen sich ebenfalls zusammen aus Impfstoff und Behandlungskosten und liegen bei ungefähr 30 Euro. Kombiniert man die Tollwutimpfung mit weiteren nötigen Impfungen, so fallen die Kosten etwas geringer aus.

Auch bei Schäden, die aufgrund einer Tollwuterkrankung entstanden sind springt die Tierhaftpflichtversicherung ein und schützt Sie vor eventuellen Rechtsansprüchen. Sie haben noch keine Haftpflichtversicherung für Ihr Haustier? Verivox hilft Ihnen, bei der Auswahl des für Sie besten Anbieters.