Eine Solarheizung kann auch als Solarthermie-Anlage oder Raumheizungswassererwärmungs-Anlage bezeichnet werden. Eine solche Heizung nutzt das Funktionsprinzip der Solarthermie. Dabei wird Sonnenenergie in Sonnenkollektoren (beschichtete Kupferbleche) absorbiert und anschließend an ein Wärmeträgermedium abgegeben. In der Regel besteht dieses Wärmeträgermedium aus einem Gemisch aus Wasser und Glykol. Der erwärmte Wärmeträger beziehungsweise die Wärmeträgerflüssigkeit wird durch ein geschlossenes Rohrsystem zu einem Wasserspeicher gepumpt, der mit kaltem Wasser gefüllt ist. Der Wärmeträger gibt dann über einen einfachen Wärmeaustausch die Wärme ab. Anschließend wird er im abgekühlten Zustand zurück zu den Sonnenkollektoren geführt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Vakuumröhrenkollektoren oder Flachkollektoren
  3. Die Funktionsprinzipien
  4. Kosten sparen mit einer energieeffizienten Solarheizung
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Um eine Solarheizung effektiv nutzen zu können, müssen Sonnenkollektoren vorzugsweise auf Dächern installiert werden.
  • Optimal ausgerichtet sind die Kollektoren bei einer Neigung von mindestens 20 und maximal 60 Grad zwischen Südost und Südwest.
  • Durch die Nutzung einer Solarheizung können die Heizkosten und der CO2-Ausstoß nachhaltig gesenkt werden.

Vakuumröhrenkollektoren oder Flachkollektoren

Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) können in unseren Breitengraden im Jahr etwa 60 Prozent des erforderlichen Warmwassers mittels der Solarthermie erzeugt werden. Um eine Solarheizung effektiv nutzen zu können, müssen Sonnenkollektoren vorzugsweise auf Dächern installiert werden. Zum Einsatz kommen dabei entweder Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren. Letztere kosten im Schnitt zwar rund 30 Prozent mehr, benötigen dafür aber weitaus weniger Fläche und sind ergiebiger. Sowohl die Flachkollektoren als auch die Vakuumröhrenkollektoren passen auf fast alle Dachflächen. Optimal ausgerichtet sind die Kollektoren bei einer Neigung von mindestens 20 und maximal 60 Grad zwischen Südost und Südwest. Experten reden von einer optimalen Ausrichtung bei exakt 45 Grad. Wichtig ist, dass eine Verschattung zum Beispiel durch Bäume oder andere Hindernisse vermieden wird.

Die Funktionsprinzipien

Zwei unterschiedliche Funktionsprinzipien kommen in der Regel bei einer Solarheizung zum Einsatz. Zum einen wird Heizenergie über eine Direktanbindung aus dem Pufferspeicher gewonnen. Zum anderen wird die Rücklaufanhebung der Heizkreise genutzt. Wie die Solarheizung dabei in die jeweiligen Heizkreise integriert wird, hängt vom allgemeinen Speicherkonzept, der Art des Wärmeerzeugers sowie von den Systemtemperaturen der Heizkreise (Radiatorheizungen oder Flächenheizungen) ab. Der Großteil der heizungsunterstützenden Anlagen in Deutschland verwendet die Rücklaufanhebung. Der Heizkessel muss dabei weniger Energie aufwenden, wenn es zu einer Temperaturerhöhung des Heizkreis-Rücklaufs kommt. Die Erhöhung der Temperatur erfolgt immer so lange, bis der Heizkessel die benötigte Vorlauftemperatur erreicht hat. Das Rücklaufwasser wird dafür durch den Pufferspeicher geführt, der bereits durch die aus den Sonnenkollektoren stammende Wärme aufgeheizt wurde.

Kosten sparen mit einer energieeffizienten Solarheizung

Durch die Nutzung einer Solarheizung können die Heizkosten nachhaltig gesenkt werden; darüber hinaus wird der CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Heizungsanlagen deutlich reduziert. Wer den Einbau einer Solarheizung im Eigenheim plant, profitiert von günstigen KfW-Krediten und staatlicher Förderung. Laut Modell-Rechnungen benötigt eine vierköpfige Familie für eine Solarheizung eine Kollektorfläche von mindestens sechs bis zwölf Quadratmetern; hinzu kommt noch ein Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von rund 300 bis 1.000 Litern. Die Gesamtkosten für eine Solarheizung betragen durchschnittlich 4.000 bis 6.000 Euro.

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