mobilcom und freenet stärken vor Verschmelzung Ertragskraft

Hamburg/Büdelsdorf (dpa) - Der Mobilfunkanbieter mobilcom und seine Festnetz- und Internettochter freenet.de haben vor ihrer geplanten Verschmelzung an Ertragskraft gewonnen. Die Büdelsdorfer Muttergesellschaft weist im 1. Halbjahr 2005 verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 80,7 Millionen Euro aus, ein Zuwachs von 47 Prozent. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 53,6 Millionen Euro (plus 64 Prozent). Der Umsatz stieg insgesamt um 2,8 Prozent auf 960,2 Millionen Euro. "Das Ergebnis entwickelt sich sehr erfreulich", sagte der scheidende Vorstandschef Thorsten Grenz am Montag in Hamburg.

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Grenz verlässt die mobilcom AG Ende August nach den Hauptversammlungen beider Unternehmen. "Ich bin sehr sicher, dass beide Hauptversammlungen der Verschmelzung zustimmen werden", sagte der Manager. Wie bei früheren "turbulenten mobilcom- Hauptversammlungen" rechne er mit Anfechtungsklagen. So wollen Mitarbeiter juristisch gegen den Zusammenschluss vorgehen. Dieses Mal seien diese Klagen aber "lästiger", weil zum Eintragen der aus mobilcom und freenet entstehenden Firma ins Handelsregister alle Anfechtungsklagen ausgeräumt sein sollten, erläuterte Grenz.

Umsatzstärkste Sparte blieb bis Ende Juni der Mobilfunk mit 645,2 Millionen Euro, ein Rückgang von 8,6 Prozent. Rund 2,51 Millionen Vertragskunden (plus 10,6 Prozent) und 2,05 Prepaid-Kunden (plus 5,7 Prozent) telefonieren mit mobilcom. Um dabei einen Marktanteil von zehn (Bestand: 6,1) Prozent zu erreichen, müsste der stationäre Handel weiter ausgebaut werden, sagte Grenz. mobilcom will im Oktober über rund 260 Läden verfügen und das Fachhändlernetz weiter um 200 auf 1200 Händler ausbauen.

Das freenet-Festnetz nutzen 4,6 Millionen Kunden (plus 7,0 Prozent), den Internetzugang unverändert 3,7 Millionen. Sie brachten der Tochter Erlöse von rund 324,5 Millionen Euro, ein Zuwachs von rund 41 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 7 Prozent auf rund 68 Millionen Euro. Unterm Strich blieben fast 30 (Vorjahreshalbjahr: 27) Millionen Euro übrig.

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