Stromerzeugung

Stromerzeugung bezeichnet die Produktion von elektrischer Energie in Kraftwerken und durch Kleinproduzenten, die ihren selbsterzeugten Stromüberschuss ins Netz einspeisen. Die Bruttostromerzeugung ist die produzierte Gesamtmenge elektrischer Energie.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Strom: eine wichtige Säule moderner Industriegesellschaften
  3. Stromerzeugung: Definition
  4. Was bedeutet Netto- und Bruttostromerzeugung?
  5. Arten von Stromerzeugung
  6. Stromproduktion und Überschuss
  7. Anteil der jeweiligen Energiequellen am Energiemix
  8. Übersichtstabelle zum Strommix in Deutschland
  9. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • 2018 lag die Nettostromerzeugung, also die Menge elektrischer Energie, die den Verbrauchern im deutschen Stromnetz zur Verfügung steht, bei 541 Milliarden Kilowattstunden.
  • Die erneuerbaren Energien steigern ihren Anteil an der deutschen Stromerzeugung seit 2003 kontinuierlich, 2018 lagen sie bei 40,2 Prozent.
  • Spitzenreiter im deutschen Energiemix ist zurzeit noch Braunkohle mit 131 Milliarden Kilowattstunden, das entspricht einem Anteil von 24,1 Prozent, gefolgt von Windenergie mit 20,2 Prozent beziehungsweise 110 Milliarden Kilowattstunden.

Strom: eine wichtige Säule moderner Industriegesellschaften

Elektrischer Strom ist ein besonders vielseitig einsetzbarer Energieträger, dessen Umwandlung in andere Energieformen, wie Wärme oder Bewegung, nur ausgesprochen geringe Verluste mit sich bringt. Dadurch ist Strom eine wichtige und wirtschaftliche Energie-Basis für die moderne Industrie und Gesellschaft.

Stromerzeugung: Definition

Stromerzeugung bezeichnet die Produktion von elektrischer Energie in Kraftwerken und durch Kleinproduzenten, die ihren selbsterzeugten Stromüberschuss, etwa aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach von Privathäusern und Unternehmen, ins Netz einspeisen. Der auf diese Weise produzierte Strom gelangt dann über Stromnetze zum Verbraucher.

Im physikalischen Sinn wird bei Stromerzeugung allerdings gar keine Energie erzeugt, stattdessen wird eine Energieform wie Wärme- oder Bewegungsenergie in eine andere umgewandelt, die Elektrizität.

Was bedeutet Netto- und Bruttostromerzeugung?

Die für einen bestimmten Bereich oder auch von einem einzelnen Kraftwerk produzierte Gesamtstrommenge ist die Bruttostromerzeugung. Sie wird an den Generatorklemmen der Anlagen zur Stromproduktion vor dem Einspeisen ins Stromnetz gemessen. Die Nettostromerzeugung berechnet man, indem man von der Bruttostromerzeugung den Eigenverbrauch der Kraftwerke und Verluste während des Stromtransports abzieht. Die Nettostromerzeugung für Deutschland ist also die Strommenge, die den deutschen Endverbrauchern tatsächlich zur Verfügung steht.

Welche Arten der Stromerzeugung gibt es?

Strom wird in den unterschiedlichen Kraftwerken aus Bewegung, Wärme, Licht und chemischer Energie, wie sie in Öl oder Kohle gespeichert ist, gewonnen.

Beispiele für Verfahren zur Stromproduktion

Strom aus Sonnenlicht wird durch die Umwandlung in Strom in großen Photovoltaik-Anlagen mit viel Flächenbedarf oder aus dem Überschuss vieler kleinerer Dachanlagen gewonnen.

In Braun- oder Steinkohle-Kraftwerken wird die gemahlene Kohle im Brennerraum verbrannt, um mithilfe von Wasserdampf eine Dampfturbine anzutreiben, wodurch in einem Generator Strom erzeugt wird.

Ähnlich funktionieren Windkraftanlagen, nur dass hier Rotoren, die ebenfalls an einen Generator gekoppelt sind, vom Wind bewegt werden. Im Atomkraftwerk vollzieht sich die Energieerzeugung durch Kernspaltung in den Brennstäben. Wenn ein Neutron in den Urankern eindringt, spaltet sich dieser in kleinere Kerne. So werden Energie und zwei bis drei frische Neutronen freigesetzt, die wiederum Urankerne spalten. Diese Reaktion läuft immer weiter und potenziert sich, sodass pro Brennstab eine ungeheure Menge Energie freigesetzt wird.

Stromproduktion und Überschuss

2018 lag die Nettostromerzeugung in Deutschland bei 541 Milliarden Kilowattstunden, das entspricht 541 Terrawattstunden (TWh). Damit fiel der Ertrag 1,3 Prozent niedriger aus als 2017. Der Rückgang der Stromproduktion hängt damit zusammen, dass der Stromverbrauch in Deutschland seit 2003 stets niedriger lag als die Stromproduktion. Der sich aus diesem Überschuss ergebende Export erreichte 2017 mit mehr als 55 TWh seinen bisher höchsten Stand. 2019 scheint sich der Stromexport wieder auf einen neuen Rekord hinzubewegen: Im Januar 2019 erzielte Deutschland einen Exportüberschuss von 7,2 TWh. Das sind 74 Prozent der gesamten Stromproduktion des Monats Januar aus Braunkohle.

Wie hoch ist der Anteil der jeweiligen Energiequellen am deutschen Energiemix?

Konventionelle Stromerzeugung, vorwiegend aus Kohle, Erdgas und Atomenergie, hatte 2018 einen Anteil von 59,8 Prozent am deutschen Strommix, die erneuerbaren Energien lagen bei 40,2 Prozent. Wobei der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix seit 2003 kontinuierlich wächst. 2017 lag er beispielsweise bei 38,5 Prozent und war damit gegenüber 2016 bereits um 5,1 Prozent gestiegen. Spitzenreiter im Energiemix ist die Braunkohle mit 131 TWh, das entspricht 24,1 Prozent, gefolgt von Windenergie mit 20,2 Prozent beziehungsweise 110 TWh. Auf Platz 3 und 4 liegen fast gleichauf Steinkohle mit 76 TWh (14 Prozent) und Kernenergie mit 72 TWh (13,3 Prozent).

Übersichtstabelle zum Strommix in Deutschland

Energieträger in TWh = Mrd. kWh in Prozent
Konventionelle insgesamt 323 59,8
Braunkohle 131 24,1
Steinkohle 76 14
Kernenergie 72 13,3
Erdgas 40 7,4
Sonstige 3
Erneuerbare insgesamt 218 40,2
Windenergie 110 20,2
Photovoltaik 46 8,5
Biomasse 45 8,3
Wasserkraft 17 3,2

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