Öltanks ermöglichen es, mehrere tausend Liter Heizöl im heimischen Keller oder Garten zu lagern. Wer den Einbau einer Ölheizung plant, sollte deshalb auch an den dazugehörigen Öltank denken. Alle wichtigen Informationen zu Art, Größe und Standort des Heizöltanks finden Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Öltanks können im Haus oder im Freien aufgestellt werden.
  • Es gibt standortgefertigte Tanks, Batterietanks und Erdtanks.
  • Es sollte beachtet werden, dass ab einem Volumen von 5.000 Litern eine Baugenehmigung nötig ist, um den Öltank überhaupt aufstellen zu dürfen.
  • Es ist ratsam, eine Öltankversicherung abzuschließen, um sich vor enormen Kosten zu schützen.

Funktionsweise einer Heizung mit Öltank

Der Öltank kann im Haus, aber auch im Freien aufgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit ist ein unterirdischer Öltank, welcher in den Boden eingelassen wird.

Um das Heizöl aufzuheizen, wird es mit Hilfe einer elektrischen Pumpe von dem Öltank in den Ölbrenner geleitet. Dabei passiert es einen Filter, um die empfindlichen Teile der Anlage zu schützen. Im Brenner wird das Öl schließlich so aufbereitet, das es möglichst schadstoffarm verbrennen kann. Als nächstes wird das Heizöl vorgewärmt, damit es besser zerstäubt werden kann. In der Düse wird das Öl nun zerstäubt, um eine bessere Vermischung mit der Verbrennungsluft zu gewährleisten, was eine Voraussetzung für die möglichst effiziente Verbrennung darstellt. Im Anschluss daran kommt das Heizöl in einen Kessel, wo die Verbrennung stattfindet. Über die Kesselflächen wird Wasser erhitzt, welches in den Heizungskreislauf einfließt und somit das Haus heizen kann.

Um die entstehenden Abgase bei der Verbrennung abzuleiten, führen Leitungen zum Schornstein, von welchem die Abgase schließlich nach außen transportiert werden.

Verschiedenen Arten von Öltanks

Wer den Kauf eines Öltanks plant, hat die Qual der Wahl aus einer Vielzahl verschiedener Tanks. Es gibt standortgefertigte Tanks, Batterietanks und Erdtanks.

  • Standortgefertigte Tanks bestehen aus Stahl oder Kunststoff und besitzen in der Regel eine Auffangwanne aus Beton. Der Vorteil standortgefertigter Öltanks ist, dass sie auf die Platzverhältnisse vor Ort angepasst werden und somit eine effiziente Nutzung der Raumfläche garantieren.
  • Batterietanks bestehen meistens aus doppelwandigem Kunststoff, manchmal jedoch aus Edelstahl. Sie sind relativ preiswert und bestehen aus mehreren Modulen, die zu einem großen Tank zusammengeschlossen werden können. Der Vorteil solcher Tanks ist, dass sie ohne große Vorbereitungen aufgestellt werden können und dank der einzelnen Module auch durch schmale Kellertüren passen.
  • Erdtanks bestehen aus doppelwandigem Kunststoff oder doppelwandigem Edelstahl und werden in die Erde eingelassen. Damit sind sie platzsparender als herkömmliche Öltanks, jedoch auch teurer in ihrer Anschaffung und mit höherem Überwachungsaufwand verbunden, um ein Austreten des Öls in das Erdreich zu verhindern.

Größe des Öltanks

Öltanks gibt es in verschiedenen Größen. Generell gilt: Je größer der Öltank, desto teurer ist er. Die Größe des geeigneten Öltanks hängt jedoch nicht nur vom Preis, sondern auch von weiteren Faktoren ab. Verbraucher sollten sich folgende Fragen stellen: Wie groß ist der Platz, der mir zur Verfügung steht? Wie viel Heizöl benötige ich und welche Reserve möchte ich anlegen? Ein Mehrfamilienhaus wird in der Regel einen größer dimensionierten Öltank brauchen als ein kleines, gut gedämmtes Einfamilienhaus.

Einbau und Wartung von Öltanks

Wenn der Öltank nun eingebaut werden soll, geht das nur mit einem Fachmann, da es einiges zu beachten gibt. Dies liegt daran, dass Öl sehr leicht entzündlich ist und große Mengen Grundwasser verunreinigen kann. Ein unterirdischer Tank muss unabhängig von seiner Größe vor Inbetriebnahme geprüft werden – und dann alle fünf Jahre erneut. Oberirdische Öltanks müssen ab einem Volumen von 1.000 Litern vor der Inbetriebnahme geprüft werden. Ab einem Volumen von 10.000 Litern muss diese Prüfung alle fünf Jahre erneuert werden. In Wasserschutzzonen gilt diese Regel sogar schon ab einem Volumen von 5.000 Litern.

Des Weiteren sollte beachtet werden, dass ab einem Volumen von 5.000 Litern eine Baugenehmigung nötig ist, um den Öltank überhaupt aufstellen zu dürfen. Ab dieser Größe gelten auch verschärfte Brandschutzbedingungen, wie etwa eine feuerhemmende Tür.

Versicherung eines Öltanks

Auch wenn der Öltank regelmäßig gewartet wird, kann es zu Umweltzerstörungen oder Schäden am Gebäude kommen. Dies kann extrem teuer werden und es haftet immer der Besitzer des Öltanks. Daher ist es ratsam, eine Öltankversicherung abzuschließen, um sich vor enormen Kosten zu schützen. Die Versicherung übernimmt dann die Kosten für Gewässerschäden.

Vor- und Nachteile von Öltanks

Wer einen eigenen Öltank besitzt, macht sich unabhängig vom aktuellen Ölpreis. Dies gilt insbesondere dann, der Tank sehr groß ist. Der Liefertermin und die Liefermenge des Öls können frei bestimmt werden und man kann somit immer dann Öl nachkaufen, wenn der Preis gerade günstig ist. Größter Nachteil von Öltanks ist ihr Platzbedarf.