Gasherd anschließen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Ist im Haus oder der eigenen Wohnung ein Gasherd anzuschließen, stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob das in Eigenregie möglich ist oder ob ein Experte die entsprechenden Arbeiten durchführen muss. Der nachfolgende Ratgeber fasst alle wichtigen Informationen zu diesem Thema zusammen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Regelfall ist es notwendig, den Gasherd von einem Installateur anschließen zu lassen.
  • Sie dürfen einen Gasherd nur dann selbst anschließen, wenn bereits eine Gassteckdose an der passenden Stelle vorhanden ist.
  • Damit sich ein fester Gasherd verwenden lässt, muss das Gebäude prinzipiell über einen Gasanschluss und über eine Leitung bis in die Küche verfügen.
  • Meist liegen die Kosten für den Anschluss eines Gasherds zwischen 50 und 70 Euro, wobei der Betrag bei umfangreichen Arbeiten auch deutlich höher ausfallen kann.

Wer schließt einen Gasherd an?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. In den meisten Fällen müssen allerdings Fachleute den Gasherd anschließen. Dies hängt mit den enormen Schäden zusammen, die ein Fehler bei der Arbeit am Gasanschluss verursachen kann. Die Vorschrift dient folglich dazu, das Sicherheitsrisiko möglichst gering zu halten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht jedoch auch die Möglichkeit, den Gasherd in Eigenregie anzuschließen.

Wer die Arbeiten von einem Fachbetrieb erledigen lässt, meldet sich für gewöhnlich bei einem Installateur. Beim Erwerb einer Küche mit einem gasbetriebenen Herd übernimmt diese Aufgabe unter Umständen ein entsprechend geschulter Monteur. Das gilt in der Regel jedoch nur dann, wenn Sie die komplette Küche aufbauen lassen.

Unter welchen Bedingungen Sie den Gasherd selbst anschließen dürfen

Ein Ausnahmefall liegt vor, wenn in der Küche bereits eine Gassteckdose vorhanden ist. In diesem Fall dürfen Verbraucher den Gasherd auch selbst anschließen. Dazu ist es in einem ersten Schritt notwendig, das Kabel beziehungsweise den Gasschlauch an den Herd zu schrauben. Danach müssen Sie das andere Ende mit der Steckdose verbinden. Wenn ein Schlauch nicht zum Lieferumfang gehört hat oder es sich um einen bereits in die Jahre gekommenen Herd handelt, besteht die Notwendigkeit, den passenden Schlauch zu erwerben. Dieser kostet meist etwa 30 bis 40 Euro.

Einen Gasherd anschließen lassen: Welche Kosten fallen an?

Welche Kosten der Anschluss eines Gasherds nach sich zieht, hängt vor allem von der Ausgangslage ab. Meist sind die Kosten kaum höher als bei der Installation eines Elektroherdes. Der Rechnungsbetrag setzt sich im Allgemeinen aus dem Anfahrtsweg, der Arbeitszeit, den Materialkosten und der abschließenden Sicherheitsprüfung zusammen. Wenn die Küche bereits über eine Gassteckdose verfügt oder zumindest ein Gasanschluss an der richtigen Stelle vorhanden ist, dauern die Arbeiten kaum länger als 15 Minuten. In diesem Fall sollten Sie mit Kosten von etwa 50 bis 70 Euro rechnen.

Falls das Gebäude bereits über einen Gasanschluss verfügt, aber die Leitung noch nicht bis zur Küche reicht, sind etwas umfangreichere Arbeiten notwendig. Dies hängt damit zusammen, dass der Gasinstallateur dann eine Leitung bis zum Küchenbereich der entsprechenden Wohneinheit legen muss. Welche Kosten anfallen, hängt daher insbesondere von der Entfernung zwischen dem bereits existierenden Anschluss und dem Neuanschluss ab. Die Rechnungssumme kann dabei durchaus Beträge zwischen 600 und 1.000 Euro erreichen.

Ist kein Gasanschluss vorhanden, liegen die Kosten typischerweise im Bereich von 1.500 bis 2.500 Euro. Bei einer solchen Ausgangslage muss der Installateur erst einen Anschluss von der nächsten Versorgungsleitung (meist in unmittelbarer Nähe vorhanden) legen. Bei einer etwas weiter entfernten Leitung können jedoch auch Beträge von bis zu 5.000 Euro anfallen. Für Personen, die lediglich einen Gasherd anschließen möchten, lohnt sich ein derartig aufwendiges Vorhaben dann in der Regel nicht. Bei dieser Ausgangslage entsprechende Arbeiten vornehmen zu lassen, ist nur dann sinnvoll, wenn Sie zukünftig auch mit Gas heizen möchten.

Einen Gasherd mit Flüssiggas betreiben

Falls das Wohngebäude über keinen Gasanschluss verfügt und die nächste Versorgungsleitung weit entfernt ist, empfiehlt es sich unter Umständen, auf Flüssiggas zurückzugreifen. Dafür müssen Sie den Gasherd beziehungsweise die Düsen umrüsten (lassen), was jedoch mit allen Modellen funktioniert. Entsprechende Sets lassen sich bereits preisgünstig – ab etwa 20 Euro – im Handel erwerben. Entscheiden Sie sich für diese Variante, dürfen Sie den Gasherd selbst anschließen.