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Wird die Energiekrise zur Paarkrise? Energieverbrauch führt häufig zu Streit

25.07.2022 | 10:26

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Energiesparen ist das Gebot der Stunde. Doch in Beziehungen führt das offenbar häufiger zu Auseinandersetzungen: Bei mehr als jedem zweiten Paar (60 Prozent) in Deutschland war der richtige Umgang mit Energie in der Vergangenheit bereits ein Streitthema. Knapp ein Drittel (32 Prozent) vermutet, dass es aufgrund aktueller Energiepreisentwicklungen sogar schneller zum Streit kommen könnte. Für zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) ist deshalb klar: Ein nachhaltiger Umgang mit Energie ist ihnen in der nächsten Beziehung wichtig. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Vergleichsportals Verivox und der Dating-App Parship unter gut 1.000 Singles.

Unnötige Beleuchtung führt am häufigsten zu Streit

Bei den Befragten, die angaben, dass das Thema Energiesparen in ihrer letzten Beziehung schon einmal zu Streitigkeiten geführt hat, war brennendes Licht in ungenutzten Räumen der größte Streitpunkt (32 Prozent). Erst dahinter rangiert der richtige Einsatz der Heizung für eine optimale Raumtemperatur (26 Prozent).

„Dass häufiger über die Beleuchtung als über die richtige Raumtemperatur gestritten wird, entspricht nicht ihrem Stellenwert beim tatsächlichen Energieverbrauch. Rund zwei Drittel der in Haushalten verbrauchten Energie wird für die Heizung genutzt, die Beleuchtung macht weniger als 2 Prozent aus“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Echter Aufreger: Laufende Geräte, die niemand nutzt

Auch bei der Unterhaltungselektronik gibt es Konfliktpotenzial: Knapp ein Viertel (23 Prozent) hatten schon Ärger wegen laufender Geräte (TV, Radio, Computer), die niemand nutzt. Der Abwasch oder das Zähneputzen unter fließendem Wasser bringt 17 Prozent der Befragten auf die Palme. Bei 15 Prozent der Paare führten Fenster auf Dauerkipp zu einem Streit. Von Pflegeritualen des Partners oder der Partnerin, wie intensivem Haare föhnen (2 Prozent), ausgiebigen Vollbädern (6 Prozent) oder langem Duschen (8 Prozent), fühlt sich hingegen kaum jemand gestört.

„Nach der Raumwärme mit rund 68 Prozent verbrauchen die Haushalte am meisten Energie für warmes Wasser (16 Prozent). Wer in diesen Bereichen besonders spart, kann den Energieverbrauch und damit auch die Kosten deutlich reduzieren“, sagt Thorsten Storck.

Der oder die Zukünftige soll sparsam sein

Angesichts von Klimawandel und hohen Energiepreisen wird das Thema Energiesparen auch bei der Partnerwahl wichtig. Zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten legt Wert darauf, dass die nächste Partnerin oder der nächste Partner nachhaltig mit Energie umgeht. Bei den Frauen sind es sogar 77 Prozent. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmenden (53 Prozent) gibt an, dass ihre Energiesparmaßnahmen auch in einer künftigen Beziehung eingehalten werden sollen.

Über die Umfrage

Für die vorliegende Studie hat die Innofact AG im Auftrag von Parship und Verivox 1.054 Parship-Mitglieder zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Online-Erhebung fand im Juni 2022 statt. Die Angaben zum Energieverbrauch der Haushalte in Deutschland stammen vom Umweltbundesamt.