Weihnachtsbeleuchtung: Energiespartipps zur Weihnachtszeit
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Geht es um das Energiesparen an Weihnachten, bieten sich Verbraucherinnen und Verbrauchern zahlreiche Möglichkeiten. Schließlich benötigen Weihnachtsbäckerei, die dekorative Festtagsbeleuchtung und Co. eine Menge Strom. Doch wie lässt sich konkret an Weihnachten Strom sparen, damit die Nebenkosten nicht in astronomische Höhen steigen? Mit unseren Energiespartipps für die Weihnachtszeit lässt sich der Stromverbrauch deutlich senken.
Das Wichtigste in Kürze
- Mithilfe von LED-Leuchtmitteln und Zeitschaltuhren können Sie einiges an Strom sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung.
- Beim Kochen und Backen sparen Sie etwa Energie, indem Sie den Umluftmodus verwenden, Resthitze nutzen und Plätzchen ohne Vorheizen backen.
- Werden die Räume weniger stark geheizt, reduziert sich der Heizenergiebedarf.
- Auch an Weihnachten sollten nicht verwendete Elektrogeräte komplett vom Strom getrennt werden, damit sie nicht unnötig im Standby-Modus laufen.
Tipp 1: Moderne LED-Lichterketten zur Weihnachtsbeleuchtung verwenden
Alle Jahre wieder erstrahlt zur Weihnachtszeit in Wohnstuben, Fenstern und Gärten die Weihnachtsbeleuchtung in Form von Sternen und Lichterketten. Wenn Sie Ihre Stromkosten senken möchten, empfiehlt es sich, alte Glühbirnen konsequent gegen moderne LED-Beleuchtung auszutauschen.
Schon gewusst?
Während LED-Lichterketten früher meist nur kaltweißes Licht ausstrahlten, gibt es Leuchtdioden mittlerweile in vielen verschiedenen Lichtfarben. Das Spektrum von LED-Leuchtmitteln reicht von gemütlichem Extra-Warmweiß für den Wohnbereich bis hin zu Tageslichtweiß für Arbeitsräume. Auch optisch bieten moderne LEDs volle Flexibilität: Die klassischen und beliebten Formen – wie die traditionelle Birnen- oder Kerzenform – sind flächendeckend als moderne LED-Variante verfügbar.
Tipp 2: Leuchtzeiten mit Zeitschaltuhr steuern
Sie können noch mehr Strom sparen, wenn die Weihnachtsbeleuchtung nachts und während ihrer Abwesenheit abgeschaltet wird. Schließlich steigt der Energieverbrauch, wenn der Weihnachtsschmuck über Nacht und wenn niemand zu Hause ist, leuchtet. Um die Leuchtzeiten von Lichterketten und Co. zu steuern, können Sie auf Zeitschaltuhren zurückgreifen, die sich unkompliziert programmieren lassen.
Tipp 3: Beim Kochen und Backen an Weihnachten Strom sparen
Ob Plätzchen oder Weihnachtsbraten: Backofen und Herd laufen während der Weihnachtszeit vielerorts auf Hochtouren. Daher lohnt sich das Energiesparen an Weihnachten auch beim Backen und Kochen. Der Stromverbrauch lässt sich beispielsweise mithilfe der folgenden Tipps für die Weihnachtszeit reduzieren:
- Backen ohne Vorheizen: Wenn Sie Plätzchen ohne Vorheizen in den Backofen schieben, können Sie Energie einsparen. Sollten Sie mit Biskuitteig backen, muss der Ofen jedoch vorgeheizt werden.
- Umluft statt Ober-/Unterhitze: Beim Backen mit Umluft wird die Hitze durch den Ventilator gleichmäßiger verteilt. Dadurch können Sie die Temperatur im Vergleich zu Ober- und Unterhitze meist um 20 °C bis 30 °C niedriger einstellen. Zudem ermöglicht der Umluftmodus das gleichzeitige Backen auf mehreren Blechen.
- Ofentür geschlossen halten: Wird die Ofentür während des Brat- oder Backvorgangs geöffnet, entweicht jedes Mal wertvolle Wärme. Wenn Sie eine Weihnachtsgans zubereiten oder Plätzchen backen, sollte die Ofentür daher nur geöffnet werden, wenn es unbedingt notwendig ist.
