Festnetz- und Handynummer mitnehmen bei Anbieterwechsel

Bildquelle: ©Adobe Stock/Text: Verivox

Neuer Anbieter, alte Nummer? Kein Problem! Die meisten Verbraucher möchten auch nach dem Wechsel ihres DSL- oder Mobilfunkanbieters noch unter der alten Rufnummer erreichbar sein. Die gute Nachricht: Das ist fast immer möglich – und Verivox zeigt, wie.  

Tipp: Wer Schritt für Schritt vorgeht, kann die alte Telefonnummer problemlos auch beim neuen Anbieter nutzen.

In jeweils 3 Schritten zur Mitnahme der Mobilfunk- und Festnetznummer!

Mobilfunk | Schritt 1: Den alten Anbieter informieren

Informieren Sie zunächst Ihren alten Handyanbieter und beantragen Sie die Rufnummermitnahme (auch: Portierung). Am einfachsten ist es, wenn Sie dies bereits im Rahmen der Kündigung tun, z. B. über eine Verivox-Musterkündigung. Hier können Sie den Antrag auf die Freigabe (Opt-In genannt) stellen und das Datum der gewünschten Portierung benennen. Eine Gebühr von etwa 30 Euro ist üblich – doch das Geld zahlt in vielen Fällen der neue Provider in Form einer Gutschrift zurück.

Wussten Sie’s? Der alte Anbieter ist dazu verpflichtet, die Nummer freizugeben. Für Kunden besteht ein lebenslanges Nutzungsrecht auf ihre Rufnummer.

Mobilfunk | Schritt 2: Rechtzeitige Übernahme planen

Nun besteht ein Zeitfenster von 30 Tagen. Während diesem muss die alte Mobilfunknummer von Ihrem neuen Anbieter abgefragt werden. Andernfalls können Sie den Anspruch auf Ihre Nummer verlieren – und diese kann weitervergeben werden.

Denken Sie also daran, Ihren neuen Anbieter rechtzeitig um den Antrag auf Übernahme der Nummer zu bitten. Ein Richtwert dazu: Die Bundesnetzagentur empfiehlt für einen reibungslosen Wechsel mindestens zehn Tage vor Vertragsende aktiv zu werden.

Mobilfunk | Schritt 3: Details beachten

Entscheidend für einen reibungslosen Ablauf ist außerdem eine korrekte Weitergabe Ihrer Kundendaten. Übertragen Sie diese daher sehr sorgfältig für den neuen Anbieter. Sie sollten genau mit denen beim alten Anbieter hinterlegten Daten übereinstimmen, um Probleme bei der Portierung zu vermeiden.

Weitere Hinweise zur sofortigen Rufnummernportierung, zu Tipps für die Rufnummermitnahme als Prepaidkunde und zu Einschränkungen beim Tarifwechsel ohne Wechsel des Anbieters. Mehr lesen

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Festnetz | Schritt 1: Vertrag nicht selbst kündigen

Im Fall der Festnetznummer ist das Vorgehen ein anderes. Die Übertragung der Nummer wird über den neuen Internetanbieter abgewickelt. Das bedeutet: Kündigen Sie keinesfalls selbst. Der neue Provider nimmt dann Kontakt zum bisherigen Anbieter auf, beantragt die Portierung und spricht bei der Gelegenheit auch die Kündigung zum Vertragsende aus. Sie selbst müssen lediglich die Portierung veranlassen.

Hinweis: Wurde der bisherige Anschluss selbst gekündigt, ist es dem neuen Anbieter normalerweise nicht mehr möglich, diesen noch zu übernehmen.

Festnetz | Schritt 2: Langfristig planen – Fristen beachten

Damit die Übernahme stressfrei abläuft, sollten Sie am besten langfristig planen. Neben der Kündigungsfrist des alten Vertrags (diese liegt meist bei 3 Monaten), sollten Sie zusätzlich eine Bearbeitungszeit von vier bis sechs Wochen einplanen. Diese Zeit benötigt der neue Provider, um die Rufnummermitnahme zu organisieren. Dazu zählt auch die Abstimmung mit dem Kunden: In einem Formular, das der Anbieter versendet, müssen Sie die gewünschte Rufnummermitnahme offiziell bestätigen.

Festnetz | Schritt 3: Kosten und Einschränkungen beachten

Der bisherige Anbieter kann für die Rufnummernmitnahme eine Gebühr von bis zu 30 Euro verlangen. Übrigens können Verbraucher mehrere Rufnummern mitnehmen. Bei den meisten Anbietern sind bis zu 10 Rufnummern möglich.

Ist mit dem Wechsel des DSL-Anbieters ein Umzug in einen anderen Vorwahlbereich verbunden, kann die bisherige Rufnummer nicht mitgenommen werden.