Stromzähler

Nahezu jeder Haushalt in Deutschland verfügt über Elektrizität und damit auch über einen Stromzähler. Schließlich stammt der Strom, der durch die Leitungen fließt, aus einer bestimmten Quelle, nämlich einem von über tausend Stromanbietern des Landes.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Stromzähler – Stromkosten nachvollziehen
  3. Der traditionelle Stromzähler nach Galileo Ferraris
  4. Smartmeter: Intelligenter Stromzähler der Zukunft
  5. Stromzähler müssen geeicht sein
  6. Kann sich ein Stromzähler verzählen?
  7. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Stromzähler dient zur Erfassung des genauen Stromverbrauchs.
  • Intelligente Stromzähler, den sogenannten Smart-Metern, sollen den Stromverbrauch in der Zukunft besser steuern und erfassen.
  • In Deutschland gilt für die Stromzähler eine gesetzliche Eichpflicht.
  • Sollte der Stromzähler im Vergleich zur letzten Jahresabrechnung große Schwankungen zeigen, kann das am Verschleiß des Zählers liegen.

Stromzähler – Stromkosten nachvollziehen

Anders als bei Mobilfunktarifen gibt es in Sachen Stromkosten noch keine Flatrates – der Stromverbrauch muss also genau nachzuvollziehen sein, damit der Stromlieferant eine detaillierte Jahresabrechnung erstellen kann. Hierzu kommt meist ein Mitarbeiter des örtlichen Strombetreibers ins Haus, um den Zählerstand abzulesen und an den Anbieter weiterzugeben. In einigen Fällen übernehmen die Stromkunden die Übermittlung des Zählerstands inzwischen auch selbst.

Der Stromzähler befindet sich entweder direkt in der Wohnung oder im Haus, zum Beispiel im Flur, oder aber im Treppenhaus oder Keller. Um den Zählerstand abzulesen und korrekt zu melden, ist zudem die Zählernummer vonnöten. Diese ist zum Beispiel auf der letzten Stromrechnung oder dem Vertrag mit dem Stromlieferanten zu finden, aber auch am Stromzähler selbst angebracht.

Der traditionelle Stromzähler nach Galileo Ferraris

Der jährliche Stromverbrauch eines Haushalts lässt sich in Kilowattstunden (kWh) messen. Auf welche Weise der Wert ermittelt wird, hängt vom jeweiligen Stromzähler ab. In den meisten Haushalten ist nach wie vor der sogenannte Ferraris-Zähler gängig, der nach dem italienischen Physiker Galileo Ferraris benannt ist. Er funktioniert als klassischer Drehstromzähler nach dem Induktionsprinzip, sprich durch ein drehbares Magnetfeld. Manche dieser Drehstromzähler haben mehrere Zählwerke und können so den Zählerstand für unterschiedliche Tarife ermitteln und anzeigen.

Smartmeter: Intelligenter Stromzähler der Zukunft

Auf dem Vormarsch sind aber auch immer mehr intelligente Zähler, sogenannte Smartmeter. Digitales Stromzählen war zunächst vor allem auf Betriebsebene gängig, seit 2010 sind intelligente Stromzähler aber auch vermehrt für Privathaushalte erhältlich. Sie funktionieren elektronisch und sind leicht mit einem Ferraris-Zähler zu koppeln. Mit dem Smartmeter sind deutlich detailliertere Messungen möglich – er macht zum Beispiel ersichtlich, wann der Stromverbrauch am höchsten ist. So ist der eigene Stromverbrauch für den Verbraucher deutlich transparenter und lässt sich gegebenenfalls bewusster steuern.

Ein weiterer Vorteil: Die Daten lassen sich jederzeit bequem aus der Ferne auslesen – sowohl vom Stromkunden als auch vom Anbieter. Eine Übermittlung ist zum Beispiel über die Stromleitung selbst, aber auch über UMTS oder DSL denkbar. Über diese Verbindung kann der digitale Stromzähler nicht nur Daten senden, sondern auch empfangen, etwa dann, wenn eine Tarifänderung stattgefunden hat. Bei einer Umrüstung auf den Smartmeter müssen Verbraucher die Kosten allerdings selbst tragen.

Stromzähler müssen geeicht sein

Stromzähler unterliegen in Deutschland übrigens der gesetzlichen Eichpflicht. Das bedeutet, ein Gerät zur Messung des Stromverbrauchs ist nur dann zulässig, wenn er eine sogenannte Eichmarke hat. Für die Ausstellung zuständig sind die örtlichen Eichämter; einige private Firmen sind jedoch ebenfalls als staatlich anerkannte Prüfstellen registriert, darunter auch einige Netzbetreiber und sogar Hersteller von Stromzählern. Je nachdem, um welche Art Zähler es sich handelt, sind die Eichmarken unterschiedlich lang gültig. Während mechanische Geräte mit Induktionswerk 12, manche sogar 16 Jahre lang nicht geprüft werden müssen, steht ein digitaler Stromzähler bereits nach 8 Jahren erneut auf dem Prüfstand. Funktioniert der Stromzähler noch ordnungsgemäß, verlängert sich seine Gültigkeit, anderenfalls muss er durch ein neues Gerät ersetzt werden.

Kann sich ein Stromzähler verzählen?

Auch aufgrund der staatlich überprüften Qualität sind Stromzähler im Grunde sehr zuverlässig. Wie jedes mechanische oder elektronische Gerät können sich aber auch an einem solchen Messinstrument mit der Zeit Verschleißerscheinungen zeigen, durch die es nicht mehr richtig funktioniert. Verdächtig sind große Schwankungen im Vergleich zur letzten Jahresabrechnung: wenn also der Stromverbrauch innerhalb von zwölf Monaten rapide gesunken oder gestiegen ist, sich aber weder die Nutzung von Lampen und elektronischen Geräten entscheidend verändert hat noch ein neues Gerät als potenzieller Stromfresser in Betracht kommt.

Stromkunden können die Funktionsfähigkeit ihres Stromzählers einfach selbst testen. Sie notieren sich den aktuellen Zählerstand, bevor sie alle Geräte vom Netz nehmen. Nun wird ein beliebiges Gerät an ein Strommessgerät angeschlossen, wieder mit dem Stromnetz verbunden und in Betrieb genommen. Anschließend folgt ein erneuter Blick auf den Stromzähler: Ist er intakt, muss der neue Zählerstand der Summe aus dem alten Stand und dem vom Messgerät ermittelten Wert entsprechen. Ist dies nicht der Fall, empfiehlt es sich, so schnell wie möglich den Stromlieferanten sowie die zuständige Eichbehörde darüber in Kenntnis zu setzen.

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