- Niedrigtemperaturmethode: Verwenden Sie für Ihren Weihnachtsbraten die Niedrigtemperaturmethode (z. B. bei 80 °C). Die Garzeit fällt dann zwar deutlich länger aus, das Fleisch bleibt durch das langsame Garen jedoch besonders zart und saftig.
- Resthitze clever nutzen: In der Regel können Sie Ihren Elektroherd oder Backofen bereits rund 10 bis 15 Minuten vor Ablauf der Gar- oder Backzeit ausschalten. Die Resthitze genügt meist, um Ihren Braten fertig zu garen beziehungsweise Ihre Weihnachtskekse fertig zu backen.
Tipp 4: Beim Heizen Energie sparen
Damit die eigenen vier Wände zum Weihnachtsfest mollig warm sind, wird oft die Heizung aufgedreht. Diese sollte jedoch keinesfalls dauerhaft auf der höchsten Stufe laufen. Einerseits treibt solch ein Heizverhalten die Energiekosten in die Höhe. Andererseits kann eine überheizte Wohnung die Schleimhäute austrocknen und so das Immunsystem schwächen.
Bereits die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius (bezogen auf die komplette Wohnung) senkt den Energieverbrauch fürs Heizen um circa sechs Prozent – dies belegen Berechnungen des Umweltbundesamtes. Wird die Heizwärme mit fossilen Energieträgern wie Gas oder Öl erzeugt, reduziert jede eingesparte Kilowattstunde direkt die durch die Verbrennung verursachten CO2-Emissionen. Unter 18 Grad Celsius sollte die Raumtemperatur jedoch nicht sinken, da sich andernfalls das Risiko von Schimmelbildung erhöht.
Tipp
Wenn Sie Weihnachten auswärts verbringen und vergessen, die Heizkörper abzudrehen, steigen die Heizkosten unnötig. Eine praktische Möglichkeit, um Energie und Kosten zu sparen, sind programmierbare oder smarte Thermostate. Diese lassen sich so einstellen, dass sie die Temperatur während Ihrer Abwesenheit automatisch senken, und können je nach Modell auch von unterwegs per Smartphone gesteuert werden.
Tipp 5: Den Energieverbrauch der Elektrogeräte minimieren
Ob "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” oder "Kevin – Allein zu Haus”: In vielen Haushalten werden über die Festtage Weihnachtsfilme geschaut. Wer an Weihnachten Strom sparen möchte, lässt den Fernseher einfach mal aus. Selbiges gilt für das Surfen im Internet, denn auch Router und Computer beziehungsweise Laptops benötigen einiges an Energie. Als stromsparende Alternative bieten sich verschiedene Gruppenaktivitäten an. Etwa gemeinsam Weihnachtslieder singen, sich gegenseitig vorlesen oder Gesellschaftsspiele spielen.
Das Festtagsdinner sorgt in der Regel für viel schmutziges Geschirr. Sparen können Sie hier ganz einfach, indem Sie den Eco-Modus Ihres Geschirrspülers nutzen. Dieser spült zwar etwas länger, verbraucht aber durch niedrigere Wassertemperaturen weniger Strom als Kurz- oder Intensivprogramme.
Ebenso empfiehlt es sich, Geräte komplett vom Stromnetz zu trennen, wenn sie länger nicht genutzt werden – wie beispielsweise während Ihres Weihnachtsurlaubs. Im Standby-Modus verbrauchen Elektrogeräte wie Fernseher, Router und Laptops kontinuierlich Strom, was sich auf der Jahresabrechnung spürbar bemerkbar macht. Dies gilt insbesondere für ältere Modelle. Abhilfe schaffen hier schaltbare Steckdosenleisten. Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht anhand konkreter Richtwerte, wie hoch der Energieverbrauch und die jährlichen Energiekosten verschiedener Elektrogeräte im Standby-Modus ausfallen:
|
Gerät
|
Energiebedarf pro Jahr durch Standby-Modus
|
Jährliche Kosten durch Standby-Modus (gerundet)
|
|---|---|---|
| Stereoanlage | 110 kWh | 65 Euro |
| Fernseher (LCD) | 103 kWh | 50 Euro |
| Computer (inklusive Monitor und Drucker) | 73 kWh | 35 Euro |
| Router | 59 kWh | 30 Euro |
| Waschmaschine | 22 kWh | 10 Euro |