Strom-Flatrate

Was ist eine Strom-Flatrate? Wer von einer Flatrate spricht, meint damit ein Angebot, bei dem ein Pauschalpreis fällig wird. Er erhöht sich nicht, egal wie sehr das Angebot genutzt wird. Für Verbraucher ist das vorteilhaft: Sie müssen sich um die Kosten keine Gedanken machen und können sicher sein, dass keine Nachzahlungen auf sie zu kommen. Im Telekommunikationsbereich sind diese Modelle weit verbreitet. Eine Reihe von Stromversorgern hat nachgezogen und bietet nun Strom-Flatrates an, die nach diesem Prinzip funktionieren.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Zwei Strom-Flatrate Modelle
  3. Reine Strom-Flatrates für Haushaltskunden
  4. Waren Strom-Flatrates früher als Strom-Pakete bekannt?
  5. Lohnen sich Strom-Flatrates?
  6. Lässt sich so eine Strom-Flatrate nicht „hacken“?
  7. Strom-Flatrates für Prosumer
  8. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Strom-Flatrates, die sich an Verbraucher ohne eigene Erzeugungsanlagen richten, sind mittlerweile bundesweit verfügbar.
  • Strom-Flatrates können mit vielen günstigen Tarifen derzeit preislich nicht mithalten.
  • Wer eine Nachtspeicherheizung oder eine Wärmepumpe betreibt, kann die Strom-Flatrates beispielsweise aktuell nicht nutzen.

Zwei Strom-Flatrate Modelle

Bei den aktuell angebotenen Strom-Flatrates gibt es zwei unterschiedliche Modelle. Es gibt Strom-Flatrates, die sich an normale Verbraucher richten, die einen ganz normalen Haushaltsanschluss besitzen. Dann gibt es noch Strom-Flatrates, die an Solaranlagen und Batteriespeicher gekoppelt sind und sich vor allem an Hausbesitzer richten.

Reine Strom-Flatrates für Haushaltskunden

Strom-Flatrates, die sich an Verbraucher ohne eigene Erzeugungsanlagen richten, sind mittlerweile bundesweit verfügbar. Sie richten sich nach dem jeweiligen Vorjahresverbrauch. Es ist also nicht möglich, eine beliebige Strommenge anzugeben. Wer neu einzieht und keinen Vorjahresverbrauch nachweisen kann, steht daher möglicherweise vor einem Problem.

Je nach der Höhe des bisherigen Vorjahresverbrauchs erhält man dann einen Pauschalpreis, der monatlich bezahlt wird. Wer nach einem Jahr weniger verbraucht hat, als ursprünglich angegeben, bekommt die überzähligen Kilowattstunden nicht zurückerstattet. Es können aber Rabatte oder Boni für die deutliche Unterschreitung des Vorjahresverbrauches gewährt werden. Liegt der Stromverbrauch über dem angepeilten Wert, muss nichts nachbezahlt werden. Es kann aber zu einer höheren Einstufung im nächsten Jahr kommen.

Waren Strom-Flatrates früher als Strom-Pakete bekannt?

In vielerlei Hinsicht ähneln die Strom-Flatrates den Strom-Paketen, die auf dem Strommarkt schon seit vielen Jahren angeboten werden. Der größte Unterschied besteht darin, dass der Mehrverbrauch bei der Strom-Flatrate nicht nachbezahlt werden muss. Bei Strom-Paketen wird für den erhöhten Verbrauch oft ein empfindlich hoher Preis verlangt, was zu kräftigen Nachzahlungen führen kann. Dieses Risiko entfällt bei den Strom-Flatrates für die Verbraucher.

Lohnen sich Strom-Flatrates?

Strom-Flatrates können mit vielen günstigen Tarifen derzeit preislich nicht mithalten. Es gibt Fälle, in denen die Kosten für die Stromflatrate höher sind als der regionale Grundversorgungstarif. Häufig liegen die Kosten leicht darunter. Stromversorger, die aktiv und überregional um Neukunden werben, haben in der Regel deutlich günstigere Preise. Dabei handelt es sich meistens um klassische Tarife mit Grund- und Arbeitspreis. Wer also möglichst wenig Geld für Strom ausgeben möchte, ist mit dem klassischen Tarifmodell momentan am besten bedient.

Lässt sich so eine Strom-Flatrate nicht „hacken“?

Wer die Angebote der Strom-Flatrates anschaut, mag sich fragen: Was, wenn ich so eine Flatrate abschließe und dann nur noch mit Strom heize? Oder mir einen Swimmingpool oder ein Gewächshaus anschaffe? Das ist grundsätzlich möglich, doch die Versorger haben eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um den Missbrauch der Angebote einzuschränken. Dazu gehört die verbindliche Angabe des Vorjahresverbrauches oder auch die Einschränkung des Angebotes auf Haushaltskunden. Wer eine Nachtspeicherheizung oder eine Wärmepumpe betreibt, kann die Strom-Flatrates beispielsweise aktuell nicht nutzen. Zusätzlich würden die Stromkosten im Folgejahr an den erhöhten Verbrauch angepasst und die Kosten würden entsprechend steigen.

Strom-Flatrates für Prosumer

Die Angebote für Konsumenten, die auch Produzenten sind („Prosumer“), setzen in der Regel die Anschaffung einer Photovoltaikanlage und eines Stromspeichers von einem bestimmten Anbieter voraus. Dieser bietet dann im Rahmen eines Gesamtpakets auch eine Strom-Flatrate an. Wie im Bereich Telekommunikation kennt der Begriff „Flatrate“ aber auch hier Grenzen: Beispielsweise wird sie dann doch auf eine bestimmte Menge Strom begrenzt oder der Anbieter behält sich vor, bei einem stark erhöhten Verbrauch in Zukunft mehr zu verlangen.

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